Jason
Als er langsam wieder das Bewusstsein erlangte, brannte noch immer Jasons Gesichtshälfte unerträglich. Zuerst wusste er nicht, wo er war, was geschehen war. Doch langsam kamen seine Erinnerungen zurück und bevor er auch nur die Lage sondiert hatte, verfluchte er in Gedanken bereits Nico. Er hätte sich niemals dazu überreden lassen sollen, sich zu trennen.
Vorsichtig versuchte er, die Augen zu öffnen und kniff diese gleich darauf wieder zusammen, da er in die Sonne blickte. Jason spürte, dass er im Gras auf dem Boden lag, die Halme kitzelten in seinem Nacken.
Er wollte sich bewegen, doch das klappte nicht. Seine Schultern schmerzten und ihm fiel auf, dass seine Hände hinter seinem Rücken gefesselt waren. Fluchend wollte er sich auf die Seite drehen, um etwas anderes, als den Himmel zu sehen. Das funktionierte soweit, nur stellte er anschließend fest, dass er tiefer in der Scheiße saß, als zuerst angenommen.
Zehn Meter neben ihm plätscherte ein kleiner Bach, der auf der Karte nicht eingezeichnet gewesen war. Alles sah idyllisch aus, wären da nicht über ein Dutzend schwer bewaffneter Frauen gewesen.
Kriegerprinzessinnen, schoss es Jason durch den Kopf. Diese Beschreibung war wohl am treffendsten von allen. Alle hatten blasse Haut und dunkle Haare, manche sahen sich sogar wirklich ähnlich, als wären sie Geschwister. Keine sah wirklich alt aus, sondern eher zeitlos, wie mächtige Geschöpfe, die bereits viel überdauert hatten.
Und an jedem einzelnen Gesicht konnte Jason erkennen, dass sie ihm nicht freundlich gesinnt waren.
„Er ist wach.", ertönte eine Stimme, definitiv von seiner anderen Seite kam. Er wollte sich drehen, um diese andere Person zu sehen, doch bei seiner ersten Bewegung spürte er, wie jemand einen mit Stiefel in sein Kreuz drückte. So konnte er nur seinen Hals verdrehen und einen kurzen Blick nach oben werfen, es war eine weitere Kriegerprinzessin. Sie beugte sich zu ihm hinunter.
„Eine falsche Bewegung und ich schneide dir die Kehle durch, verstanden?", zischte sie ihm ins Ohr. „Du hast Glück, dass ich dich nicht schon lange umberacht habe, Halbblut!"
Jason zwang sich, zu nicken, obwohl sein Gehirn bereits an einer Lösung arbeitete. Leider fiel ihm momentan noch keine Fluchtmöglichkeit ein.
Drei weitere Kriegerprinzessinnen kamen auf ihn zu, er wünschte, er würde wissen, um was für Gestalten aus der Mythologie es sich bei ihnen handelte. Bisher hatte er keine Ahnung und er bezweifelte, dass es ihm irgendwer sagen würde.
Die in der Mitte war, Jasons Meinung nach, die Anführerin. Sie hatte diesen bestimmten Blick, ein bisschen befehlshaberisch und, als hätte sie die Situation gänzlich unter Kontrolle. Als wüsste sie am Besten von allen, was als Nächstes kam und als würde alles genau nach ihren Wünschen verlaufen.
Sie ging vor ihm in die Knie und lächelte furchteinflößend.
„Da ist uns aber ein fetter Fisch ins Netz gegangen.", säuselte sie und zwang Jason, sie anzusehen, in dem sie mit ihrer Hand sein Kinn anhob. „Viel Aushalten tust du ja nicht."
Sie sah schon beinahe belustigt aus und Jason erschauderte. Egal, was für eine Kreatur das vor ihm war, mit ihr war definitiv nicht zu scherzen. Der Blick in ihren Augen war vollkommen kalt.
Aber er sah nicht weg, obwohl er das am Liebsten getan hätte. Doch diese Blöße wollte er sich nicht geben.
Währenddessen fielen ihm die verblassten, aber dunkelblauen, wellenförmigen Muster auf, die sich über ihre Wangenknochen und die Schläfe nach oben zogen. Wie Tattoos, eigentlich sogar recht schön, wäre er nicht in dieser Situation und wäre diese Kriegerprinzessin vor ihm nicht seine Feindin.
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Die Waffe der Meere
FanfictionPercy hat es geschafft- er ist aus der Vergangenheit zurück. Doch viel Zeit zum Erholen bleibt ihm nicht, denn die Zeit drängt. Die Halbgötter müssen versuchen, Bethanys geheimnisvolle Hinweise zu entschlüsseln und das Versteck des Dolches finden. L...
