Erst gegen 17:30 Uhr sind wir mit der ganzen Stallarbeit fertig und ich verabschiede mich rasch von Isi, um noch rechtzeitig bei meiner Schicht erscheinen zu können.
Nachdem ich mich geschwind in mein Auto geschwungen und durch die Dortmunder Innenstadt nach Hause gefahren bin, rase ich in mein Zimmer und schlüpfe in das Kleid, bevor ich meine Haare kurz locke und mich Schminke.
Mit Ein wenig Parfüm, schnell lackierten schwarzen Nägeln und schwarzen Ohrringen verlasse ich das Zimmer wieder und trabe zusammen mit meiner kleinen schwarzen Tasche in den Flur, um dort in meinen Mantel und etwas höhere schwarze Schuhe zu schlüpfen.
Irgendwie komme ich mir nicht wirklich wie eine Kellnerin vor, während ich mich vor dem Ganz-Körper-Spiegel betrachte und verlasse das Haus schließlich seufzend.
Ein Blick auf die digitale Uhr lässt mich ein wenig stärker auf das Gaspedal drücken, da es bereits 17:52 ist und ich definitiv wieder mal zu spät kommen werde.
Hektisch schmeiße ich die schwarze Autotüre zu und renne so schnell wie die hohen Schuhe es erlauben zum Hintereingang vom Restaurant, um dort schließlich keuchend hinein zu stolzieren. "Hey Toni" eine junge blonde Frau kommt lächelnd auf mich zu und ich lege Jacke sowie Tasche auf den Schrank neben mir.
"Hey" strahle ich und sie führt mich hinter sich her, in die Küche. Auch sie trägt ein hübsches kurzes Kleid mit "halber Schürze" und hat ihre langen blonden Haare in einen schicken Seitenzopf geflochten.
Dazu ist sie dünn und schlank, also ein wahrhaftiges Model.
"Ich bin Larissa, die zweite Bedienung hier" erklärt sie lächelnd und streckt mir ihre dünne Hand hin, sodass ich diese grinsend schütteln kann.
"Cool"
Ehrlich gesagt weiß ich nicht wie ich auf dieses bildhübsche Model reagieren soll, weswegen ich sie einfach begeistert anstarre.
"Heute ist besonders viel los, da Sabine erst später kommt und der BVB hier eine Weihnachtsfeier hält" erklärt sie und ich nicke grinsend.
"Also wenn du magst kann ich die Jungs im Nebenraum übernehmen und du machst den Gästeraum?"
Eigentlich wollte ich ja zu Marco und den anderen Jungs, aber da ich mir nicht am ersten Tag schon Feinde machen sollte, willige ich schließlich ein und stelle mich den Köchen vor, bevor ich mein erstes Tablett in den Gästeraum trage und an Tisch 7 abstelle.
Auch im normalen Essraum ist heute echt viel los und ich bin froh, dass ich jetzt nach über einer Stunde kurz Pause habe.
Schnell nehme ich das letzte Glas vom Tablett und halte es unter den Wasserstrahl, bevor sich plötzlich zwei Arme von hinten um mich Schlingen und ich abrupt anfangen muss zu lächeln.
"Hey Babe" haucht Marco in mein Ohr, bevor er mir rasch einen Kuss in die Haare drückt und ich mich grinsend zu ihm drehe.
"Hei"
Ich ziehe ihn an seiner schicken Krawatte zu mir und lege meine Lippen geschwind auf seine, sodass er mich gegen das Waschbecken hinter mir drückt.
"Wieso bedienst du uns nicht?" fragt Marco traurig nachdem wir uns wieder voneinander gelöst haben und platziert seine beiden Hände auf meiner Taille.
"Larissa, also die blonde Bedienung wollte euch übernehmen" erkläre ich seufzend und er nickt schließlich enttäuscht.
"Ich muss jetzt weiter machen"
schnell drücke ich ihm einen Kuss auf den Mund und befreie mich aus seinen Armen, um die nächsten Teller auf meinem Tablett zu platzieren.
"Sehen wir uns später?"
Marco zieht mich vorsichtig am Arm zurück zu sich und sieht mich fragend an. Ich lächle kurz und beiße mir ein wenig provokant auf die Unterlippe, bevor ich ein "Ja" zurück gebe.
Marco schmunzelt mich nur breit an und dreht eine meiner Haarsträhnen um seinen Finger.
"Ich kann's gar nicht abwarten..." schmunzelt er und streicht mir meine Haare sanft aus dem Gesicht.
Er weiß, dass er mich damit halb verrückt macht und ich eigentlich keine Zeit dafür habe, weswegen ich mit meine Lippen langsam zu seinen komme und die Augen kurz schließe.
Gerade, als Marco seine Lippen grinsend auf meine legen will, weiche ich zur Seite aus und drehe mich geschickt zu meinem Tablett, bevor ich dieses hoch hebe und mich lachend zu Marco drehe.
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Das Herz eines Stars
FanfictionDie 23. Jährige Antonia lebt und studiert in Dortmund, der Stadt der echten Fußball-Liebe. Sie selbst hält jedoch nur denkbar wenig von dem Sport ihres eigenes Bruders und auch der Versuch sie vom BVB zu überzeugen wäre kläglich gescheitert, hätte d...
