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Die Stimmen der Leute rauschten im Hintergrund. Sie rannten hin und her, doch was genau vor sich ging, wusste ich nicht. Die roten und blauen Lichter blinkten um mich herum, während die Kälte mein Körper umschlang.

Alles um mich herum wirkte verschwommen, während meine Augen nur auf eine Sache fixierten. Der Rest war mir egal. Stille Tränen kullerten über meine Wangen und die Überforderung, was ein Chaos in mir verursachte, zog mich weiter aus meinen klaren Verstand. Es fühlte sich an, als würde ich ertrinken mit all die ganzen Gefühlen, was in mir herrschte.

Die Realität saß tief und gleichzeitig wirkte sie so weit entfernt. Alles schien surreal, als wäre ich mitten in ein Albtraum, was nicht aufhören wollte. Doch es war real und das bestätigte der Druck, was die ganze Zeit auf mein Herz lastete.

Meine Wahrnehmung fokussierte sich nur auf ihn und meine Hände, die ihn berührten. Ich wusste nicht, wo Jin und Namjoon waren, doch wahrscheinlich waren sie in der Nähe außerhalb meiner Wahrnehmung.

Meine Augen blieben auf Yoongi, der auf der Liege lag und von den verschiedensten Pfleger behandelt wurde. Sie schienen gestresst bei den Anblick von Yoongi, dennoch hielten sie mich nicht davon ab, bei seiner Seite zu bleiben.

Sein Anblick war friedlich. Er wirkte so ruhig mit seinen geschlossenen Augen. Als würde er nicht in einer Welt leben, wo sein Vater unverzeihliche Dinge mit ihn getan hat. Was Yoongi sonst alles erleiden musste? Meine Hände schlossen sich fest um seine Hand. Ich spürte, wie die Angst durch mein Blut floss und sein Hand näher an mich ziehen ließ. Vor was hatte ich eigentlich Angst?

Der größte Furcht war mir mehr als nur klar, da es mir direkt an den Nacken hing und mich praktisch zwang, seine Hand fester an mich zu drücken. Denn allein der Gedanke, dass er zu ein Ort geht, wo ich ihn niemals wieder finden werde, ließ meine Hände fester nach seinen greifen.

Mir war klar, dass Yoongi mir fast um den Fingerspitzen entwischt wäre und ich ihn für immer verloren hätte. Wäre ich nur ein wenig langsamer gewesen, wäre ich nur eine Minute zu spät angekommen, dann hätte ich nicht sein lebenden Körper in der Wohnung gehalten.

Doch warum hat er es mir nicht erzählt? Er müsste nicht alleine in der Dunkelheit stehen. Yoongi hätte mich an seiner Seite gehabt. Ich hätte was gegen all den Leid handeln können, wenn Yoongi mich nur gelassen hätte. Doch er hat es verheimlicht und das brach mir mein Herz.

"Yoongi, vertraust du mir nicht? Ich hätte mich gut um dich gekümmert, genau so wie du nach mir siehst. Warum hast du mir nichts gesagt? Wir wären gemeinsam da durch gegangen" ,murmelte ich vor mich hin, während die Tränen unkontrolliert über meine Wangen flossen, "Du hättest nicht alleine da durch gehen müssen, Hyung."

Doch wem spielte ich hier was vor? Im tiefsten Inneren wusste ich schon die Antwort. Er wollte mich vor diesen Schmerzen schützen, die ich gerade spürte. Ich fasste mit einer Hand nach meinen Herz, was sich durch die ganzen Schmerzen zusammen zog, ohne Yoongis Hand loszulassen.

Für ihn selber war all der Leid und die Schmerzen unerträglich und selbst nach all den, hat er nach mir gesehen und mich vor diesen Schmerzen geschützt. Ich hätte es merken müssen. All die Wunden, die er im Gesicht hatte und jedes Mal, als er zurück zuckte, wenn ich ihn berührte. Die Zeichen waren da.

Ich spürte eine Hand auf meiner Schulter und verwundert sah ich nach hinten. Ein junger Polizist sah mich mit ein freundliches Lächeln an und sagte: "Ich sehe, dass Sie mit Yoongi sehr gut befreundet sind, nicht war?"

Ich nickte nur, zu müde, um ihn zu korrigieren. Mir war unklar, was er von mir wollte, doch in Wirklichkeit interessierte es mich auch nicht. Ich sah zurück zu Yoongi, dessen Gesicht zugenäht wurde. Momentan wollte ich niemanden sehen außer Yoongi. Frieden könnte ich ohne ihn an meine Seite nie erreichen.

Nicht gut genug./SopeGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt