Annabeth
Percy und Annabeth verloren keine Zeit und liefen Nico schnell hinterher. Hundert Meter weiter hatte sich eine Menschentraube gebildet, die jedoch bereitwillig Platz machte, um die Beiden durchzulassen. In der Mitte lag Rachel mit geschlossenen Augen auf dem Boden, Will kniete mit besorgter Miene neben ihr und tastete an ihrem linken Handgelenk nach dem Puls.
„Was ist passiert?", wollte Percy wissen und beugte sich ein wenig vor. Sein Griff um Annabeths Hand verstärkte sich ein wenig.
Will sah angespannt auf. „Ich weiß es nicht. Im einen Moment war noch alles gut, aber dann sie einfach ohnmächtig geworden.", teilte er mit.
Plötzlich war ein Stöhnen zu hören. Annabeths Augen huschten zu Rachel, die in diesem Moment blinzelte und ein bisschen verwirrt nach oben blickte. „Was ist passiert?", nuschelte sie.
Will half ihr, sich aufzusetzen. „Du bist ohnmächtig geworden."
„Echt jetzt?", Rachel hielt sich die Stirn. „Das ist lange nicht mehr passiert."
Ihre Worte waren nur halb im Scherz gemeint. Früher war so etwas des Öfteren passiert, vor allem, wenn sie eine Weissagung prophezeit hatte.
„Geht es dir gut? Schwindel, Kopfschmerzen, Sehstörungen?", fragte Will.
„Nein, mir geht es gut. Wirklich.", erwiderte Rachel. „Hilf mir mal auf, bitte."
Percy eilte sofort an ihre Seite, nahm ihre ausgetreckte Hand entgegen und half ihr dabei, aufzustehen. Rachel klopfte sich den Staub von der Jeans.
Dann erstarrte sie plötzlich. Sie krümmte sich zusammen, stieß einen spitzen Schrei aus und schlang ihre Arme um den Oberkörper.
„Rachel!", rief Percy und wollte ihr schon zu Hilfe eilen, doch Annabeth reagierte blitzschnell und packte seinen Oberarm. „Nicht!"
Jetzt sah auch Percy, was Annabeth schon den Bruchteil einer Sekunde früher bemerkt hatte. Eine grünlich leuchtende Aura umgab Rachel, als sie sich aufrichtete, leuchteten ihre Augen in einem giftigen Grün. Nebel umwaberte sie, sie schien nicht mehr sie selbst zu sein.
Als sie den Mund öffnete und sprach, hörte er sich an, als würden drei uralte Stimmen gleichzeitig sprechen:
Drei Helden, wie zu Beginn
Ohne einem Weg, vor dem Schicksal zu fliehn'
Der Sohn des Meeres, mit seinem schlimmsten Feind muss sich messen,
Auf der Suche er findet, was lang' galt vergessen
Gespannt lauschte Annabeth ihren Worten. Wie erstarrt stand sie. Sie wusste nicht, wie oft sie Rachel gefragt hatte, ob sie die Zukunft hatte sehen können, während Percy in der Vergangenheit gewesen war. Jedes Mal war die Antwort ein entschiedenes Nein gewesen. Doch nun war er wieder da und Rachel konnte wieder weissagen. Vermutlich hing es damit zusammen, dass Percy, so lange er in der Vergangenheit gewesen war, die Gegenwart verändert hatte und somit ein Blick in die Zukunft unmöglich gewesen war.
Jetzt nicht mehr. Und vor allem wurde Annabeth mit einem Schlag klar, dass die Prophezeiung von Percy handelte.
Der Sohn des Meeres, mit seinem schlimmsten Feind muss sich messen.
Damit mussten Percy und Pontos gemeint sein. Wenn Annabeth daran dachte, wie mächtig Pontos bei diesem Angriff auf das Camp gewirkt hatte wurde ihr kalt. Und dann war da noch die Zeile, die besagte, dass es keinen Weg gab, um vor dem Schicksal zu fliehen. Auch das klang alles andere als gut.
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Die Waffe der Meere
FanfictionPercy hat es geschafft- er ist aus der Vergangenheit zurück. Doch viel Zeit zum Erholen bleibt ihm nicht, denn die Zeit drängt. Die Halbgötter müssen versuchen, Bethanys geheimnisvolle Hinweise zu entschlüsseln und das Versteck des Dolches finden. L...
