Ich lauschte den Wind, wie er gegen die Fenster schlägt, während meine Augen weit aufgerissen waren. Die Ticken der Uhr füllten mein Zimmer und störten dabei die Ruhe, was eigentlich herrschen sollte. Doch ich wusste, dass selbst ohne die Uhr an der Wand meine Gedanken sich nicht still halten würden.
Es war ein Chaos, was in mir herrschte. Die Gedanken schreiten wie Stimmen in meinen Ohren und ließen mich nicht ruhen. Mir spielten die Szenen immer wieder durch den Kopf, wie ein Albtraum, was mich nicht einfach loslassen konnte. Es war mitten in der Nacht und ich sollte eigentlich schon längst schlafen, da ich morgen zur Schule gehen sollte.
Doch ich wusste, dass mir momentan die Schule nicht interessierte. Wenn es nach mir gehen würde, würde ich direkt am Morgengrauen zum Krankenhaus rennen und mich um Yoongis Wohnbefinden kümmern.
Dies war leider nicht der Fall, da mein Vater selbst bei den Tagen, wo ich mich kaum aus dem Bett bewegen konnte, mich in die Schule befördert hat. Immer wieder wälzte ich mich hin und her, in der Hoffnung mein erschöpften Körper einen gemütlichen Schlafposition zugeben, doch ohne Erfolg.
Selbst, wie sehr ich versuchte einzuschlafen, meine Gedanken gingen immer wieder zurück zu Yoongi und all seine Wunden, die mir entgingen. Tränen liefen mir über die Wangen, obwohl ich dachte, dass ich keine mehr hätte.
Innerlich wünschte ich immer noch, dass all das hier ein Alptraum ist und ich irgendwann wieder aufwachen würde, doch die Situation wirkte zu real, als nur von meiner blühenden Fantasie erschaffen worden zu sein.
Als das Bild von den blutigen Messer und Yoongis Gesicht wieder vor meinen Augen auftauchte, gab ich die Hoffnung auf irgendwie mein Schlaf zu bekommen.Ich richtete mich auf, wusste, dass ich in den nächsten Stunden nicht einschlafen werde.
Meine Augen gingen zu mein Handy. Ich wollte in dieser Zeit nicht alleine sein, wollte eine Schulter spüren, bei dem ich mich ausweinen konnte, doch der stille Schatten in der Ecke meines Zimmers starrte mich an, wartete auf den richtigen Zeitpunkt, um mir mein Lebenswillen zu rauben.
Ich merkte, wie ich langsam verrückt wurde, durch das langsame Ticken der Uhr und die Einsamkeit, während meine Gedanken mich weiter mit den Bildern von Yoongi traumatisierten. Mir gingen durch den Kopf, wie ich Yoongi immer angerufen habe, wenn es mir nicht gut ging.
Ich seufzte und nahm das Handy in den Hand. Von selber gingen meine Finger über mein Handy und das Piepen drang durch meine Ohren. Ich wusste, dass es nicht nett von mir war sie anzurufen, aber ich konnte nicht mit meinen Gedanken alleine gelassen werden. Fertig und müde starrte ich auf das Handy, bis ich die Stimme an der anderen Leitung hörte: "Schätzchen? Warum rufst du so spät an?"
Die Stimme war rau und triefte vor Müdigkeit. Mir tat es leid, dass ich Tante aufgeweckt habe, wusste, dass ihr Schlaf für sie am wichtigsten war. Ich überlegte wieder aufzulegen, doch da forderte Tante mich auf: "Hoseok, es ist mitten in der Nacht. Entweder gibst du mir ein plausiblen Grund, warum du mich jetzt anrufst oder ich komme morgen persönlich zu dir rüber und du wirst dann die Konsequenzen sehen."
Ihre Stimme war genervt,aber sie trug noch ein gewissen Neugier mit sich. Tante wusste, dass ich morgen Schule habe und ich nicht ohne Grund mitten in der Nacht wach sein würde.
"Tante" ,wimmerte ich auf, versuchte die richtigen Worte raus zu bekommen, "Yoongi, er-ihn-"
"Was ist passiert?" , fragte Tante, diesmal war ihre Stimme gefüllt mit Fürsorge. Ich fasste an die Stirn, erschöpft von den heutigen Tag. Meine Stimme war ruhig, hielt den Chaos zurück, den ich in mir spürte: "Er ist im Krankenhaus, Tante. Sein Vater hat versucht ihn umzubringen."
Bei den letzten Satz brach meine Stimme und die Tränen flossen wie Regentropfen über mein Gesicht. Es fühlte sich an, als würde ein Gewitter über mir herrschen. Auf der anderen Seite der Leitung herrschte Stille, als müsste Tante verarbeiten was ich von mir gab.
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Nicht gut genug./Sope
Fanfictie"Vater nicht!", schrie ich und versuche mein Gesicht und Kopf zu schützen. Ich lag auf den Boden, während ich zusah, wie mein Vater ausholte... Hoseok kommt aus ein streng erzogenes Haushalt. Seine Noten sind die besten der Klasse und seine Lehrer s...
