Alastair und Edwin schnauften. Ihre Lungen suchten verzweifelt nach Luft. Die Muskeln fühlten sich schlapp. Alastair fiel es schwer sein Schwert zu schwingen. Er blickte zu Edwin. Sein Hemd war rot. Er verlor sehr viel Blut. Die Wunde schien sein rechter Arm zu paralysieren. Sie waren umzingelt von Tatriker und Malefis. Die stinkende Säure der Tatriker vergiftete die Luft. Es war unmöglich richtig einzuatmen. Je mehr man den Gestank einatmete, umso mehr brannten die Lungen. Die Malefis versuchten ihn und Edwin zu trennen. Jedoch Edwin erschwerte ihnen die Sache in dem er jedes Mal an Alastair kleben blieb. „Alastair", flüsterte Edwin seinem Partner und verfolgte mit den Augen die schwebenden Büchern. Lily hat sie vor den Büchern gewarnt. „Zayn ist dabei wieder das Zeichen zu malen."
„Wir müssen ihn angreifen...direkt.", keuchte Alastair.
„Ich halte dir den Rücken frei. Dein Ziel ist Zayn, alles andere lass meine Sorge sein.", klopfte Edwin ihm auf der Schulter. Edwin atmete tief ein und konzentrierte sich. Es war nun die Zeit zu zeigen, was sein Vater ihm alles beigebracht hatte.
Die Magie des Windes.
Edwin ignorierte den pochenden Schmerz und hob seine Arme hoch. Um sie herum wehte eine leichte Brise. „Woher kommt diese Brise?", wunderte sich Zayn und schaute auf Edwin. Der junge Mann konnte unmöglich den Wind bändigen! Edwin bemerkte Zayns Verwunderung und musste grinsen. Für Überraschungen war er immer die Person. Die Brise wurde stärker und verwandelte sich zu einem Wirbelsturm. Das Dach wurde weg gerissen. Die Bücher flogen in den Tornado. Alastair atmete erleichtert. Der brennender Geruch von Säure verschwand und sein Weg war auch frei, denn die Malefis und Tatriker hielten dem starken Wind nicht stand. Sie wurden in der Luft gewirbelt. Alastair nutzte seine eigene Magie, um dem Wind zu widerstehen. Er sprintete zu Zayn. In seinem Kopf hörte er Zoras Satz. „Du musst die innere Magiequelle finden."
Alastair konzentrierte sich und versuchte die schwarze Magie aufzuspüren. Plötzlich bemerkte er wie seine Augen kurz schmerzten. Er kniff kurz sie zusammen. Als er sie wieder aufmachte, verschwand der Schmerz und er sah Zayn. Aber in einer anderen Weise. Zayn war blau und genau wo sein Bauch war, brannte eine schwarze Flamme. Jedoch sie bewegte sich. Sie blieb nie im selben Ort stehen. Einmal war sie in seinen Beinen, dann wieder in seinem Brustkorb und jetzt in seinen Armen. Es musste die Quelle der schwarzen Magie sein.
Unerwartet tauchten zwei leuchtende Augen in der schwarzen Flamme. Erschreckt, blieb Alastair stehen. Zayn verschwand plötzlich. Wo ist er hin? Und was waren diese Augen gerade?
„Alastair! Hinter dir!", rief Edwin. Alastair drehte sich um und fand Zayn vor ihm stehen. Seine Hände hielten jeweils rote Flammen. Edwin beschwor ein weiterer Windsturm genau neben Zayn. „Nicht schon wieder!", fluchte Zayn, der nach hinten gezogen wurde. Edwin zog Alastair zur Seite. „Du nervst mich Solaris!", sprach Zayn giftig den Namen seines Gegners aus.
„Du musst ihn töten!"
„Ich weiß!"
„Dann auf was wartest du! Er steht uns im weg. Wir brauchen nur noch die Mondmagie und dann werden wir die allmächtigen Herrscher dieses Planeten sein."
Zayn stimmte zu und beschwor endlich das Auge des Dämonenkönig. Ein Ritual, das seit langem verboten war. Die Blätter der Bücher schwebten genau über Edwins und Alastairs Köpfe. „Es ist vorbei!", lachte Zayn. Das Zeichen wurde nun in lila sichtbar. Ohne viel nach zu denken fegte Edwin mit seinem Wind auf die andere Seite der Bibliothek. Er war nun alleine gefangen im Auge des Dämonen. Er konnte sich nicht bewegen. Er spürte wie seine Magie schwächer wurde. Seine Beine und Hände wurden knochiger und seine Haut wurde innerhalb einer Minute trocken und mit Falten übersehen. „Was passiert hier?", fragte er entsetzt.
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Die letzte Wahrsagerin
Fantasy„Meine lieben Kinder. Wenn ihr diese Nachricht seht, heißt es dass mir etwas zugestoßen ist. Ich weiß, dass ich mich immer auf euch zählen kann. Vorallem du Alastair. Du bist der älteste in der Familie. Pass auf Alexis und Amyntas gut auf. Nun komme...
