KAPITEL XLIII

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Percy

War er ohnmächtig geworden? Hatte er das Bewusstsein verloren?

Percy wusste es nicht, doch als es langsam wieder hell um ihn herum wurde, fiel ihm auf, dass er sich nicht schlecht fühlte. Also nicht schlechter, als sonst auch.  Das führte dazu, dass er die Stirn runzelte und schnell blinzelte, damit sich seine Sicht wieder schärfte. Er lag auf der Wiese neben dem Teich, die Sonne schien ihm hell ins Gesicht.

Das war die erste Veränderung, die er bemerkte. War vorhin nicht das Wetter noch schlechter gewesen? Misstrauisch ließ Percy seinen Blick umherschweifen, stand auf und klopfte sich die Erde von den Shorts.

Er war nicht allein. Das war das Zweite, was ihm ins Auge fiel.

Drei Meter von ihm entfernt, saß eine jung aussehende Frau, beinahe noch ein Mädchen, auf einem der Felsen, die den Teich umrandeten. Sie war vielleicht in seinem Alter. Automatisch tastete Percy nach Springflut, doch seine Hände fanden den Kugelschreiber in seiner Hosentasche nicht. Und auch die Uhr war verschwunden. Er ballte seine Faust und nahm die Frau genauer unter die Lupe. Beinahe rechnete er damit, dass er gegen sie kämpfen musste, doch schon nach wenigen Sekunden verwarf er den Gedanken wieder.

Ihre ganze Erscheinung war durch und durch freundlich. Sie lächelte ihn an, ihre tiefblauen Augen strahlten gütig. Nein, diese Frau war ihm nicht feindlich gesinnt. Doch wer war sie?

Percy spürte, dass sie ein Wesen des Meeres sein musste. Mehr konnte er jedoch nicht sagen.

„Ist das hier real?", von allen Fragen, die er stellen konnte, suchte er sich ausgerechnet diese aus. Vielleicht, weil er nicht wieder auf einem Zauber hereinfallen wollte. Der der Sirenen reichte ihm für einen Tag.

„Ja und Nein.", antwortete die Frau. Eine leichte Brise kam auf und ihr schwarzes Haar wehte darin. „Ist das so wichtig?"

Percy zuckte die Schultern, legte den Kopf ein wenig schief. „Kommt ganz darauf an."

„Worauf?"

„Darauf, was der Sinn hiervon ist.", er macht eine ausschweifende Armbewegung.

Ihr Lächeln wurde noch breiter. „Setzt' dich doch."

Percy zögerte. „Ist das eine Falle? Tötest du mich dann?"

Ihre Miene wechselte zu belustigt. „Nein, warum sollte ich?"

Eigentlich wusste er es besser. Wenn einem eine mythologische Gestalt über den Weg lief und sie nicht eindeutig identifizieren konnte, dann sollte man lieber auf der Hut bleiben. Man konnte von jedem getäuscht werden. Trotzdem ließ Percy sich auf einem Felsen ihr gegenüber nieder.

„Wer bist du?", fragte er.

Ihre Antwort fiel schlicht aus. „Ich bin Klaia.", dann lächelte sie, als wäre das genug. Mit diesem Namen konnte Percy absolut nichts anfangen und wünschte sich Annabeth herbei. Bestimmt würde sie wissen, wer das vor ihm war. Vielleicht aber auch nicht.

„Ich habe lange auf diesen Tag gewartet.", redete Klaia weiter, als Percy schon dachte, dass er etwas sagen musste. Er fragte sich, worauf dieses Gespräch hinauslaufen würde.

„Welcher Tag?", er konnte sich das nicht verkneifen. Das alles kam ihm seltsam vor. Er saß hier und plauderte mit dieser-... er wusste noch immer nicht, was sie war. Und da draußen warteten Annabeth und Grover darauf, dass er zurückkehrte. Percy sollte all das ein wenig beschleunigen.

Die Waffe der MeereGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt