Lunas Sicht:
Heute bin ich auffallend früh aufgestanden,dazu noch motiviert. Ein Grund dafür ist wahrscheinlich,dass ich die ganze Nacht wach war und am Ende einschlief,um wieder früh aufzustehen. Meine Nacht bestand wortwörtlich nur daraus; die Seiten wechseln,meine Augen schließen,an den Tag mit Matteo denken,sich Szenarios ausdenken,lächeln auf Grund der Vorfreude, ein angenehmes Gefühl im Bauch bekommen und danach den Kopf schütteln und sich wieder umdrehen.
Ohne Schminke wäre ich jetzt aufgeflogen,denn die dadurch entstandenen Augenringe sind die reine Hölle.
Fertig geschminkt,fertig frisiert. Nur mein Bademantel passte nicht.
Summend kramte ich mir ein helles,rosanes Kleid raus,das locker fiel und mir bis zu meinen Knien reichte. Mit einer Jeansjacke kombiniert und dazu noch High Heels mit Plateau Absatz,die für hohe Schuhe wirklich bequem waren,war auch mein Outfit fertig. Ich griff noch nach meinem Parfum und legte mein Medaillon,sowie Matteos Ring an.
„Guten Morgen.!" grinste ich aufgedreht und gab meinen Eltern einen Kuss auf die Wange.
„Du bist ja schon wach. - und dazu noch fertig gemacht." staunte mein Vater verwundert.
„Es würde mich nicht wundern,wenn es etwas mit deinem abendlichen Besuch zutun hätte."
Ertappt lachte ich und setzte mich dann auf einen Stuhl. „Matteo hilft mir heute bei meiner Präsentation im Roller. Und ich kann noch Mathe mit Nina machen,sie wird auch später ins Roller kommen." erklärte ich und griff nach einer Waffel die meine Mutter serviert hatte.
„Komm aber nicht zu Spät nach Hause,morgen hast du Schule Schatz."
„Ich weiß." stumm aß ich zu Ende und sprang energiegeladen auf.
„Willst du denn nicht deine Schulsachen mitnehmen?"
Fluchend drehte ich mich um. „Warum bin ich bloß so vergesslich?" Eilig rannte ich in mein Zimmer und zog meinen gepackten Rucksack an. So schnell wie ich oben war,war ich auch unten und raste dann aus der Tür.
Nach einem Blick auf die Uhr,bemerkte ich dass es erst 11:57 Uhr war und ich eigentlich viel zu früh war,aber ich wollte genug Zeit mit Matteo verbringen. Und vielleicht finde ich noch Zeit um mit Simon zu reden. Gefühlt habe ich das letzte Mal so richtig mit ihm nach der Klassenfahrt geredet.
Mit meinen Skates über der Schulter gehangen und meinem Rucksack,betrat ich strahlend das Jam&Roller. „Hallo Nico." begrüßte ich Nico,der gerade mit einem Tablet an mir vorbeikam. „Luna,du schon so früh?"
„Ja ich konnte nicht mehr schlafen.!"
Schmunzelnd verabschiedete er sich von mir und ich ließ mich auf einen Platz nieder. Bevor ich mir etwas bestellte,kramte ich meinen Laptop hervor und einen Notizblock.
Als mir ein bekannter Geruch in die Nase stieg,guckte ich verwirrt auf. „Senorita,sehe ich richtig? Sie hier? Um diese Uhrzeit? Alleine?" lachte er und gesellte sich zu mir.
„Ich weiß es nicht Senor,bin ich es denn wirklich?" scherzte ich und bekam ein wohliges Gefühl bei seinem Lachen.
„Das werde ich wohl bei einer Umarmung herausfinden,nur Luna Valente kann das."
Rasend stand ich auf und ließ mich in seine Arme fallen,die mich sicher festhielten.
„Ich habe dich vermisst Simon." gab ich zu und legte meinen Kopf an seiner Schulter ab.
„Ich dich auch Wirbelsturm."
Widerwillig löste ich mich von ihm aber griff nach seinen Händen.
„Ich hatte so viel Stress in letzter Zeit,ich hätte dich nicht vergessen dürfen. Es tut mir so Leid. Aber ich hatte wirklich vor,heute mit dir zu reden.! Großes Valente - Ehrenwort!"
„Schon gut Luna,manchmal hat man weniger Kontakt zueinander. Solange wir Beste Freunde sind ist alles in Ordnung." lachte er mit seinem süßen Grinsen.
„Du bist so ein herzensguter Mensch Simon."
„Hör bloß auf Luna,sonst werde ich noch rot."
„Okay,na dann. Du bist ein sehr guter Sänger,du kannst die schönsten Lieder schreiben,du bist mein aller bester Freund und..-"
„Nein,nein,nein. Erzähl mir lieber was du hier um diese Uhrzeit machst." lenkte er ab und erwiderte meinen Blick interessiert.
„Ich muss für die Schule eine Präsentation vorbereiten und Matteo hilft mir dabei." erklärte ich und lächelte schüchtern.
„Matteo? - Ist nicht Jorge dein.."
Bevor Simon diesen Satz zu Ende sprach,legte ich ihm meine Hand auf den Mund. „Nein!" Als hätte ich ein Gespenst gesehen,schaute ich paranoid durch die Gegend. „Ich will diesen Namen in nächster Zeit nicht hören,erst Recht nicht im Jam&Roller."
Ohne das er es ausprechen musste,merkte ich ihm an dass er nichts verstand. „Ambar hat doch diese Aufnahme von Nina und mir gezeigt,gestern. Sie war komplett gelogen und so zugeschnitten,dass es sich so anhört als hätte ich behauptet mit Jorge zusammen zu sein." erklärte ich und stützte meinen Kopf auf meinen Hände ab. „Ich wüsste so gerne was ich ihr je angetan habe,dass sie mir mein Leben dermaßen schwer macht Simon. Ein Mensch ist doch nicht aus Spaß so fies zu Anderen."
Streng zog Simon seine Augenbrauen zusammen. „Ich weiß nicht warum,aber ich weiß dass du es nicht verdient hast Luna. Eigentlich hätte ich gedacht,Ambar hätte sich irgendwie verändert. Als ich mit ihr während deiner Klassenfahrt zusammen war,fand ich sie ziemlich nett. - Na gut,zwischendurch kam auch die altbekannte Ambar raus." Während des letzten Satzes imitierte er sie 1:1.
„Vielleicht liegt es auch einfach an mir,-"
Sanft umfasste er meine Hände und blickte mir selbstsicher ins Gesicht,wodurch er meinen Satz unterbrach. „Du bist perfekt Luna. So wie du bist,und wenn eine Ambar das nicht sieht,dann ist Ambar diejenige die etwas verpasst."
Gerührt von seiner Rede fiel ich ihm auch ein weiteres Mal um den Hals. „Ich habe dich so vermisst Simon." flüsterte ich in sein Ohr und schloss meine Augen. Der Moment den ich noch genoss,wurde dann von einem Räuspern gestört. Erschrocken hob ich meinen Kopf und blickte in die brauen Augen von Matteo. Nervös richtete ich mich auf,legte eine Strähne zurecht und senkte meinen Blick. „Gitarrist." brummte Matteo und bekam von Simon ein Nicken,dass ich von der Seite aus sah. Nach einem kurzen Grinsen meinerseits,verschwand Simon und ich stand mit Matteo alleine vor dem Tisch. „Was hat der denn hier gemacht?" fragte Matteo anschließend und beäugte Simon kritisch.
„Wir haben geredet,wir sind beste Freunde." erwiderte ich selbstverständlich und nahm auf meinem Stuhl Platz. Mir gegenüber setzte sich dann auch Matteo hin. „Warum bist du so früh hier?"
- Ich wollte so viel Zeit wie möglich mit dir verbringen.
„Ich wollte skaten gehen." - „Und du?"
„Ja.. ja ich auch." antwortete er und kratzte sich am Hinterkopf. „Willst du etwas trinken?"
„Nein,nein danke." Konzentriert tippte ich einen Satz zu Ende und schaute dann auf. „Matteo?" Nach einem Blick in Richtung Bar,entdeckte ich Matteo der gerade nach hinten schaute und mir grinsend zu zwinkerte. Lachend schüttelte ich meinen Kopf und stützte meinen Kopf ab.
- Selbst sein Rücken ist schön.
Sein Gesicht drehte sich in Richtung Eingangstür,die sich gerade öffnete. Ich folgte seinem Blick und beobachtete Nina und Gaston Händchen haltend reinkommen. Sie schmiegte sich an ihn und sahen dabei so glücklich aus. Aus Reflex schaute ich wieder zu Matteo,der im gleichen Moment zu mir schielte,und wandte meinen Blick schnell ab.
„Luna!" hörte ich Ninas Stimme erfreut sagen und wurde kurz danach schon von ihr in den Arm genommen. „Bist du etwa mit Matteo hier?" flüsterte sie mir währenddessen heimlich ins Ohr und brachte mich zum rot werden. „Er hat mir gestern gesagt,dass..-"
„Senorita."
Matteo stand mit Gaston wieder an dem Tisch und stellte mir einen Shake vor die Nase.
„Gut,wir sehen uns." - „Komm Gaston,du willst bestimmt skaten."
„Also eigentlich..-"
„Tschüss!" Während des Gehens symbolisierte mir Nina noch,dass ich sie anrufen sollte. Schmunzelnd schaute ich ihr hinterher und wendete mich dann wieder an Matteo.
„Snob das wäre wirklich nicht nötig gewesen,bitte nimm das Geld.!" bettelte ich und hielt ihm das Geld für die Shakes hin.
„Wenn du das Geld nicht wieder sofort einpackst,dann werde ich das höchstpersönlich machen müssen."
„Ach ja und wie?" grinste ich provozierend und wedelte mit dem Geldschein vor seinen Augen herum.
Herausgefordert hob er eine Augenbraue und zuckte mit seinem Mundwinkel bevor er mir geschickt den Schein aus der Hand nahm und mit einem Mal nach meinem Rucksack griff.
„Das ist unfair,ich war nicht richtig vorbereitet!" schmollte ich und zog eine Schnute.
„Auf einen Balsano ist man nie vorbereitet."
„Snob Balsano." korrigierte ich ihn und schenkte ihm ein breites Grinsen.
Müde und gelangweilt ließ ich meinen Kopf auf den Tisch fallen. „Ich will nicht mehr,das ist langweilig. Können wir nicht aufhören?" jammerte ich.
„So viel haben wir aber noch nicht geschafft Lieferfee." antwortete Matteo,als wäre er ein Lehrer,den ich gerade gefragt habe ob ich nun aufhören darf zu arbeiten.
„Ich würde aber viel lieber skaten.!" lächelte ich und stand auf um mich danach vor Matteo zu stellen und an seiner Hand zu ziehen. „Komm schon." - „Los steh auf."
Als Matteo sich keinen Zentimeter rührte,ließ ich los und stützte mich gegen den Tisch.
„Snooob komm schon,eine kleine Pause."
„Du bist wie ein kleines Kind." lachte er und stand auf,wodurch er mir genau gegenüber stand und dazu noch ganz nah. „Wolltest du nicht skaten gehen?" lachte er nach ein paar Sekunden,als ich immer noch wie versteinert an meinem Platz stand.
„J..ja. Klar." Mit großen Schritten holte ich ihn ein und folgte ihm zu den Fächern. „Oh,ich habe meine Skates ja neben meinem Stuhl." bemerkte ich und klatschte mit meiner Hand gegen meine Stirn. „Ich gehe sie kurz holen." gab ich Matteo Bescheid,der gerade seine Skates aus seinem Fach holte.
Ich fuhr vor und drehte eine große Runde auf der Bahn. Vorsichtig nahm ich ein Bein hoch,öffnete meine Arme und legte meinen Kopf in den Nacken. Die Freiheit die ich in diesem Moment spürte war unbeschreiblich.
Langsam bereitete ich mich auf einen Sprung vor; ich atmete tief ein und stieß mich ab,drehte mich,kam auf meinem rechten Fuß auf und - rutschte aus. Auf meinem Po gelandet guckte ich hoch und beobachtete Matteo,wie er herzhaft lachte und sich dabei krümmte. Ich merkte wie er versuchte einen Satz zusammen zubekommen,aber letztendlich immer wieder ins Lachen verfiel. „Sehr lustig Snob.!" murmelte ich und konnte mir schließlich auch kein Lachen verkneifen.
Eilig kam er auf mich zu gefahren und hielt mir seine Hand hin. „Alles okay?"
Motiviert hopste ich hoch und fuhr schnell davon. „Zeig mir doch mal wie schnell du bist!" lachte ich herausfordernd und beschleunigte meinen Gang und beobachte Matteo,wie er schmunzelnd seinen Kopf schüttelte und dann in die entgegengesetzte Richtung fuhr.
Mein Lächeln verblasste und ich versuchte noch irgendwie zu stoppen,aber als er schon da war,spürte ich nur noch wie er seine Hand auf das Gelände legte und eine um meine Taille. Mit einer gekonnten Bremsung stoppte er und und drückte mich and Gelände. „Sehr schnell."
hauchte er gegen meine Wange.
***
„you just look so beautiful. it's like you were an angel." ❤️
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„you make me happy"
FanfictionLuna Valente,ein einfaches Mädchen voller Lebensfreude und Hoffnung. Als sie mit ihrem Kurs verreist,wird ihr Leben auf den Kopf gestellt. Mit ihrer besten Freundin,dem Snob und dessen besten Freund erleben sie in ihrer alten Heimat einige Ereigniss...
