Wir entschieden uns zuerst zu meiner Mutter zufahren, da wir sofort an ihrem Haus vorbei fahren würden. Mit einem mulmigen Gefühl stieg ich aus, versuchte aber sehr gelassen und normal zu tun was aber nicht klappte. "Abla, beruhig dich und chill mal", versuchte mich Tosun zu besänftigen. Ich streckte ihm meine Zunge aus, womit ich ihm eigentlich zeigen wollte das ich chill, aber als wir uns dem Haus unserer Mutter näherten, wurde ich immer mehr nervöser.
Warum bin ich eigentlich so nervös, fragte ich mich plötzlich selber. Sie ist meine Mutter und sie hat uns verlassen, eigentlich sollte ich total gelassen sein ich hab nichts falsches gemacht. "Wartet kurz", forderte ich die Jungs auf, als sie kurz dabei waren die Klingel zu betätigen. "Hast du es dir anders überlegt oder was?", fragte mich Cenk verwirrt.
Ich schüttelte mein Kopf, um ihm zu antworten. Danach schloss ich für ein kurzen moment meine Augen und atmete zwei mal tief ein und aus, damit ich mich etwas beruhige. Das mach ich immer, wenn ich nervös oder so bin. Somit beruhige ich mich innerlich und es klappt immer wieder.
"Jetzt kannst du Klingeln, wenn du willst", sagte ich in die Richtung von Cenk, nachdem ich meine Augen geöffnet habe. Nach einer kurzen Zeit, wurde die Tür von einer Bediensteten geöffnet. "Hallo", begrüßte sie uns nett und höflich. "Hallo, wir möchten gerne mit unserer Mutter sprechen", fing Tosun an zureden. Die Bedienstete nickte und ließ uns rein.
"Ein moment", bat sie uns und lief rein, um unserer Mutter bescheid zugeben. Einige Minuten später, kam unsere Mutter mit einem kleinen Kind in den armen. "Was für eine Überraschung", sagte sie strahlen und lief auf uns zu. Ich hielt mich schwer zurück, um nichts gemeines zu sagen, dabei half aber auch Emir der meine Hand hielt.
"Kommt doch rein", sagte sie mit einem strahlen im Gesicht "Ist dein Mann auch da?", fragte ich sie genervt. "Nein ist er nicht, kommt", meine Brüder guckten mich an und als ich denen dann zu nickte, liefen wir unserer Mutter hinter, die uns ins Wohnzimmer brachte. "Willst du gar nicht wissen warum wir hier sind?", fragte ich sie sofort nachdem wir uns hingesetzt haben.
"Nein, ich freu mich das ihr überhaupt gekommen seit. Jetzt kann ich euch auch eure kleine Schwester mal zeigen.", sagte sie und drehte das Baby in ihrer Hand in unserer Richtung. Cenk und Tosun lächelten sofort und wollten die kleine auf dem Arm nehmen. Meine Mutter gab Cenk den kleinen, worauf er sich die kleine mit einem breiten lächeln anguckte.
Ich versuchte mich zusammen zu reißen, da sie einfach so tut als wäre nichts passiert. Wie ich sie dafür einfach hasse, wie kann man einfach auf so tun als wäre nichts passiert. "Gaye möchtest du Rüya auch mal halten?", hörte ich Tosuns stimme der mich zurück in die Realität holte. "Nein, danke", lehnte ich ab und drehte mich um.
"Askim können wir kurz alleine reden?", fragte er mich mit einem gespielten lächeln. Ich nickte, stand auf und lief ihm hinterher in Richtung Flur. "Was hast du?", fragte er mich sofort. Ohne lange zu überlegen umarmte ich ihn, was ihn total überraschte. "Ich hasse sie dafür, dass sie so tut als wäre nichts passiert", antwortete ich ihm flüsternd.
Emir zog mich enger an sich und streichelte mir über mein Rücken. "Und wenn ich ehrlich bin, hab ich auch angst das uns sowas später auch passieren wird", gestehte ich ihm. Er zog mich noch enger an sich, falls das überhaupt noch geht. "Ich verspreche dir, das sowas nie passieren wird.", flüsterte er mir zu und küsste mich auf meinem Schläfe.
Da ich weiß wie wichtig es ihm ist, dass meine Eltern zu unseren Hochzeit kommen war ich total entschlossen mich mit meinen Eltern zu versöhnen. Gemeinsam liefen wir wieder rein, Emir setzte sich hin und ich guckte mir meine Mutter an, als sich unsere Blicke trafen fragte ich sie ob sie kurz mit mir mitkommt. Nickend stand sie auf und lief vor, als wir dann in der Küche ankamen stellte ich mich vor ihr.
Mir fiel es schwer, ihr etwas zu sagen. "Ich weiß das du mich hasst und du hast mit allem recht, aber ich bin deine Mutter und ich vermisse euch. Es tut mir auch alles so leid.", fing sie an, sie brachte mich mit ihrem Satz an meinen Grenzen und ich stand den Tränen ganz nah. Natürlich habe ich sie auch vermisst und es ist scheiße seinen Mutter nicht anrufen zu können oder gar mit ihren nicht reden zu können.
Es tut einem verdammt weh, aber wenn man so stur ist passiert das halt, dachte ich mir. "Du hast recht, aber ich hab dich auch vermisst", sagte ich unter Tränen und umarmte sie stürmisch, so als hätte ich sie mein Leben lang nicht mehr gesehen. Mit tränen in den Augen blieben wie eine weile so, bis ich dann noch ein paar arme spürte. "Wir hab dich auch vermisst Anne", hörte ich beide Jungs.
Mit schniefender Nase lösten wir uns alle von einander und lächelten uns an. "Ich wollte nie das es so passiert, aber ihr wart auf einmal weg und ich zu finden war nicht einfach.", schüttelte sie ihr Herz aus. "Ich glaube es gibt so einiges was wir besprechen sollten", fing ich an und guckte meine Mutter an " aber zuerst müssen wir noch mit Baba reden, danach wäre es gut wenn wir uns alle beisammen setzten und darüber reden.", erklärte ich ihr, worauf sie auch nur nickte.
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Der Neuling
Roman d'amourGaye ist 19 Jahre alt und hat dank ihren Großeltern ihre Zukunft, was das finanzielle betrifft, gesichert. Trotz das sie eine Menge Geld auf ihrem Konto hat, ist sie bodenständig und geht noch zu Schule. Sie wohnt mit ihren Eltern und ihren zwei jün...
