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Jiyan's Sicht
09:33

Ein paar Tage waren vergangen, und ich hatte Semesterferien. Die meiste Zeit verbrachte ich bei Jamal zu Hause. Es fühlte sich an, als ob wir in unserer eigenen kleinen Welt lebten, abgeschirmt von all den Problemen und Herausforderungen, die draußen auf uns warteten.

An diesem Morgen wachte ich wieder neben ihm auf. Jamal schlief friedlich, seine Atemzüge gleichmäßig und ruhig. Ich beobachtete ihn eine Weile, strich ihm sanft über die Wange. Trotz allem, was passiert war und was er tat, wusste ich, dass ich ihn niemals dafür hassen könnte. Sein Leben war geprägt von Herausforderungen und Härten, die ich mir kaum vorstellen konnte.

Ich dachte über das System nach, das so viele in unserer Nachbarschaft im Stich ließ. Wir lebten in einem Brennpunkt, wo jeder Tag ein Überlebenskampf war. Die Straßen waren gnadenlos, und die Gesellschaft war nicht darauf ausgelegt, uns zu unterstützen. Sie sahen uns als verloren an, bevor sie überhaupt versuchten, uns zu verstehen.

Jamal hatte keine Eltern mehr in seinem Leben, was die Sache für ihn noch schwieriger machte. Seine Jungs waren immer für ihn da gewesen, sie waren seine Familie geworden. Deshalb würde ich niemals verlangen, dass er sich von ihnen trennt. Sie waren ein Teil von ihm, ein Teil seines Überlebens.

Nach ein paar Minuten wachte Jamal auf. Er lächelte, als er mich sah, und kuschelte sich an mich, legte seinen Kopf auf meinen Bauch.

"Ich liebe dich" flüsterte er, und ich musste lachen.

Er sagte das ständig, seitdem ich bei ihm war während meiner Ferien. Es war, als ob er diese Worte nie genug sagen konnte.

"Ich liebe dich auch" antwortete ich und streichelte weiterhin seine Wange.

Er hob den Kopf und sah mich an, seine Augen waren voller Wärme und Zuneigung.

"Seit dem Tod meiner Mutter habe ich mich nie wieder so zu Hause gefühlt," sagte er leise.
"Du machst, dass ich mich nicht mehr einsam fühle."

Seine Worte ließen mein Herz schneller schlagen. Ich spürte, wie meine Liebe für ihn noch stärker wurde.

"Ich bin immer für dich da, Jamal. Egal was passiert."

Er zog mich näher an sich, und wir lagen einfach da, genossen die Nähe und den Moment der Ruhe. In diesen Augenblicken vergaß ich die Welt draußen, die Herausforderungen und die Kämpfe, die uns erwarteten. Es gab nur uns, und das reichte.

"Ich bin froh, dass du hier bist" flüsterte Jamal, seine Stimme war voller Ehrlichkeit und Dankbarkeit.
"Du bist das Beste, was mir je passiert ist."

Ich lächelte und drückte ihn noch fester an mich.

"Und du bist das Beste, was mir je passiert ist, Jamal." Hauchte ich und hinterließ ein Kuss auf seine Stirn.
"Lass uns jetzt aufstehen Jamal!!" Sagte ich fröhlich.

Er grunzte nur und drehte sich auf die andere Seite. Ich lächelte und machte mich auf den Weg ins Bad. Während ich meine Zähne putzte, hörte ich, wie er endlich aufstand und ins Bad kam.

"Was wollen wir heute machen?" fragte ich mit einer Zahnbürste im Mund.
"Keine Ahnung," murmelte er schläfrig und zog sein Shirt aus.
"Vielleicht chillen, vielleicht ins Studio gehen. Mal sehen."
"Klingt gut," antwortete ich und spuckte die Zahnpasta aus.
"Lass uns erstmal Frühstück machen."
"Ich geh duschen," sagte er, während er die Dusche aufdrehte.
"Bin gleich unten."

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