Sicht Max
Ich umschließe seine Hände fester. Ich weiß nicht mal genau warum – vielleicht, weil ich ihn nicht loslassen will. Vielleicht, weil ich nicht will, dass das alles hier jetzt endet.
Bradley hebt den Blick. Unsere Augen treffen sich.
Für einen Moment ist alles still.
Nur dieser Blick zwischen uns.
Und er ist so intensiv, so voller etwas, das ich nicht greifen kann, dass mir plötzlich die Luft wegbleibt.
Ich werde nervös. Ich spüre, wie mein Herz wieder rast, aber diesmal nicht wegen einem Kuss, nicht wegen Nähe – sondern wegen dem Chaos in meinem Kopf.
„Was?" Meine Stimme bricht, ich springe auf. „Ich verstehe es nicht! Wieso... wieso jetzt auf einmal?! Warum hast du auf einmal deine Meinung geändert? Warum bist du... du warst so anders..." Ich fange an zu reden, zu schnell, zu wirr.
Ich laufe ein paar Schritte, fahre mir durch die Haare. „Mein Dad wurde gefeuert, Bradley! Gefeuert! Und du... du hast mich fertiggemacht. Tagelang. Du hast mich ignoriert, mich behandelt, als wäre ich... als wäre ich nichts!"
Ich spüre, wie meine Stimme lauter wird. Unkontrollierbarer.
„Und warum?! Weil dein Vater das gesagt hat?! Du hast es einfach gemacht! Einfach so! Ohne mich zu fragen, ohne mit mir zu reden! Ich war dir einfach egal – so sah es jedenfalls aus!"
Bradley springt ebenfalls auf. Sein Gesicht ist gerötet, seine Kiefer angespannt.
„Du willst wissen warum?!", schreit er zurück. „Warum ich das getan hab?!"
Ich drehe mich zu ihm, unsere Blicke krachen fast aufeinander.
„Ja, Bradley, verdammt! Warum?! Sag's mir! Für dich? Für deinen Stolz? Für deinen Vater?! Oder hattest du einfach mal wieder Angst?!"
Seine Augen lodern.
„Natürlich hatte ich Angst!", brüllt er.
Seine Stimme hallt in dem kleinen Zimmer, kracht gegen die Wände.
„Aber ich hab's nicht für meinen Vater getan! Ich hab's nicht für mich getan! Ich hab's für dich getan!"
Ich starre ihn an.
„Für mich?", wiederhole ich tonlos.
Er geht einen Schritt auf mich zu, völlig außer sich. „Ja! Für dich, Max! Weil ich nicht wollte, dass du alles verlierst! Weil ich dachte, wenn ich dich von mir wegstoße, dann bist du sicher! Dann passiert dir nichts!"
Ich lache bitter. „Du hast mich fast zerstört. Ich meine ich war total verwirrt. Ich dachte du hasst mich!"
„Ich weiß!" Er streicht sich verzweifelt durchs Haar. „Glaubst du, ich hab dich gern so behandelt?! Ich hab's gehasst, Max! Jeden einzelnen Tag davon. Und heute, als ich dich gesehen hab – mit Roxanne – ich konnte nicht mehr. Ich hab es nicht mehr ausgehalten."
Ich schüttle den Kopf, will nicht verstehen, will es irgendwie nicht wahrhaben.
„Warum, Bradley? Warum jetzt?! Was hat sich denn bitte geändert, hä?!"
Er macht einen Schritt auf mich zu, packt mich leicht an den Schultern. Sein Blick ist starr.
„Weil ich es nicht länger verstecken kann!" Seine Stimme zittert. „Weil ich dich verdammt nochmal liebe!"
Stille.
Die Worte hängen in der Luft wie ein Donner, der nicht mehr vergeht.
Ich spüre, wie mir plötzlich der Boden fehlt.
DU LIEST GERADE
Maxley
FanfictionNach den Finals feiern alle eine riesige Party doch etwas geht schief und jemand wird verletzt. Währenddessen nervt Bradley Max extrem und sie bekommen nicht mit wie die Polizei auftaucht. Sie werden erwischt und müssen als Strafe die ganzen Ferien...
