Sie fühlte, dass de Warenne langsam tiefer atmete und es schien, als wäre er eingeschlafen. Isabella löste sich aus der Umarmung. Etwas Blut klebte zwischen ihren Schenkeln und sie wusch es sich an der Waschschüssel weg. Als sie sich umdrehte, sah sie, dass die Bandagen von Alexander voller Blut waren. Sie nahm neue Leinen und ging damit zum Bett. Sie löste vorsichtig die Beschmutzten und band mit einer speziellen Kräutersalbe die frischen Leinen um seine Wunde. Er bemerkte davon nichts. Sie blieb neben ihm sitzen und betrachtete sein wunderschö-nes Gesicht. Feine Bartstoppeln waren an Wange und Kinn zu sehen. Es klopfte. Isabella erschrak, wer wollte zu dieser Stunde noch zu Alexander de Warenne?! Hastig sammelte sie ihre Kleider zusammen und schlüpfte hinein, als es noch einmal klopfte und der Türknauf gedrückt wurde. Es war abgeschlossen!
„Welch Glück" japste Isabella. Durch das Klopfen erwachte nun auch Alexander. Er blickte von ihr, die mit ihrem Mieder zu kämpfen hatte, zur Tür. Er stand sofort auf, schloss ihr Mieder und zog sich rasch an. Mit dem Schlüssel öffnete er die Tür. Thomas trat ein und war überrascht sie beiden hier zu sehen
„Ich wollte nur nach dir sehen" sagte Thomas „nachdem ich versetzt wurde" und er blickte Isabella an „dachte ich, ich könnte dir ein wenig Gesellschaft leisten". Er schmunzelte „doch ich sehe, du hast bereits Gesellschaft und wenn ich sagen darf ziemlich nette. Störe ich... vielleicht?" fragte er völlig unbekümmert. Isabella und Alexander antworteten gleichzeitig, sie mit
„Nein" und Alexander mit
„Ja". Verblüfft blickte er von einem zum andern. Isabella wusste nicht, wie sie reagieren sollte und ergriff die Flucht
„Gute Nacht Mylord, Mister Jackson" sie hastete zur Tür. Doch de Warenne war schneller und presste die Tür zu. Thomas begann nun zu lachen
„Meine Güte, ihr solltet euch sehen!" Er schritt ebenfalls zur Tür und trat neben sie „Ihr... ach ich lass euch beide wieder alleine. Gute Nacht" und mit einem breiten Grinsen ging er aus dem Gemach von Alexander. Mit pochendem Herzen sah sie Alexander an.
„Rose du kannst nicht einfach gehen. Wir müssen uns unterhalten..." Alexander blickte sie mit seinen warmen Augen an und sie gehorchte. Er deutete zum Bett. Als sie sich niedergesetzt hatte, sagte er „Warum und wieso hast du mich belogen?!" fragte Alexander und stand vor sie. Isabella wusste nicht genau, wie sie reagieren sollte und erwiderte
„Ich habe euch nie belogen Mylord" seufzte sie.
„Nenn mich Alec oder Alexander... verdammt... aber du warst so!" er stammelte vor sich hin. Ihm schienen die Worte zu fehlen. Deshalb ergriff Isabella das Wort
„Ihr... du hast mich nie gefragt, ob ich... nun ja noch Jungfrau bin. Also habe ich nicht gelogen" versuchte sie sich zu verteidigen. Er riss seine Augen auf und starrte sie an
„Aber du hast es mir auch nicht anvertraut!" meinte er frustriert und ging vor dem Bett auf und ab. „Ich weiss nicht, was ich mit dir tun soll". Er lief weiter auf und ab „ich habe dich geschändet und nun kann dich kein ehrenwerter Mann mehr zur Frau nehmen... es sei denn" er hielt plötzlich inne. „Es sei denn, ich kann dich mit einem Mann verheiraten, dem dies nicht so wichtig ist...". Nun war es an Isabella aufzustehen. Er wollte sie verheiraten?! War er verrückt?!
„Wie bitte? Ihr könnt mich nicht verheiraten! Das will ich nicht! Niemals, lieber... lieber sterbe ich, als dass ich mich verheiraten lasse" sagte sie trotzig. Alexander blickte sie an und seine Züge wurden weicher
„Denkst du, ich will das?! Doch wie kann ich die Schande, die ich dir zugefügt habe wieder ins reine bringen?" Isabella verschränkte ihre Arme vor der Brust
„Nun erstens, hättest du dir das vorher überlegen sollen und zweitens, treffe ich meine eigenen Entscheidungen. Ich werde doch nicht von einer Hölle in die nächste gehen, wo man mir vorschreibt was ich zu tun habe!" und da bemerkte sie, dass sie etwas zu viel preisgegeben hatte. Alexander blickte sie unablässig an. Er schritt auf sie zu und nahm ihr Gesicht in seine Hände
„Nie würde ich dir etwas vorschreiben... ich will nur nicht, dass du ein schlechtes Leben hast". Er senkte seinen Kopf und küsste ihre verkrampften Lippen. Bei der ersten Berührung schwand ihr Widerstand. Isabella fuhr mit ihren Fingern an seine Brust. Sie war warm und angenehm. Isabella liess ihre Finger umher kreisen und öffnete geschickt seine Knöpfe, bis das Hemd offenstand und sie sich an seine Brust lehnen konnte. Er hob sie auf sein Bett und sie legten sich hin. Er streifte sein Hemd ab und warf es achtlos zu Boden. Er öffnete wie zuvor geschickt ihre Hemden und betrachtete ihre Brüste. Ehrfürchtig strich er mit seinen Lippen über ihre Formen und schien das Gefühl zu geniessen. „Es tut mir leid... hätte ich es vorhin gewusst, ich wäre anders vorgegangen... sanfter... liebevoller" stöhnte er. Doch Isabella wollte so etwas nicht hören und entgegnete
„Du warst sanft... es hat mir gefallen". Sie sog scharf die Luft ein, als er mit seinem Mund wieder in die Richtung ihrer Schenkel ging „vor dem Schmerz hättest du mich auch anders nicht bewahren können". Er liess seinen Mund auf ihre Öffnung fahren und kostete jede einzelne Sekunde aus. Isabella fühlte, wie sich erneut ein Sturm in ihr anbahnte und er verstärkte ihre Lust damit noch, als er anfing sie mit seinem Finger zu befriedigen. Sie stöhnte auf und spürte ihren Körper krampfen. Lächelnd kam er nach oben und küsste sie liebevoll. Er neckte sie mit seiner Zunge und schob sich sachte über sie. Isabella war feucht und heiss und ersehnte den Augenblick in dem sein Glied wieder an ihre Pforte trat. Doch er liess sich Zeit und beschäftigte sich mit ihren Lippen und Brüsten. Dann ganz sanft führte er ihre Schenkel auseinander und legte sich dazwischen. Vorsichtig gleitete er nach vorne, behielt ihre Augen aber immer im Blick. Dann spürte sie, bevor er sie berührte, dass er ganz nah war. Die Eichel spreizte ihre Weiblichkeit und glitt langsam hinein. Sie schnaubte und schloss ihre Augen. Er bewegte sich sanft und fing an ihren Hals mit Küssen zu bedecken. Seine Bewegungen waren locker und geschmeidig. Sie begann sich in seinem Rhythmus mit zu bewegen und fühlte seine Männlichkeit noch härter werden. Ihre Hände glitten über seine starke Brust und fuhren hinunter zu seinem Bauch. Dort legte sie ihre warmen Hände auf seine Hüften. Sie folgte ihm und hielt sich daran fest. Als seine Gleitbewegungen schneller und härter wurden, griff sie stärker zu und zwang ihn sich mehr an ihr zu reiben. Sie verlor ihren Verstand und spürte ein Donnern durch ihren Körper zucken. Er zögerte ihren Höhenpunkt hinaus und dann spürte Isabella nach kurzer Spannung, wie er ebenfalls seiner Erlösung entgegenfieberte und in ihr kam. Er zog sie wieder in seine Arme und beide lagen erschöpft in den Laken.
In dieser Nacht wiederholten sie ihr Liebesspiel mehrere Male. Dazwischen lagen sie sich in den Armen und streichelten sich zärtlich. Isabella wusste von Stunde zu Stunde, dass sie immer mehr verloren war. Kurz vor der Morgendämmerung glitten beide in einen seligen Schlaf. Darum bemerkten sie nicht, wie kurz nach der Morgenröte sich eine weibliche Hand an der Tür zu schaffen machte und erstaunt war, dass sie die Tür offen entdeckte. Die Frau schlüpfte in das dämmrige Zimmer und schlich sich zum Bett. Was sie allerdings vorfand, trieb dem lieblichen Geschöpf die Zornesröte ins Gesicht. Sie verharrte lange und überlegte fieberhaft was sie tun könnte. Das Weibsbild zu ersticken war nicht möglich, sie lag zu dicht an Alexander de Warenne. Als sie so vor diesem Bett stand und sich allerlei Boshaftes überlegte, blitzte ein Gedanke durch ihren Kopf. Dieser eine Gedanke hielt sie fest und veranlasste sie, trotz dieser ekelhaften Entdeckung, zu lächeln. Sie verschwand lautlos aus dem Gemach des Erben und entschwand im Gang.
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Schottisches Feuer und englische Anmut - Band 1
Historical FictionEngland im Umbruch. Der junge König Henry VIII hat nicht das Geschick und das gute Herz seines Vaters geerbt. Er will Krieg und Schottland endlich unter englischer Herrschaft wissen. In diesen Sog gerät der kampferfahrene Alexander de Warenne, Lord...
