Kapitel 66

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*Samu*

Wie heute Morgen würde ich gerne immer erwachen. Haut auf Haut, mein Engel schlummert selig in meinem Arm. Ihr Atem kitzelt leicht an meiner Brust, an welche sie sich kuschelt. Ich fühle mich einfach glücklich und voller Energie. Was diese Frau immer wieder mit mir anstellt ist unglaublich, so wie der Sex gestern Abend. Er war sanft und doch sehr intensiv. Langsam sollten wir aufstehen, in einer Stunde haben wir mit den Anderen abgemacht. Wie es aussieht, hat Karina vergessen den Wecker zu stellen, was höchst selten passiert. Sie war wohl immer noch in unserem Wonderland, als sie eingeschlafen ist.

Ich rutsche ein wenig runter, dass ich ihr einen Kuss auf ihre Lippen hauchen kann. Bekomme nur ein leises Grummeln von ihr, normalerweise bin ich eher der Morgengrummler. Wenn das nichts nützt, muss ich zu anderen Mitteln greifen. Ich küsse sie dieses Mal etwas leidenschaftlicher, eine Hand lasse ich über ihre Seite auf und ab gleiten. Verschlafen öffnet sie ihre bezaubernden Augen, lächelt mich an „Guten Morgen mein Schatz, kannst du mich immer so wecken. Das ist viel besser als dieser blöde Wecker.“

Ihre Worte entlocken mir ein leises Lächeln „Guten Morgen mein Engel. Das würde ich sehr gerne machen, wäre mir auch lieber als alleine im Bett zu erwachen.“

Sie kuschelt sich eng an mich, verteilt leichte küsse auf meiner Brust. Es kostet mich Überwindung jetzt nicht weiter zu gehen „So gerne ich das auch will, aber wir sollten aufstehen, treffen uns bald mit den Anderen. Wir können gemeinsam duschen, wie wäre der Vorschlag?“

Ohne eine Antwort zu geben löst sie sich von mir und steht auf. Ich sehe ihr hinterher, was für ein Anblick. Im Türrahmen bleibt sie stehen und sagt grinsend zu mir „Kommst du mit duschen, oder willst du mir nur hinterherstarren?“

Schneller als sie gucken kann, bin ich bei ihr, hebe sie hoch und lege sie über meine Schulter. Sie lacht auf, ohne grosse Gegenwehr lässt sie sich von mir ins Bad tragen. Mit ihr zusammen stelle ich mich unter die Dusche, jetzt kommt Leben in sie, lachend sagt sie „Wage es nicht nur kaltes Wasser einzustellen!“

„Weist du ein alter Mann wie ich hört manchmal schlecht, was hast du gesagt?“, sage ich ihr, während ich das kalte Wasser einstelle. Karina quietscht auf und zappelt auf meinen Schultern, bevor wir hier einen Unfall bauen, lasse ich sie lachend aber vorsichtig von mir runter gleiten. Sie versucht mich böse anzuschauen, kann sich ihr Lachen allerdings nicht verkneifen. Nun stellt sie das Wasser wärmer ein, was wesentlich angenehmer ist. Während wir duschen, können wir unsere Finger doch nicht ganz bei uns behalten.

Jetzt sitzen wir beim Frühstück, müssen uns beeilen, da es vorhin ein wenig länger als geplant gedauert hat. Rasch ein Abstecher ins Bad, dann kann es losgehen. Wir nehmen die Strassenbahn, nach etwa zehn Minuten sind wir beim abgemachten Treffpunkt. Dort begrüssen wir Riku und die Mädels, da es einen kleinen Weihnachtsmarkt in der Nähe gibt, entscheiden wir uns erst einmal dorthin zu gehen. An einem schön dekorierten Stand, genehmigen wir uns alle einen Glühwein. Das tut gut in dieser Kälte, es liegt zwar kein Schnee ist aber bitterkalt.

Nach der zweiten Tasse, sind die Mädels leicht angeheitert. Riku und ich würden denke ich noch einige Tassen vertragen. Aber wir entscheiden uns weiter zu gehen, mein Engel sieht bezaubernd aus mit ihren geröteten Wangen. Ich lege meinen Arm um sie, während sich Stephanie und Lara bei Riku unterhacken, er grinst dabei wie ein Schneekönig. Wir haben uns mit Mütze und Schal gut eingepackt, so wurden wir bis jetzt zum Glück noch nicht erkannt.

Als wir an einer Eisbahn vorbei laufen, grinsen wir Jungs uns nur an, sozusagen zwei Doofe ein Gedanke. Wir fragen die Mädels „Wollen wir Eislaufen gehen?“

Zustimmendes Lächeln und Nicken ist die Antwort. Wir holen uns alle Schlittschuhe und betreten gleich darauf das Eis. Dann wollen wir mal sehen, wie gut die Frauen laufen können. Riku und ich sehen uns verschwörerisch an, gleichzeitig klauen wir die Mützen der Drei und sprinten davon. Zuerst stehen sie verdutzt da, dann wird die Verfolgung aufgenommen. Karina folgt mir, Stephanie und Lara Riku, da er ihre beiden Mützen hat. Leichtfüssig schlängle ich mich durch die anderen Eisläufer, Karina ist mir dicht auf den Versen, sie ist verdammt schnell.

Sie hat mich fast eingeholt, da reisse ich einen Stopp, sie bekommt mich nicht richtig zu fassen und verliert ihr Gleichgewicht. Im letzten Augenblick kann ich sie auffangen, bevor sie auf das harte Eis knallt. Das war knapp, ich ziehe sie zu mir hoch, stelle sie wieder sicher auf ihre Beine „Entschuldigung mein Engel, das wollte ich nicht. Alles in Ordnung, oder hast du dir wehgetan?“

Karina lächelt mich an „Nein ich habe mich nicht verletzt. Danke das du mich aufgefangen hast mein holder Prinz.“

„War mir ein Vergnügen holde Prinzessin. Darf ich eure Hoheit küssen?“, frage ich sie lächelnd. Sie kichert und schon liegen ihre warmen Lippen auf meinen, ihre kalte Nase stupst mich leicht an. Wir vergessen völlig wo wir uns befinden, bis wir Riku scherzend rufen hören „Sucht euch ein Zimmer ihr Zwei, dass ist kaum auszuhalten.“

Wir müssen lachen, ich ziehe meinem Engel ihr Mütze wieder über, nicht dass sie zu frieren beginnt. Da wir alle Hunger vom Laufen bekommen haben, ziehen wir unsere Schuhe wieder an und gehen in ein Restaurant. Wir lassen es uns gut gehen, am Nachmittag machen wir die Läden unsicher und gehen Shoppen. Es wird viel gelacht, wir haben eine Menge Spass. Die Zeit vergeht leider viel zu schnell, nach dem gemeinsamen Abendessen, fängt das grosse Verabschieden an. Riku, Stephanie und Lara haben einen frühen Flug am nächsten Morgen gebucht und gehen heute bei Zeiten ins Bett.

Nun sind mein Engel und ich wieder alleine, da wir erledigt vom heutigen Tag sind, gehen wir ebenfalls nach Hause. Ausser Kuscheln und nichts tun läuft heute nicht mehr viel. Wir gehen bald ins Bett, mit Karina im Arm gleite ich schnell ins Land der Träume ab.

You're an angel not asking who I'amWo Geschichten leben. Entdecke jetzt