20 Minuten später, rase ich wie der letzte Vollidiot durch Dortmund und parke dort angekommen ziemlich peinlich ein, bevor ich mir meine Mappe schnappe und bei klirrender Kälte in den großen Eingangsbereich der Universitätsklinik Dortmund laufe.
Ich sehe mich beeindruckt um und lächle automatisch.
Nur die besten, dürfen in die Uniklinik.
Ich erkenne die unhöfliche Stimme von der Frau hinter dem Tresen direkt und nachdem ich werde von ihr auf ein Zimmer geschickt, nachdem ich meine Dokumente vorgewiesen habe. Nervös rutsche ich auf dem Stuhl hin und her, bis eine halbe Stunde später endlich ein Arzt den Raum betritt.
Er lächelt charmant, reicht mir seine Hand und setzt sich schließlich auf den Stuhl gegenüber.
"Frau Valero" sagt er, nachdem er sich meine Mappe kurz angesehen hat. Ich nicke und lese mir den Namen auf seinem Namensschild durch. Dr. Nelson.
"Guten Tag, Herr. Dr. Nelson"
"Darf ich sie Antonia nennen?" grinst er und ich lache höflich. "Ja, natürlich. Sie können mich gerne dutzen", wenn sie mich dann hier Famulatur machen lassen. Ich räuspre mich.
"Okay, du bist mir sehr sympathisch, Antonia, außerdem warst du die beste bei deinem ersten Staatsexamen, und das ist hervorragend. Famulaturen sind wichtige Grundbausteine für eine gute Ausbildung zum perfekten Arzt - die du bei uns im Übrigen bekommen würdest" grinst er.
"Naja, jedenfalls würde ich mich freuen, wenn du deine Famulatur bei uns absolvierst. Ich bin Justin, Oberarzt der Chirurgie und dein persönliches Navigationssystem, wenn du weißt, was ich meine" er lacht und ich klinge mit ein. Justin ist lustig, nett. Aber er sieht nicht älter aus als 30, und in diesem Alter ist man noch kein Oberarzt.
"Justin?"
"Ja?"
"Darf ich Justin sagen?"
"Ja, klar" lacht er. "Und bitte Duzen."
"Okay" lächle ich. "Du.. du siehst sehr jung aus. Wie.. also.." Justin lacht und schließt meine Mappe, welche er in seinen Händen hält.
"Ich bin 32. Ich war, genau wie du es sein wirst, mit 24 fertig mit dem Studium und war nach weiteren 4 Jahren Facharzt. Die Ausbildung zum Oberarzt habe ich letztens erst bestanden" erklärt er und ich nicke beeindruckt.
Nachdem Justin mir erklärt hat, wann ich anfangen kann und dass ich nur hier bin, wenn er auch da ist, gibt er mir meine Mappe wieder und ich stehe auf. "Antonia" sagt er, während er meine Hand schüttelt.
"Justin" sage ich ebenfalls lächelnd und lasse schließlich seine Hand los. "Bis in 2 Tagen und vergiss nicht, dir einen Block und Stifte mitzubringen - die Professoren erwarten normalerweise ein Protokoll" meint er zum Abschluss.
"Alles klar, danke für die Erinnerung. Bis bald" damit verlasse ich den Raum und fische so schnell es geht mein Handy aus meiner Tasche, bevor ich Isi anrufe. "Isi? Du glaubst es nicht. Ich mache Famulatur im Uniklinikum Dortmund!" überbringe ich meiner besten Freundin die Nachricht.
"Was?" flüstert sie positiv geschockt. "In der Uniklinik? W-wie.. Oh mein Gott!" meint sie und ich grinse breit, während ich durch die Eingangshalle auf die Türe zulaufe und schließlich über den Parkplatz zu meinem Auto.
Isi hat mir auf dem Weg dorthin noch ein wenig über ihren kommenden Urlaub in Mexico erzählt, dann muss ich auch schon auflegen, um beim fahren nicht zu telefonieren.
Überglücklich starte ich schließlich den Motor meines Wagens und fahre los.
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Ich weiß, dieses Kapitel ist ziemlich langweilig, aber es ist wichtig für den weiteren Ablauf der Geschichte :D
Julia <3
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Das Herz eines Stars
FanfictionDie 23. Jährige Antonia lebt und studiert in Dortmund, der Stadt der echten Fußball-Liebe. Sie selbst hält jedoch nur denkbar wenig von dem Sport ihres eigenes Bruders und auch der Versuch sie vom BVB zu überzeugen wäre kläglich gescheitert, hätte d...
