„Guten Morgen." nehme ich Jungkook's verschlafene Stimme hinter mir wahr. „Guten Morgen." entgegne ich und wende mich kurz von meinen Pancakes ab, um Jungkook einen Guten-Morgen-Kuss aufzudrücken. „Seit wann bist du denn schon wach?" „Seit um sechs." beantworte ich die zweite Frage seinerseits und füge noch hinzu: „Perfektes Timing, Kookie. Ich hab Frühstück gemacht." „Es gibt hier einen Zimmerservice und du kochst selber?" fragt er ganz klar amüsiert über meine Worte, was mich gleich glücklicher macht.
Seit ich ihn wiedergefunden habe, habe ich noch nicht einmal sein wunderbares Lachen zu Ohren bekommen. Bis jetzt.
„Es ist schön dich lachen zu hören." sage ich deshalb dann auch breit grinsend und mit dem Blick auf ihn gerichtet. Doch schnell weicht meinem Grinsen wieder ein besorgter Blick und ich frage: „Wie fühlst du dich?" „Psychisch oder Physisch?" stellt er mir eine Gegenfrage mit einem Lächeln.
Auch wenn ich nicht ganz nachvollziehen kann, wie er diese Bleivergiftung so einfach verdrängen kann, kann ich nicht anders als dann auch zu lächeln. Sein Lächeln und seine Freude färben noch immer auf mich ab.
„Beides." beantworte ich dann seine Frage lächelnd, während ich die Pancakes auf zwei Teller platziere, Besteck aus dem Schrank hole und mich anschließend neben ihn setze. „Ganz ehrlich? Ich hatte Angst, dass du nicht mehr da seist, wenn ich aufwache, weil sich das Ganze dann nur als Traum herausstellt." „Aber es ist kein Traum. Ich bin hier und ich bleibe auch hier." entgegne ich auf seine Worte, umschließe sein Gesicht und drücke ihm erneut einen Kuss auf. „Und jetzt beantworte bitte meine Frage." sage ich dann wieder mit einem besorgten Blick.
„Ich bin froh, dass du hier bist. Also psychisch gesehen ist alles bestens." beantwortet er endlich meine Frage lächelnd. „Und physisch?" hake ich jedoch nach, weil er dieser Frage anscheinend mit aller Mühe ausweichen will. Doch eben seine körperliche Verfassung ist wichtig, um festzustellen, wie weit die Bleivergiftung genau voran geschritten ist.
Er seufzt kurz, ehe er endlich meine Frage beantwortet: „Unverändert. Als ich vorhin aufgestanden bin, hatte ich wieder einen Schwindelanfall. So wie immer beim Aufstehen, seit ich diesen Tee trinke." Während er spricht, wendet er den Blick von mir ab. „Bitte Jungkook. Geh ins Krankenhaus." versuche ich auf ihn einzureden.
„Und was soll ich sagen? 'Entschuldigen Sie, aber mein Angestellter vergiftet mich bereits über Monate hinweg mit Blei und ich glaube so langsam sollte ich doch mal was dagegen unternehmen.' Die würden mir das garantiert nicht glauben." „Das ist doch vollkommen egal, Jungkook. Wenn du nicht bald etwas dagegen unternimmst könnte es zu spät sein. Und wenn dir so viel daran liegt, dann bitte doch einfach um Jin. Er glaubt dir und er weiß Bescheid. Aber bitte unternimm was dagegen."
Er gibt ein langsames Nicken von sich, doch meinem Blick weicht er noch immer aus. „Bitte sieh mich an." bitte ich ihn deshalb dann und langsam folgt er meiner Bitte auch. Genauso wie meine Augen, sind auch die seine etwas glasig. „Nach dem Frühstück gehen wir beide ins Krankenhaus und du lässt dich bitte untersuchen, okay?" Wieder nickt er langsam.
Doch mit einem Ruck wird plötzlich die Tür zu Jungkook's Hotelzimmer geöffnet. Überrascht sehen Jungkook und ich dann vom Esszimmer aus ins Wohnzimmer. Kennen die Leute hier eigentlich so etwas wie Benehmen nicht? Warum öffnen sie denn einfach so die Tür ohne um Einlass zu bitten oder sich wenigstens mit einem kurzen Klopfen vorher anzukündigen?
Doch schnell weicht unsere Überraschung, als wir feststellen, dass Jeon Shinwon inmitten des Wohnzimmers steht.
„Na sowas. Ich bin eigentlich hierher gekommen, um zu sehen, dass du ordentlich an deinem Album arbeitest, doch stattdessen sehe ich dich hier mit der Person sitzen, die dich auch zuvor schon immer von deiner Arbeit abgelenkt hat."
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You Are My Destiny {TaeKook}
FanficGlaubt ihr an sowas wie 'magische Verbindungen'? Kim Taehyung, ein zwanzigjähriger Student, hat noch nie an sowas geglaubt. Er war immer für sich. Er hatte sonst niemanden, außer seinen besten Freund. Doch als er eines Tages auf einen braunhaarigen...