Janina und ich hatten uns noch ein wenig unterhalten, bis ich schließlich eine Nachricht von Robin bekommen hatte. Er wollte sich mit mir im Hotel treffen. Als ich die Stufen zu unserem Zimmer hinaufstieg, wurde mir etwas mulmig zumute. Ich schloss die Tür auf und betrat den Raum. Robin saß auf unserem Bett und starrte die Wand an. Seine Finger wanderten immer wieder über das Armband, welches ich ihm zu Weihnachten geschenkt hatte. „Hey." Ich ließ mich neben ihm auf das Bett fallen. „Hey." Er blickte von seinem Armband auf und mir direkt in die Augen. „Ich...Ich habe sie heute Morgen angerufen und gefragt was da war und...und sie wollte es mir nicht sagen. So eine Scheiße." Er vergrub sein Gesicht in seinen Händen und ich hatte Mühe ihn zu verstehen. „Es tut mir so Leid, Lilian. So schrecklich Leid. Ich....Ich...Ich liebe dich doch. Nur dich." Es war ein herzzereißender Anblick, den Mann, den ich über alles liebte, so verzweifelt zu sehen. Er klang, in seiner Verzweiflung so ehrlich, dass ich nicht anders konnte als ihn in den Arm zu nehmen. „Ich glaube dir, dass du mich liebst. Ich liebe dich doch auch."
Ich weiß nicht wie lange wir so dagesessen hatten, aber nach einer Weile klopfte es an der Tür. Wieder strebend stand Robin auf, um die Tür zu öffnen und zu sehen wer es war. Ich warf in der Zwischenzeit einen Blick auf mein Handy. „Was machst du hier?" Die Antwort bekam ich nicht mit, weshalb ich aufstand und ebenfalls zur Tür ging, um zu sehen wer dort war. Vor der Tür stand ein blondes Mädchen, höchstens Mitte zwanzig. Ich trat hinter Robin und als sie mich sah erschein ein breites Grinsen auf ihrem Gesicht. „Ach. Mich abweisen aber die Nächstbeste mit aufs Zimmer nehmen?" Ich zog eine Augenbraue hoch. Es herrschte eine Sekunde schweigen, bis dem Mädchen scheinbar ein Licht aufging. „Ahhh dann ist das wahrscheinlich deine Freundin. Ich dachte das wäre nur eine Ausrede gewesen, weil du es dir anders überlegt hast. Sorry das sich hier so reingeplatzt bin." Sie wollte sich zum gehen abwenden, aber ich fasste mich und hielt sie zurück. „Warte mal einen Moment. Noch mal langsam bitte. Komm doch kurz rein, dann hört nicht das ganze Hotel was hier los ist." Etwas wieder strebend betrat sie das Zimmer, sodass Robin die Tür schließen konnte. „Also. Ich war vorgestern in diesem Club und habe deinen Freund da getroffen. Wir haben uns unterhalten und er hat mir gesagt das er hier wohnt und dann sind wir zusammen raus, eigentlich wollte ich ihn mit zu mir nehmen, aber plötzlich hat er gesagt er hätte schon ne Freundin und die würde er wirklich lieben und so und ist abgehauen." Sie zuckte die Schultern. „Wie gesagt ich dachte das wäre nur ne Ausrede, weil er auf einmal kein Bock mehr auf mich hatte, aber scheinbar hat er ja die Wahrheit gesagt. Naja, wenn man so betrunken ist..." Ich hätte sie am liebsten vor Freude abgeknutscht. Das hieß, dass Robin mich nicht betrogen hatte! „Wieso konntest du mir das dann nicht am Telefon sagen vorhin?" Jetzt hatte Robin endlich seine Stimme wieder gefunden. „Naja, ich war sauer auf dich. Schließlich hatte ich mir ja echt Chancen ausgerechnet und dann hast du mich einfach so stehen gelassen." Sie zuckte erneut die Schultern. „Wie dem auch sei. Ich hab heute noch mehr zu tun. Wenn ihr dann alle wichtigen Infos habt, " sie machte eine eigenartige Handbewegung, „würde ich dann gehen."
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Von Jetzt an
FanfictionLilian versucht sich in Köln ein neues Leben aufzubauen, fern von ihrer Vergangenheit. Dort lernt sie Robin Sturm kennen. Ob aus den beiden was wird? (Robin Sturm/OC)
