22 |Das Spiel beginnt

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»Haben Jasper und ich?-« ich schaute zu Maja, die auf die Karte starrte. »Ich weiß es nicht.« flüsterte sie und legte die Karte zurück. »Wenn doch, dann hast du richtig verkackt, Ann« sie sah zu mir auf und zog entschuldigend ihre Augenbrauen zusammen. »Er spielt« hauchte ich und lehnte mich an die Couch. »Wieso spiele ich nicht einfach mit?« ich grinste. »Ann das ist keine gute Idee.« Maja schüttelte ihren Kopf, doch meine Entscheidung stand fest.

Jasper King wollte Krieg und wenn er den wollte, dann sollte er ihn auch bekommen.

»Oh Jasper, du hast so verkackt.« ich stand auf und ging in mein Schlafzimmer. Heute sollte ich den Herren mal besuchen und mit meinen Körper, den er nebenbei gesagt nicht einmal anfassen durfte, spielen. Das wollte er doch. Er spielte mit mir und jetzt war meine Zeit gekommen. Jetzt sollte ich mit ihm spielen, damit das alles endete und ich mein ganz normales, langweiliges Leben wieder bekam.

Normalerweise provozierte ich nicht gerne. Ganz und garnicht. Vorallem dann nicht, wenn es um körperliches ging. Ich wusste, dass mein Körper gut gebaut war, aber ich mochte es nicht ihn zu präsentieren. Gestern war es eine Ausnahme gewesen, aber heute machte ich es nur wegen Jasper, damit er wusste wie es war, verarscht zu werden. Ich nahm mir einen engen Lederrock, den ich mir gekauft hatte, weil Maja es unbedingt wollte und ein T-Shirt mit geschnürten Ausschnitt, indem meine Brüste gut aussehen würden.

Ich wollte nicht Grinsen, weil es dann hieß, dass es mir gefiel, aber das Grinsen kam von ganz alleine auf meine Lippen. Ich zog mir die Jogginghose aus und schlüpfte in den Lederrock, der sich um meine Taille schmiegte und meine Figur zur Geltung brachte. Das geschürte T-Shirt streifte ich mir über und machte nebenbei mein blondes Haare zu einem strengen Zopf. Meine Lippen überschminkte ich mit einem tiefen rot und meine Augen brachte ich mit Mascara hervor.

»Sehe ich zu Nuttig aus?« Ich sah zu Maja, die heftig mit ihrem Kopf schüttelte. »Du siehst echt heiß aus.« sie lachte und reichte mir mein Handy und mein Portmonee. »Ich finde die Idee zwar echt nicht gut, aber jetzt wo du es dir eh schon eingeredet hast; zeig ihm wer der wirkliche Boss ist.« sie grinste breit und schmiss mir noch den Haustürschlüssel zu, bevor ich im Wohnzimmer verschwand.

Ich nahm das Paket an mich, da ich seine Geschenke nunmal nicht annahm und tat noch die Tüte mit dem Haarband dazu. Mit beidem verschwand ich aus meiner Wohnung und ging nach unten, auf die Straße. Dann lasst die Spiele beginnen.

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