08 |Mr. King gibt niemals auf

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Jasper

Ich murmelte vor mich her und konzentrierte mich auf die Unterlagen, wobei meine Gedanken einzig und alleine der Frau galten, die mir ein zweites mal einen Korb gegeben hatte. Einen Korb zu bekommen war ja schon ungewohnt. Ich wusste nicht einmal, dass das möglich war. Normalerweise war ich derjenige der Körbe verteilte, wenn ich mal keine Lust hatte gleich mit der nächst Besten ins Bett zu steigen.

Schon seit mehreren Tagen waren meine Gedanken bei ihr. Nicht nur, weil sie mir einen Korb gegeben hatte, sonder weil ich an ihre Schönheit dachte. Sie sah tatsächlich aus wie ein Engel. Mit diesen grünen Augen und den goldigsten Locken. Ich seufzte leise und strich mir über mein Gesicht. Ich hatte einen Blick auf ihren Terminkalender gehuscht und gesehen, das sie heute nach der Vorlesung in einem Café war. Vielleicht klang das etwas übertrieben, aber ich bekam nunmal nicht gerne einen Korb. Zudem war Ann außergewöhnlich schön. Sie hatte mich abserviert, doch das hieß nicht, dass ich sie aufgab. Ann war ganz einfach schüchtern und kannte mich bloß aus Zeitungen.

Natürlich war ich ein Arschloch, aber ich wollte eben nur Sex und das sagte ich den Frauen vorher immer. Ich erhob mich aus dem Stuhl und ging zu meiner Garderobe, um mir meinen Mantel anzuziehen und mich so für Ann fertig zu machen. Sie sollte bloß einmal mit mir ausgehen, danach würde sie mir so oder so ins Bett folgen. Es gab immer Frauen die sich wehrten, doch schlussendlich stöhnten sie unter mir und wussten nicht mehr wohin mit ihrer Lust. Ich grinste in mich rein und öffnete meine Bürotür. Ich knallte sie zu und sah zu Mary, die am Kopierer stand und etwas ausdruckte. »Ms. Nelson?« fragte ich und stellte mich zu ihr. »Mr. King.« sie sah zu mir auf und wartete auf meine Frage. »Ich habe eine persönliche Frage an sie.« gab ich zu.

»Ja?« sie hob eine Augenbraue und schien verwundert über meine Offenheit. »Ich habe da ein Problem mit einer Frau.« ich schaute sie währenddessen an und erkannte ein kleines Grinsen. »Hm.« murmelte sie. »Sie will nichts von mir.« für mich war es eine wirklich ernste Situation, doch Mary lachte leise und schien sich darüber lustig zu machen. »Das ist ja mal was ganz neues.« sie nahm die Blätter aus dem Kopierer und sah wieder zu mir auf. »Sie sagt, dass ich ein Arschloch bin und Frauen ausnutze.« erklärte ich weiter und überkreuzte meine Arme. »Ist es denn so?« ich schüttelte meinen Kopf und zischte leise. »sie wollen ihre Aufmerksamkeit, um mit ihr zu schlafen?« fragte sie nach und wusste wohl ganz genau was momentan ab ging. »Richtig« gab ich ihr recht.

»Dann sind sie ein Arschloch.« sie legte ihren Kopf schief, wobei ihre wilden Locken zur Seite glitten. »Moment mal. Nein!« protestierte ich, doch sah wie sie mit dem Kopf nickte. »Ist es die Frau, die aus deinem Büro gestürmt kam?« sie blickte durch die Blätter, um zu gucken ob alles richtig kopiert wurde und schaute zufrieden aus. »Ja.« seufzte ich. »Tut mir leid, aber da kann ich ihnen nicht helfen.« entschuldigte sie sich und verschwand in ihrem Büro. Ich schnaubte beleidigt und ging zum Aufzug. Dann musste ich mir halt alleine etwas einfallen lassen.

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