Hand in hand, across this land

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Hand in Hand liefen wir den Waldweg entlang. „Samu?", fragte Riku. „Hm", antwortete ich. „Samu?!", wiederholte Riku etwas lauter. „Ja, was denn?", sah ich ihn an. „Samu!"

Erschrocken fuhr ich aus dem Schlaf und richtete mich auf. Ich befand mich auf den des Wohnzimmers von Samis Mökki. Riku hockte neben mir und hatte offensichtlich versucht mich zu wecken. „Frühstück", grinste er mich jetzt an und erhob sich. Ich schlüpfte in Jogginghose und Pulli, ehe ich ihm in die Küche folgte.

„Habt ihr auch so komisch geträumt? Ich war in irgendeinem Erdloch gefangen", fragte Raul. Ich nickte kräftig. „Ich bin händchenhaltend mit Riku durch den Wald gegangen und er hat mich ziemlich oft angesprochen, dann bin ich aufgewacht", erzählte ich. „Mit Riku?", gluckste Osmo, während auch die anderen sich ein Kichern nicht verkneifen konnten. „Hm", schnaubte ich und zuckte mit den Schultern. „Also ich hab von Osmo im Bananenkostüm geträumt", lenkte Riku ab und brachte damit uns alle zum Lachen. „Machen wir heute einen freien Tag, also jeder macht, was er will?", schlug Raul vor, als wir uns alle wieder beruhigt hatten. „Klingt gut", nickten wir. Nachdem wir den Tisch abgeräumt hatten, ließ ich mich auf der Veranda mit einem Buch auf einen Stuhl sinken. Riku, der etwas später auch nach draußen kam, holte mich aus der Fantasiewelt der Geschichte zurück. Während er in seinem Buch versank, wanderte mein Blick immer wieder zu ihm herüber.

„Ablenkung?", fragte er nach einiger Zeit. „Hm?", hob ich den Kopf richtig. „Dich lässt der Traum nicht los, oder?", hob er auffordernd die Augenbrauen. Mit einem Seufzen nickte ich und legte das Buch weg. „Na dann komm", stand Riku auf. „Wohin?", wollte ich irritiert wissen. „Ein bisschen rumgehen, die Gegend anschauen", meinte Riku. Wir stapften den kleinen Abhang am Mökki hinunter. Unten führte eine schmale Straße lang, die ein Stück weiter in einen Kiesweg überging. Noch etwas weiter kam man an einen kleinen See mitten in der Natur. Wir bogen rechts ab und folgten dem Uferweg. „Was hast du davor geträumt?", wollte Riku wissen. Ich hob die Schultern. Ich wusste es nicht mehr. „Nichts, ich weiß nicht", sagte ich ihm. „Wieso lässt es dich dann nicht mehr los?", fragte er. „Keine Ahnung", schnaubte ich. „Sorry", murmelte Riku. Wieder gingen wir schweigend. Doch je weiter, länger wie liefen, desto aufdringlicher wurden die Bilder aus dem Traum. Ohne vernünftig darüber nachzudenken, was ich tat, schielte ich zu ihm und nahm seine Hand. Riku sah weiter geradeaus, doch er zog sie nicht weg. Ich versuchte meine Atmung ruhig zu halten und mir die Nervosität, die ausgehend von seiner Hand durch meinen Körper zog, nicht anmerkten zu lassen. An einer Art Badestelle blieben wir stehen. Vorsichtig sah Riku mich an. Als er mein unsicheres Lächeln bemerkte, ließ er meine Hand los und strich stattdessen durch meine Haare, um sie an meinem Hinterkopf liegen zu lassen. „Wenn ich so träume, geht es mir auch nicht aus dem Kopf", murmelte er. Unsere Blicke verhakten sich, bis ich ihm so nah war, dass ich meine Augen schloss und stattdessen meine Lippen zeigen ließ, was ich fühlte. Sanft, etwas zögerlich küssten wir uns. Seine Lippen waren weich und schmeckten leicht süßlich. Ich vergaß alles um uns herum und versank völlig in dem Kuss mit meinem besten Freund. 

Siku-One-ShotsGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt