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Es waren ein paar Wochen vergangen, seitdem Jiyan und ich uns wieder angenähert hatten. Wir trafen uns oft, gingen spazieren, lachten zusammen und teilten viele Momente, aber es gab immer noch eine gewisse Distanz zwischen uns. Etwas Unausgesprochenes, das zwischen uns stand, eine unsichtbare Barriere, die ich nicht durchbrechen konnte. Es war, als ob die Vergangenheit uns immer noch im Griff hatte, und obwohl wir es beide versuchten, fühlte es sich manchmal so an, als ob wir uns an etwas festklammerten, das vielleicht nie mehr das Gleiche sein würde. Trotzdem war da ein Funken Hoffnung, der uns weiter zusammenhielt.
Als ich alleine unterwegs war, piepte mein Handy. Es war eine Nachricht von Sina. Sina, die immer da war, wenn ich jemanden brauchte. Sina, die alle meine Probleme kannte und die meisten Dinge mit mir durchgemacht hatte. Sie war immer eine Ablenkung gewesen, aber auch jemand, der mich wirklich verstand.
Hey Jamal, ich brauche dich gerade echt. Kannst du mich abholen?
Ich zögerte. Es fühlte sich falsch an, aber zugleich wusste ich, dass ich sie nicht im Stich lassen konnte. Nach einem Moment des Überlegens schrieb ich zurück
Bin unterwegs.
Ich holte sie mit dem Auto ab und sie stieg wortlos ein. Sie sah erschöpft aus. Unsere Probleme verbündeten uns. Egal, wie komisch es jetzt auch klingen mag, aber sie versteht mich bei meinen Problemen und ich sie, auch wenn wir nichts füreinander empfinden, denke ich sie ist meine seelenverwandte.
Im Gegensatz zu Jiyan, verstand sie mich und wir hatten alles zusammen durchgemacht. Sie hatte so oft bei der Polizei für mich gelogen und ich hatte sie oft als Alibi benutzt, ohne dass es ihr was ausgemacht hat. Sie kannte mich und ich kannte sie.
"Was ist passiert, Sina?" Fragte ich sie und fuhr los.
"Du weißt doch.. meine Brüder. Ali wollte mich wieder schlagen und Can und meine Mutter tun nichts. Ich frag mich manchmal, wie ich es verdient habe so eine Familie zu haben? Was habe ich gemacht, Jamal? Warum kann ich nicht einfach eine normale, liebevolle Familie haben bei denen ich mich zuhause fühle?" Fragte sie verletzt und ich schaute konzentriert auf die Straße, während ich überlegt.
Ich hatte mir selbst die Frage oft gestellt und ich wusste genau, was sie gerade durch machen musste. Sina vertraute nur mir mit diesen Dingen, und ich wusste, wie schwer es für sie war.
Wir fuhren in die Stadt und spazierten eine Weile. Ich kaufte ihr etwas bei dem Kiosk im Zentrum, um sie aufzumuntern, und wir lachten miteinander. Es tat gut, jemanden bei sich zu haben, der mich verstand. Und für sie war das auch so. Ich hörte ihr nur zu und bewunderte ihre Stärke. Als wir an der Kasse waren, umarmte ich sie fest und sie erwiderte.
"Sina, du bist so stark. Du solltest stolz auf dich sein" sagte ich zu ihr.
"Danke Jamal. Wirklich, ich kann mich immer auf dich verlassen" sie drückte mich fester an sich.
Als wir uns umarmten und ich ihr sagte, wie sehr ich ihre Stärke bewunderte, kam Jiyan in den Kiosk. Das Lächeln auf meinem Gesicht verging sofort. Sie sah uns und ich konnte den Schmerz in ihren Augen sehen, auch wenn sie es zu verbergen versuchte. Sie ging wortlos an uns vorbei, als Sina und ich uns lösten. Sina bemerkte sie und schaute mich verunsichert an.
"Soll ich gehen, Jamal?"
"Nein, mach dir keine Sorgen. Ich kläre das gleich."
Ich wartete an der Kasse auf Jiyan und sie ignorierte mich nur. Sie legte die Sachen auf den Band ab und war am Handy. Sina und ich waren an der Reihe und weil Jiyan direkt hinter uns war, sagte ich zu dem
Kassierer, dass sie ihre Sachen auch mitzählen soll.
"Nein, ich kann selbst zahlen" sagte sie kalt und schaute den Kassierer an.
"Sei nicht stur-"
"Nein, hab ich gesagt" unterbrach sie mich wütend.
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in meiner Welt
Fiksi PenggemarJiyan und Jamal leben in zwei völlig unterschiedlichen Welten. Sie stammt aus einem guten Elternhaus und träumt von einer strahlenden Zukunft. Er hingegen kämpft ums Überleben auf den Straßen, verstrickt in Drogenhandel, um seine Familie über Wasser...
