Kapitel 47.

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𝖣𝖾𝗋 𝖬𝗈𝗋𝗀𝖾𝗇 𝖽𝖺𝗇𝖺𝖼𝗁

Müde kuschelte ich mich an den warmen Körper neben mir. Ich lag mit meinem Kopf auf seiner Brust und hatte ein Bein, um seinen Körper geschlungen, wobei er einen Arm um mich gelegt hatte. Jasper schlief noch, weshalb ich mich vorsichtig löste und mich aufsetzte. Ich dachte, mit einem leichten Lächeln an die letzte Nacht zurück und erhob mich. Wenn ich so jeden Morgen mit ihm aufwachen-. Ich stoppte mich selbst in meinen Gedanken und schüttelte meinen Kopf. Ich nahm mir sein Hemd und zog es über meinen nackten Körper. Mit leisen Schritten ging ich in dem Hotelzimmer umher und sah mir alles genau an. Es war modern und auf eine andere Art schön, obwohl ich gerne auf älteres stand. In der Küche, setzte ich die Kaffeemaschine an und ließ mich auf einen der Höcker nieder. Nachdenklich biss ich mir auf meine Unterlippe und konzentrierte mich auf das leise Brummen der Maschine. Ich konnte nicht glauben, dass ich eine zweite Nacht mit ihm verbracht hatte. Eine Nacht die mehr als nur eine Nacht war. Es war heiß, lustvoll und irgendwie liebevoll. Zärtlich. Mein Lächeln wurde größer und ein deutliches Kribbeln bildete sich in meinem Bauch. Die Tür des Hotelzimmers öffnete sich, weshalb ich erschrocken zusammen zuckte. »Ihr Frühstück Mr. King.« eine junge Frau kam ins Zimmer, aber stoppte als sie mich erblickte. »Oh, entschuldigen sie.« sie stellte das Essen, samt Zeitung vor die Theke. Alles stand auf einem kleinen Wagen, von dem sie alles runter, auf die Theke stellte und mit einem verlegenen Lächeln aus dem Zimmer verschwand. Die Röte traf erst in meine Wangen als die Frau die Tür geschlossen hatte. Was sie wohl dachte?  Eine weitere Dumme, die sich von Mr. King verführen ließ. Ich seufzte leise und nahm mir die Zeitung zur Hand, weil ich warten wollte bis Jasper hier her kam, um zu essen. Meine Augen huschten über das Titelblatt, auf dem -. Auf dem ich abgebildet war. Zusammen mit Jasper. Eine neue Schlagzeile und neue Gerüchte. Verzweifelt pustete ich meine Luft aus und strich mir durch mein Haar. Ich wollte nicht zusammen mit Jasper in der Öffentlichkeit gesichtet werden. Zudem wollte ich auch nicht in der Zeitung landen und mir Sachen durch lesen müssen, die mich in alle Richtungen beleidigten. Ich konnte mich ja noch nicht einmal verteidigen. Meine Hand legte sich vor meinen Mund und mein Atem verschnellerte sich. Meine Mutter würde vermutlich so schnell wie es ging wieder anrufen und mich anschreien. Ihr gefiel es genauso wenig wie mir, dass ich zusammen mit Jasper in der Zeitung stand. Sie stellten mich schon nicht mehr als betthäschen da, sondern als seine heimliche Geliebte und das nur, weil Jasper noch nie zweimal mit der selben Frau gesehen wurde.

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