„Wow, wo sind wir denn hier gelandet?", machte Sami große Augen. Das Mökki hoch im Norden Finnlands, das wir gemietet hatten, um ein paar Wochen Band-Urlaub zu machen, war wesentlich kleiner als erwartet. Unser Drummer sprach genau das aus, was wir wohl alle dachten. „Egal, das wird schon", ließ Osmo sein Gepäck stehen und sah sich um. Wir folgten ihm. „Drei Zimmer?", fragte Mikko entsetzt. „Da stand fünf!" Ich öffnete eine der Zimmertüren. Der Raum war klein. Ein Schrank, zwei Betten, ein Fenster mit Blick in den Wald. Nun zog auch ich die Augenbrauen hoch. „Wenigstens gibt es einen Fernseher", ließ Samu sich auf das Sofa vor dem Flachbildschirm fallen. „Dann hast du ja deinen Schlafplatz gefunden", grinste Mikko. Sami und Osmo hatten sich das erste Zimmer geschnappt, Raul hatte das zweite mit Mikko blockiert und ich stand ich stand mittlerweile vor dem dritten. Samu sah uns entgeistert an. „Da hab ich ja Nackenschmerzen oder gleich einen kaputten Rücken", schnaubte er. „Dann bleibt noch die Isomatte, kannst sie ja bei Riku im Zimmer ausrollen", meinte Mikko. Samu schnaubte erneut. „Danke", nahm er sein Gepäck und schob sich an mir vorbei.
„Mann, Samu", ließ ich mich aufs Bett fallen, nach dem ich die Tür geschlossen hatte. „Wir könne auch tauschen", bot ich an. „Nee, jetzt saßt du ja schon drauf", murrte er. „Was heißt das denn jetzt?", lachte ich auf. Er stand von der Isomatte auf, woraufhin sie sich sofort wieder zusammenrollte. Genervt bekam ich sie an den Kopf geschmissen. „Ich meinte das ernst", wiederholte ich und stand auf, um die Matte richtig hinzulegen. „Nein, ich brauch dich noch, und zwar mit heilem Rücken", schüttelte er den Kopf. „Ich brauch dich auch noch", schnaubte ich. Eine Weile starrten wir uns an, dann stieß Samu lachend die Luft aus. „Wir können uns ja abwechseln", schlug ich vor.
Je länger wir im Mökki waren, desto kälter wurde es. Draußen lag bereits eine dicke Schicht Schnee. Frierend sah ich aus dem Fenster und zog die Jacke enger um meine Schultern. Mit einem Seufzen legte ich mich schließlich auf die Isomatte, heute war ich wieder dran. Irgendwann kam auch Samu und legte sich ins Bett. Der Boden war eiskalt. Ich begann zu zittern und wälzte mich unruhig hin und her. „Was ist los?", hörte ich Samu nach einer Weile, die auch Stunden gedauert haben konnte, murmeln. „Kalt", gab ich verkrampft zurück. „Komm her, du Frostbeule", konnte ich sein Grinsen auch durch die Dunkelheit sehen. „Wie?", fragte ich perplex. „Na, komm her, ins Bett", wiederholte er. Zögernd rappelte ich mich auf und legte mich zu ihm. Doch anstatt mir Platz zu machen, blieb er in dem schmalen Bett liegen und zog mich an seinen warmen Körper. „Immer noch kalt?", hauchte er einige Minuten später in mein Ohr. „Nicht mehr so sehr", kuschelte ich mich noch etwas näher an ihn. Was zur Hölle war das? Ich musste echt durchgefroren sein und zugleich an einem ziemlichen Kuschelentzug leiden. Naja, kein Wunder, wenn man seit über einem Jahr single war. Irgendwann musste ich eingeschlafen sein, denn geweckt wurde ich von lautem Gelächter, beinahe Gekicher. Genervt schlug ich die Augen auf. In der Tür standen Osmo und Sami. Die Isomatte war leer, dafür lag ein warmes Kuschelmonster hinter mir und hielt mich noch immer fest im Arm. „Was?", knurrte ich. „Es gibt Frühstück", kicherte Sami. „Schön", murmelte ich und befreite mich aus Samus Umarmung. Langsam schien auch er wach zu werden. „Hm?", sah er mich verschlafen an, als ich den zwei Idioten die Tür vor der Nase zuschlug. „gibt Frühstück", wiederholte ich Samis Worte. Samu streckte sich brummend.
„Da ist ja unser Ehepaar", wurden wir am Tisch empfangen. „Haha", machte ich. „Riku war kalt", versuchte auch Samu uns rauszureden. „Ja klar", grinste Osmo, während Mikko uns mit zusammengezogenen Augenbrauen musterte. Ich schüttelte nur den Kopf und widmete mich dem Frühstück. Sollten sie denken, was sie wollten. Schließlich waren wir beide angezogen gewesen.
Dick angezogen stapfte ich durch den Schnee. Samu lief schweigend neben mir. Sein Blick war nachdenklich in die Ferne gerichtet. Ein leises Seufzen kam über seine Lippen, dann sah er mich an. „Was würdest du sagen, wenn ein Kumpel ankommt und sagt, dass er auf Kerle steht?", fragte er schließlich. Ich hob die Schultern. „Was sollte ich sagen? Mir doch egal, in wen er sich verlebt", meinte ich. „Wirklich?", hakte Samu nach. Ich nickte und zog die Augenbrauen hoch. „Was ist los?", wollte ich wissen. Irgendwas war da faul. „Nichts", murmelte er. „Es geht um dich, oder?", fragte ich vorsichtig. Samu hob die Schultern. „Hast du einen Freund?", hakte ich weiter nach. Er schüttelte den Kopf. „Aber du bist verknallt?" Langsam nickte er. „In einen Typen", kam gehaucht über seine Lippen. Als ich ihn wieder ansah, schimmerten in seinen Augen Tränen. „Samu", hielt ich ihn fest und blieb stehen. „Mir ist das total egal. Ganz ehrlich, wir verlieben uns, ohne es zu wollen. Die Hauptsache ist hinterher, dass wir glücklich sind. Egal mit wem. Ich hab dich immer bewundert, wie tolerant du dem Thema gegenüber warst. Was bitte hat sich jetzt verändert?", versuchte ich auf ihn einzureden. „Hast du Mikkos Blick beim Frühstück nicht gesehen?" Ich seufzte. Doch, das hatte ich. „Siehst du", murmelte Samu und ging weiter. „ich will nicht, dass die band darunter leidet, nur weil ich mich nicht wie jeder einfach in eine Frau verlieben kann!"
Als ich am späten Abend das Zimmer betrat, lag Samu unter die Decke gekuschelt im Bett. „Bin ich nicht dran?", fragte ich und blieb mitten im Raum stehen. „Ich dachte, du kommst wieder zu mir", sah Samu mich mit unschuldigem Blick an. Ich zögerte, stieß die Luft aus und ließ mich schließlich doch neben ihn fallen.
Wärmer wurde es die folgenden Tage auch nicht, weshalb ich keinen Grund hatte, mich auf die Isomatte zu verziehen. Um ehrlich zu sein, war ich sogar froh, ihn nicht zu haben. „Rajamaa", riss mich Samus gequältes Brummen aus dem Halbschlaf. „Hm", murmelte ich, immer noch nicht ganz wach. Ich lag dicht hinter ihm, den Arm auf seiner Brust, mein eines Bein irgendwo zwischen seinen. „kannst du mal nicht von deiner Freundin träumen, wenn du so dich hinter mir liegst", murmelte er. „Freundin?", grummelte ich fragend. „Oder wen auch immer dein kleiner Rajamaa interessant findet", rutschte er schließlich von mir weg. „Ich", stammelte ich und sah auf meine leichte Erregung hinunter. „Scheiße, tut mir leid, rutschte nun auch ich weg. „Verrätst du mir wenigstens, an wen du gedacht hast?", fragte Samu nach einer Weile des peinlichen Schweigens. „Keine Ahnung, an niemanden. Ich glaube, ich habe einfach nur Kuschelentzug", murmelte ich. „Kuschelentzug?", grinste Samu mich an. Meine Wangen glühten, während ich mit den Schultern zuckte. „Wohl eher Sexentzug, oder?", lachte er rau. Ich schnaubte und drehte mich von ihm weg. Wenn es nicht so kalt und ich nicht so müde gewesen wäre, wäre ich sicherlich aufgestanden. „Ist ja gut, tut mir leid", legte Samu seinen Arm um mich und zog mich zurück.
Gerade als ich fast eingeschlafen war, begann seine Hand über meinen Oberkörper zu streichen und entlockte mir ein Seufzen, das schneller über meine Lippen kam, als ich es zurückhalten konnte. Doch Samu streichelte seelenruhig weiter. „Ich bin wohl nicht der einzige auf Sexentzug", hauchte ich. Seine Hand war meiner Mitte viel zu nah. Und das schlimmste war, es störte mich nicht. Im Gegenteil, es machte mich an. „Hm", brummte Samu. Seine Finger kamen dem Bund meiner Jogginghose gefährlich nahe, doch dann stoppten sie und blieben liegen. Meine Mitte pulsierte. „Weiter", hauchte ich, ohne Reaktion. „Samu", stöhnte ich. Ich zog seine Hand mit meiner unter meine Jogginghose und massierte mich. Irgendwann konnte ich auch seine Erektion an deutlich an meinem Hintern spüren, gefolgt von einem leisen Stöhnen. Ich drehte mich zu ihm. Schon lange schien mein Gehirn die Kontrolle an eine andere Körperregion abgegeben zu haben. Gierig leckte ich an seinen Nippeln. Ein erneutes, lauteres Stöhnen drang über seine Lippen und ging in meines über, als sich seine Hand fest um meine Erektion legte, um sich dann langsam und immer schneller auf und ab zu bewegen. „Samu, ich", war das letzte, das ich herausbrachte, bevor mich eine gewaltige Welle überrollte.
„Fuck!", sprang Samu auf und war im Bad verschwunden. Überfordert sah ich an mir runter und dann auf die verschlossene Tür. Fuck, traf die Situation am besten. Was bitte hatten wir da gemacht? Was hatte ich da gemacht?!
„Samu? Samu, bitte!", stand ich schließlich auf und klopfte an die Badezimmertür. „Du hast doch einen Freund, oder?", fragte ich, als bloß ein Schluchzen als Antwort kam. Schuldgefühle übermannten mich. Was war ich bitte für ein Freund. „Bitte, Samu! Es tut mir leid, ich", versuchte ich es erneut, wusste aber nicht, was ich sagen sollte. Es gab keine gute Entschuldigung. „Scheiße, es tut mir wirklich leid!", stapfte ich mit Tränen in den Augen zurück ins Bett und schloss sie frustriert. Was hatte ich schon wieder angestellt? Man sollte vorher denken, und nicht hinterher!
Als ich am nächsten Morgen aufwachte, war Samu schon wach und saß auf der Isomatte. Sein Blick war starr aus dem Fenster gerichtet. „Morgen", hauchte ich vorsichtig. Kurz huschte sein Blick zu mir. „Ich hab keinen Freund", kam leise über sein Lippen, als seine Augen wieder auf das Fenster gerichtete waren. „Der Typ, in den ich verknallt bin, steht nicht auf Kerle." Seufzend musterte ich meinen besten Freund. „Ich weiß nicht, was er von mir denkt. Schon gar nicht nach ..." Er stockte. „Nach was?", fragte ich nach einer Weile nach. „Nach gestern", murmelte Samu und senkte den Kopf. „Er, er muss es doch nicht erfahren", meinte ich verwirrt. Samu seufzte. „Er weiß es aber schon." Ich erstarrte, schluckte, während sich mein Kopf und Herz überschlugen. „Er denkt, dass du ihn doch nicht so gut kennst, wie du dachtest", schlich sich ein Strahlen auf meine Lippen. Samu hob verwundert den Kopf. „Ich steh nicht auf Frauen, zumindest nicht nur", meinte ich. „Du – Was?", schüttelte Samu perplex den Kopf. „Man, Haber! Hätte ich nicht sonst ganz anders reagiert gestern? Von mir aus könntest du das jeden Abend machen, vorausgesetzt ich darf mich revanchieren." Überfordert öffnete und schloss er seinen Mund wieder. „Ernsthaft?", fragte er schließlich. „Komm her. Ich hab dich lieb, du Idiot", forderte ich ihn grinsend auf, zog ihn endlich wieder in meine Arme und konnte meine Lippen mit seinen verschließen.
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Siku-One-Shots
FanfictionSammlung von Siku (SamuxRiku) One-Shots und Hot-Shots. !Stories mit * sind P18! One Shot: „I gotta knooo-ooow if you'll be my boy", sang Samu und sah mich an. Ich denke, wenn er den Blick einer Frau zugeworfen hätte, sie wäre dahingeschmolzen. Doch...
