Kapitel 31

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„WAS hat er?", knurrt der alte Alpha gefährlich.

Ich traue mich nicht ihn anzuschauen. Bestimmt sind seine Augen schon rot.

„Mit dem Jungen rede ich noch ein Wörtchen. So geht das nicht", damit verlässt er den Raum.

So auch der Rudelarzt, er sieht es als Zeichen an, jetzt zu verschwinden.

Nur sind noch die zwei Betas da. Beta Konrad flüstert leise: „Milo hast du mit dem Mensch geredet?" Mit traurigen Augen blicke ich ihn an. Ich nicke.

„Das nächste Mal sehen wir uns als Feinde", sage ich ihm betrübt.

„Ja, aber es musste so kommen. Es war gut, dass du mit ihm geredet hast. Denn nur, wenn du dich von Zayn trennst, kann erst Elrik ein Platz an deiner Seite finden", versucht mich Beta Titus zu motivieren.

Ich lächle ihm schwach zu. Doch im Inneren von mit bricht eine Welt zusammen. Er war immer da, mein Gelieber Zayn, hat mich immer unterstützt. Wenn ich traurig war, hat er mich getröstet und mir neuen Mut gegeben. Wir konnten doch immer über alles reden, uns konnte nichts trennen.

Warum also muss er ein Jäger sein? Das hat alles zerstört. Warum bin ich den ein Wolf? Ich bin doch schon ein Omega, warum konnte ich nicht noch schwächer sein! Dann wäre ich als Mensch geboren. Dann hätte ich mit Zayn eine Chance auf eine richtige Beziehung.

"Das ist so unfair", flüstere ich leise. Warum ich? Was hat die Mondgöttin denn nur vor? Was will sie damit bezwecken? Kann die Mondgöttin nicht was anderes mit mir vorhaben.

Elrik will mich doch eh nicht. Auch wenn ich mich jetzt von dem Menschen fernhalte. Er wird dann auch nicht lieber zu mir.

Erneut laufen mir so viele Tränen runter. In mir machen sich eine innerliche Kälte breit. Jetzt werde ich für immer allein sein. Keiner wird mehr da sein! Nun bin ich auf mich allein gestellt, nur mich. Keiner wird mir helfen. Mein Körper fängt an zu zittern. Ich kuschle mich tiefer in die Decke ein, doch ist mir noch immer kalt.

Werde ich jetzt für immer diese Kälte spüren?

"Milo, mach dir keinen Kopf, alles wird gut. Der Alpha wird sich darum kümmern. Ich mache dir jetzt mal einen Tee", somit verschwindet Beta Titus. Beta Konrads Hand kommt meinem Gesicht immer näher. Seine Hand berührt vorsichtig meine Stirn, er zuckt heftig zusammen.

"Du bist eiskalt", stellt er fest. Er geht zur Heizung und dreht sie auf, dann holt er aus dem Schrank eine grüne Decke und legt die noch auf die andere Decke. "Vielleicht sollte Titus dir noch eine Wärmflasche vorbereiten, oder mehrere", überlegt Beta Konrad.

"Berühig dich schon mal und dann schlaf dich aus. Dein Omega Körper ist jetzt geschwächt. Er hällt nicht so viel aus", meint er und verschwindet aus dem Raum. Doch kurz verhaart er und blickt mich ernst an. "Wenn du was brauchst, kannst du mich zu dich rufen, Luna", dann dreht er sich um und schliesst die Tür hinter sich.

Ich lächle leicht. Er hat mich Luna genannt. Das ist für mich schon eine sehr grosse Bedeutung. Er akzeptiert mich.

Rette mich, wenn du mich liebstWo Geschichten leben. Entdecke jetzt