KAPITEL VII

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Percy 

Percy, Nico und Lisa erreichten den Speisepavillon und ließen sich dort am Tisch der Großen Drei nieder, nachdem sie sie sich ein paar der magischen Teller besorgt hatten. Percy spürte, wie sich sein Magen zusammenzog und hörte, wie er ein lautes Knurren von sich gab.

„Blaue Pancakes.", befahl er leise und augenblicklich erschien vor ihm auf dem Teller ein schier riesiger Stapel Pancakes, von denen Sirup tropfte. Danach bestellte er noch blaue Cola, die sofort im magischen Becher sprudelte. Mit einem zufriedenen Grinsen nahm Percy das Besteck in die Hand und vergaß sogar kurzzeitig den Schreck, den ihm Lisa mit ihrem plötzlichen Erscheinen eingejagt hatte.

Ihm Gegensatz zu ihm aßen die beiden anderen Halbgötter nichts, sondern tranken nur etwas. Percy ließ sich davon nicht stören. Er sah zu Lisa.

„Soll ich anfangen, oder willst du?", fragte er und schob sich eine weitere Gabel in den Mund.

„Ich denke, ich sollte anfangen.", gab Lisa zurück. Ein schmerzlicher Ausdruck huschte über ihr Gesicht. „Du weißt, dass ich in Scott verliebt war, oder?", Percy nickte. „Eigentlich ist es ganz einfach. Nach seinem Tod wollte ich nicht mehr im Camp bleiben, alles dort hat mich an ihn erinnert. Ich konnte mir auch nicht mehr vorstellen, mich jemals in irgendjemand anderen zu verlieben. Also habe ich mich den Jägerinnen der Artemis angeschlossen.", erzählte die Tochter der Athene knapp.

„Lisa-...", begann Percy, brach jedoch gleich wieder ab. Er wusste, dass der richtige Moment gekommen war, um ihr zu erzählen, dass Scott sie ebenfalls geliebt hatte. Über ein Jahrhundert hatte sie in Ungewissheit gelebt, es war an der Zeit, dass er das beendete. Aber es fiel ihm schwerer, als er zuerst angenommen hatte. Irgendwie wollten die Worte, die er sich zurechtgelegt hatte, nicht aus seinem Mund kommen. Er versuchte es erneut. „Lisa, ich weiß, dass es deinen Verlust nicht wieder gut macht, nichts könnte das. Aber bevor wir damals angegriffen wurden... ich war mit Scott im Wald beim Wachdienst und wir haben über dich gesprochen. Er-... er wollte mit dir reden. Er wollte dich ansprechen und herausfinden, ob ihr eine Chance habt. Er hat dich geliebt."

Lisas Blick ging in die Leere, als würde sie sich an eine längst vergangene Zeit erinnern. Eine einsame Träne rollte über ihre Wange. Nach ein paar Sekunden wischte sie diese schnell weg und lächelte schmerzerfüllt.

„Du hast Recht, das macht nichts wieder gut. Aber ich bin trotzdem dankbar, dass du das gesagt hast. Jetzt ist zumindest diese Ungewissheit weg und vielleicht kann ich endlich damit abschließen.", murmelte sie.

Gerade wollte Percy erneut einen Bissen zu sich nehmen, da frischte der Wind auf. Sanft fuhr er durch die Bäume und brachte den salzigen Geruch nach Meer mit sich. Er atmete tief ein, doch etwas stimmte nicht. Percy ließ die Hand, in der er die Gabel hielt, sinken. Auf seinen Armen breitete sich eine Gänsehaut aus und eine Welle der Feindseligkeit überspülte ihn. Er tastete nach Springflut.

„Irgendetwas stimmt hier nicht.", sagte er und sah sich um. Nicos Gesicht verdunkelte sich, auch er hatte die Veränderung gespürt. Percy stand auf, in seiner Hand wuchs der Kugelschreiber und wurde schwerer, bis er sein 90cm langes Schwert aus himmlischer Bronze in der Hand hielt. Das Gewicht war ungewohnt, es kam ihm schwerer vor, als normalerweise.

Neben ihm zog Nico sein Schwert aus stygischem Eisen und auf Lisas Rücken tauchte aus dem Nichts ein Köcher mit silbernen Pfeilen auf, während in ihrer Hand ein Bogen erschien. Vorsichtig machte er ein paar Schritte vorwärts, aus dem Speisepavillon heraus. Auch die anderen Camper hatten es inzwischen gespürt. Die Luft wurde schwerer und schwül, die Luftfeuchtigkeit stieg um ein Vielfaches an. Im ersten Moment dachte Percy, dass es sich dabei um eine optische Täuschung handelte, Wassertröpfchen schienen in der Luft zu schweben und sich zu immer größeren Tropfen zusammenzuschließen. Doch dann wurde ihm klar, dass dies die Realität war. Irgendetwas, oder irgendjemand materialisierte sich aus dem Wasser.

Die Waffe der MeereGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt