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KAPITEL LIII

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Annabeth

Am nächsten Morgen saß sie bei Percy beim Frühstück. Er hatte sich einen riesigen Haufen blaue Pancakes auf seinen Teller gewünscht und verschlang diese regelrecht, während Annabeth selbst Rührei und Toast aß.

„Was hast du heute vor?", fragte sie ihn zwischen zwei Bissen.

Percy schluckte und überlegte kurz. „Ich denke, ich gehe nachher ans Meer. Ich sollte dringen mal wieder ein bisschen trainieren."

„Wir können auch in der Schwertkampfarena üben.", bemerkte sie. „Ich sollte ein Gefühl für den Dolch bekommen, außerdem habe ich echt lange nicht mehr mit einem Messer gekämpft."

Wenn sie es genau nahm, dann seit dem Moment, in dem sie ihren alten Dolch im Kampf gegen Arachne und beim Sturz in den Tartarus verloren hatte. Womöglich war es ein weiteres Zeichen, dass sie den Dolch der Meere erhalten sollte. Gänzlich war Annabeth zwar noch immer nicht überzeugt, aber das wäre sie vermutlich nie.

Gewissermaßen hatten sie und Percy einfach nur die Rollen getauscht, jetzt trug sie diese mächtige Waffe an ihrer Seite. Sie würden sehen, was daraus noch wurde.

„Und ich sollte vielleicht wieder damit anfangen, zu unterrichten. Immerhin sind vorerst alle Aufgaben erledigt.", bei dieser Formulierung verzog er ein wenig das Gesicht, Annabeth wusste warum. Momentan gab es zwar keine direkten Pflichten, oder einen Auftrag, der erfüllt werden musste, aber das konnte sich auch wieder ändern.

Schnell schob sie den Gedanken beiseite.

„Das können wir ja auch der Versammlung der Hüttenältesten besprechen.", sagte sie stattdessen. „Clarisse ist bestimmt froh, wenn ihr ein bisschen Arbeit abgenommen wird."

Percy verdrehte die Augen. „Jaja, dann hat sie mehr Zeit, mich zu nerven und mir in den Arsch zu treten.", sagte er, grinste jedoch. Gleich darauf runzelte er verwirrt die Stirn. „Moment. Es findet eine Versammlung statt? Wann wurde das denn beschlossen?"

Annabeth schüttelte belustigt den Kopf. „Gestern Abend. Manchmal frage ich mich echt, ob du überhaupt etwas in deinem Kopf hast."

Percy grinste wieder. „Ja, das weißt du doch: Algen."

Sie lachte. „Du bist doof."

„Und trotzdem liebst du mich."

„Keine Ahnung, wieso.", gab sie zurück und widmete sich lächelnd wieder ihrem Essen.

~

Die Ratsversammlung verlief, Annabeths Meinung nach, beinahe langweilig. Natürlich war es irgendwie sinnvoll, diese abzuhalten, aber Neuigkeiten erfuhr sie keine. Sie hatte bereits so gut wie alles von Piper und Thalia erfahren, überraschen konnte sie nichts mehr. Die Anderen erfuhren, was sich auf dem Auftrag ereignet hatte, doch mehr auch nicht. Das weitere Vorgehen wurde besprochen und die Götter kurz erwähnt. Das war es aber auch schon.

Später waren Annabeth, Percy und Piper auf dem Weg in die Schwertkampfarena, um zu trainieren. Vor allem aber wollten sie den Dolch testen und was er so im Kampf draufhatte. Als sie dann jedoch auf dem sandigen Boden stand, überkam sie das Gefühl, dass das keine sonderlich gute Idee war. Irgendetwas sagte ihr, dass sie den Dolch lieber unbenutzt lassen sollte- vorerst. Also wies sie Percy und Piper darauf hin und so kam es, dass sie nur mit ihrem Schwert aus Drakonknochen trainierte.

Es tat wirklich gut, wieder die allbekannten Bewegungsabläufe auszuführen. Vor allem aber führte es ihr vor Augen, dass sie nicht nichts konnte. Wie Percy gesagt hatte, war sie eine sehr gute Kämpferin. Obwohl sie das schon vorher gewusst hatte, war es schön, die Bestätigung zu erhalten.

Die Waffe der MeereGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt