Reyna
Sie hatte schon bei Daeiras kleiner Machtdemonstration gemerkt, dass mit den Okeaniden nicht zu Spaßen war. Aber dass sie ihre Feindinnen gnadenlos unterschätzt hatte, wurde ihr erst nach Jason aberwitziger Aktion klar, als der Kampf innerhalb von Sekunden auf Hochtouren lief.
Zuerst hatte Reyna gedacht, dass der Sohn des Jupiters an Ort und Stelle sterben würde. Dass es vorbei war. Kurzzeitig hatte sie gedacht, dass einer ihrer engsten Vertrauten von dieser Kriegerprinzessin getötet werden würde und dass sie nichts gegen den ausweglosen Ausgang dieser Situation tun konnte. Sie hatte den Blick in Jasons Augen gesehen, als hätte er sich mit seinem Tod abgefunden und als würde er nur noch verhindern wollen, dass sowohl sie, als auch Nico sich Vorwürfe machten.
Gleich darauf war alles ganz schnell gegangen und Reyna hatte Mühe gehabt, innerhalb einer angemessenen Zeit zu reagieren. Dabei war sie anfangs so verwirrt und überrascht gewesen, dass es ihr noch nie so schwergefallen war.
Dann hatte sie sich zusammengerissen und hatte angegriffen- unterstützt von den anderen Römern, jedoch kläglich in der Unterzahl. Anschließend gab es nur noch den Kampf und der Wille, zu siegen. Sie verlor Jason aus dem Blick, obwohl sie sich vorgenommen hatte, zuallererst ihm zu helfen, ihm die Fesseln abzunehmen und zumindest mit einem Dolch, oder Kampfmesser zu bewaffnen. Sobald sie jedoch mit der ersten Okeanide kämpfte, verschwanden all diese Gedanken.
Und sie fing an, Pontos zu verfluchen. Üble Verwünschungen, mit denen sie um sich warf. Auf die Okeaniden hätte sie auch gut verzichten können.
Wer war überhaupt auf die Idee gekommen, diese Wesen existieren zu lassen?
Reyna duckte sich, stach mit ihrem Gladius zu, drehte sich, wich aus und trat um sich. Und immer öfter schienen die Okeaniden unbeeindruckt von all ihren Bemühungen.
Letztendlich wusste sie nicht, gegen wie viele Feindinnen sie sich gleichzeitig verteidigte. Sie bahnte sich einfach einen Weg durch die Menge und griff an, wann immer sie konnte. Es war schlichtweg unmöglich, sich einen Überblick über das ganze Chaos zu verschaffen.
Sie war unendlich erleichtert, als die Adler zusammen mit der Verstärkung kamen. Denn es war der Augenblick gewesen, wo ihr klar geworden war, dass sie diese Schlacht nicht gewinnen konnten. Neue Kämpfer zu sehen hatte ihr wieder ein wenig Hoffnung gegeben, obwohl sie noch immer wusste, dass es schwierig war.
Die Machtverhältnisse glichen sich ein wenig aus, Zwei- oder Dreikämpfe bildeten sich. Es war weiterhin unkontrollierbar und schrecklich, jedoch ein bisschen geordneter, weniger unübersichtlich.
Um den Effekt zu verstärken, nutzte sie ihre göttliche Gabe und sandte allen Kämpfern ein wenig von ihrer eigenen Kraft und schulterte deren negative Energie. Im Laufe der Jahre hatte sie gelernt, damit gut klarzukommen und sich nicht selbst im Kampf zu schwächen.
Reyna fragte sich, wie lange die anderen Patrouillen brauchen würden, um ebenfalls hier aufzutauchen.
Weiter darüber nachdenken konnte sie nicht, denn sie wurde von einer Okeanide angegriffen. Die Kriegerin stürmte auf sie zu und schwang ein Langschwert in einem tödlichen Bogen. Blitzschnell wich Reyna aus, zog eins ihrer Kampfmesser und warf es. Sie hatte gut gezielt und meistens traf sie auch, doch die Okeanide duckte sich geschickt darunter hinweg.
Reyna setzte mit ihrem Gladius hinterher, schlug zu. Der Zweikampf, der daraus resultierte, forderte ihr ganzes Können.
Nur selten hatte sie bisher gegen ähnlich starke Gegner gekämpft, es überraschte sie, dass alles Okeaniden so stark schienen, denn auch die Anderen hatten sichtlich Probleme.
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Die Waffe der Meere
FanficPercy hat es geschafft- er ist aus der Vergangenheit zurück. Doch viel Zeit zum Erholen bleibt ihm nicht, denn die Zeit drängt. Die Halbgötter müssen versuchen, Bethanys geheimnisvolle Hinweise zu entschlüsseln und das Versteck des Dolches finden. L...
