20 |Ein komisches Gefühl

4.8K 156 7
                                        

Jasper

Mein Bruder und ich bestellten uns noch zwei Scotch und lehnten uns in die dunkelrote Ledercouch zurück. »Und Sarah hat echt nichts dagegen?« fragte ich ihn und bezweifelte, dass seine Frau wusste, dass er hier um Club war. Er grummelte und verriet mir so, dass sie noch immer Streit hatten. Mich interessierte das nicht wirklich, aber trotzdem mochte ich es nicht meinen Bruder so zusehen. »So schlimm?« ich zog meine Augenbrauen zusammen und bekam ein Nicken als Antwort.

Das war auch das Ende dieser Unterhaltung,
da ich ehrlich gesagt nichts über Sarah wissen wollte. Sie war krank, das Wissen reichte mir. Ich nahm den Scotch in meine Hand und legte meine Lippen an das Glas, wobei mein Blick an einem blonden Engel hängen blieb.

Ann.

Meine Augenbrauen hoben sich und mein Körper lehnte sich vor. Das Glas Scotch knallte auf den Glastisch auf.

Sie tanzte.
Mit einem Mann.

Ein Husten entkam meinen Lippen und meine Augenbrauen zogen sich krampfhaft zusammen, was meinem Bruder auf Ann aufmerksam machte. »Das ist also die Kleine?« fragte er und grinste breit. »Sie lässt so einen an sich ran, aber mich nicht?« zischte ich sauer und bemerkte eine ungewohnte Wut, die durch meinen Körper glitt. »Oh, sie kann dich wütend machen. Das ist interessant, Bruderherz.« gab Casper dazu und grinste noch breiter als zuvor. »Halt die fresse.« ich stand auf und ging die Treppe herab, um auf die Tanzfläche zu gelangen.

Maja verschwand zur Bar, was ich als meine Chance sah. Ich stellte mich vor Ann, die heute einfach nur umwerfend aussah. Ihr Blick glitt in meinen und der Mann hinter ihr zog sie näher an sich ran. Ich warf ihm einen Blick zu, damit er wusste, dass er verschwinden sollte, was er tatsächlich auch tat. Die Kings hatten halt, vor allem in diesem Club, einen Ruf.

Meine Hände platzierten sich auf ihrer Taille und mit einem Ruck zog ich sie an meinen Körper. »Was soll das?« zischte sie in mein Ohr und brachte mich zum Grinsen. »Du siehst gut aus« raunte ich ihr zu und strich mit einer Hand weiter runter. »Ich weiß.« sie wollte sich lösen, doch ich presste sie enger an mich. »Sogar betrunken verabscheue ich dich.« ihre Lippen berührten mein Ohr und das Grinsen auf meinen Lippen wurde größer. »Das kaufe ich dir nicht ab.« meine Hand legte sich auf ihren Arsch und meine andere Hand drückte sie eng an mich. Sie schwieg und musterte mein Gesicht. Vielleicht war dieser Abend ja doch noch zu retten.

Ich kam ihr näher und griff fester in ihren Po. »Wo bleiben deine Beleidigungen?« neckte ich sie und spürte ihren heißen Atem, der gegen meine Lippen prallte. Das hier war viel aufregender als den Sex, den ich sonst hatte. Es war spannender und reizte mich dazu über meine Grenzen zu gehen. Sie schüttelte ihren Kopf und wollte sich lösen, war aber durch den vielen Alkohol zugedröhnt. Ich wartete keine Sekunde mehr.

Ich wollte diese Lippen auf meinen spüren. Mit einem mal drückte ich meine Lippen auf ihre und fuhr mit meiner Hand unter ihr kurzes, weißes Kleid. Sanft strich ich über ihre weiche Haut und tanzte zugleich mit ihren vollen, weichen Lippen, die sich gegen meine bewegten und mir eine gewisse Zufriedenheit verschafften.

Ihr Körper drückte sich von ganz alleine gegen meinen, weshalb ich meine andere Hand zu ihrem weichen Haar gleiten ließ und in ihre goldigen Locken packte. Ich wollte sie so sehr. Ich wollte meine Lippen über ihren gesamten Körper gleiten lassen und ihr süßes Stöhnen hören. Sie sollte wegen mir kommen. Ich zog an ihrem Haar und küsste runter zu ihren Hals.

Aber heute wollte ich sie einfach nur daran erinnern, dass sie mich an sich ran gelassen hatte. Meine Lippen saugten sich hart an ihrem Hals fest und entlockten ihr so ein Stöhnen.

Tausendschön Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt