Sicht Max
Wir stehen klatschnass im Flur vor meinem Zimmer – das Wasser tropft von unseren Haaren, unsere Schuhe quietschen, und ich will gerade die Klinke runterdrücken, da hält Bradley mich an der Hand fest. Ich drehe mich überrascht zu ihm um, und da sagt er mit diesem ruhigen Ton: „Ziehen wir uns lieber hier schon die nassen Sachen aus, sonst wird der ganze Boden voll. Es ist eh schon spät uns wird keiner sehen"
Mein Herz setzt einen Schlag aus.
Ich will gerade noch etwas erwidern, da sehe ich schon, wie Bradley mit einer Selbstverständlichkeit beginnt, sich auszuziehen. Zuerst das nasse Shirt – es klebt an seiner Haut, und als er es sich über den Kopf zieht, entblößt er seinen Oberkörper. Sein Bauch ist flach, ein paar Tropfen rinnen über seine Brust und verschwinden in seiner Hose. Und dann – er öffnet den Knopf, zieht den Reißverschluss runter und lässt die Hose einfach nach unten gleiten, bis er nur noch in dunklen Boxershorts vor mir steht.
Ich starre.
Ich kann nicht anders. Ich weiß, ich sollte wegschauen, ich sollte mich auch ausziehen, aber meine Augen haften an ihm, als hätte jemand sie dort festgeklebt.
Da lehnt er sich lässig gegen die Wand, verschränkt die Arme hinter dem Kopf, grinst mich an und sagt mit dieser Mischung aus Belustigung und leiser Provokation:
„Max... ich weiß ja, ich bin unwiderstehlich, aber wenn du dich nicht bald ausziehst, wirst du krank."
Ich blinzele und versuche, meine Gedanken zu ordnen.
„Pah. Unwiderstehlich? Das bildest du dir wohl ein."
Meine Stimme klingt höher als sonst, fast brüchig. Ich reiße mich zusammen, schiebe die Scham beiseite und fange an, mich ebenfalls auszuziehen – das klatschnasse Shirt klebt an mir, aber ich ziehe es durch, auch wenn ich seine Blicke auf mir spüre. Dann öffne ich langsam die Hose, schiebe sie hinunter, bis ich schließlich genauso dastehe – nur in Shorts.
Ich sehe kurz zu ihm rüber. Und da sehe ich es: wie er mich jetzt genauso anstarrt, wie ich ihn gerade eben. Kein Grinsen mehr. Nur dieser Blick – hungrig, weich
Ich halte das nicht aus...
Ich werde also auf einmal total hibbelig. Mein Herz rast, meine Haut ist heiß, obwohl mir eigentlich kalt sein müsste. Schnell hebe ich meine tropfnassen Sachen auf, schließe mit zitternden Händen die Tür auf und sage so beiläufig wie möglich: „Na los, komm schon, gehen wir rein, bevor uns doch noch vielleicht jemand sieht."
Bradley grinst nur – dieses selbstzufriedene, belustigte Grinsen – und nimmt seine Sachen auf. Er läuft mir hinterher in mein Zimmer. Ich atme tief durch, versuche mich zu beruhigen. Zum Glück... Bobby und PJ sind immer noch nicht da. Wahrscheinlich feiern sie noch. Ich lasse meinen Blick kurz durchs Zimmer schweifen – leer. Und dann vibriert mein Handy.
Ich greife hektisch danach.
Bobby:
„Bro, wir pennen hier. Ist spät und es schüttet – bis morgen!"
Ich schlucke. Meine Finger werden auf einmal ganz kalt.
Bradley schaut mich neugierig an. Ich sehe ihn nur kurz an und sage schnell: „Ach, Bobby hat nur geschrieben, dass sie heute nicht mehr nach Hause kommen. Sie übernachten da."
Für einen Moment ist alles still.
Dann sehe ich, wie sich ein leises, unübersehbares Grinsen auf Bradleys Lippen schleicht. Nicht schelmisch, nicht übertrieben – einfach nur wissend.
Ich starre ihn einen Moment verwirrt an, doch dann trifft es mich.
Wir. Allein. Die ganze Nacht.
Mein Magen macht einen Salto. Ich kann spüren, wie mir das Blut ins Gesicht schießt. Es kribbelt bis in die Fingerspitzen.
„Bild dir ja nichts darauf ein", murmele ich viel zu schnell und flüchte mit hochrotem Kopf ins Bad. Ich schließe die Tür hinter mir und stütze mich mit beiden Händen am Waschbecken ab. Mein Spiegelbild ist knallrot.
Oh Gott. Was passiert hier gerade?
Ich spritze mir kaltes Wasser ins Gesicht, will runterkommen, aber da – noch bevor ich wirklich klar denken kann – geht die Badezimmertür wieder auf.
„Hey!", rufe ich, „Was soll das?"
Bradley steht da. In Boxershorts. Breites Grinsen. Tropfendes Haar.
„Ich will mich auch fertig machen. Hast du vielleicht ein Handtuch?"
Ich drehe mich hektisch um, krame im Schrank und reiche ihm eins, ohne ihn anzusehen. Meine Finger berühren dabei seine für einen Moment – nass, warm. Mein Herz setzt aus.
Ich kann es nicht länger aushalten. Ich drücke ihm das Handtuch in die Hand und flüchte wieder raus, halb gestolpert über den Wäschekorb, und gehe zum Schrank.
Ich öffne ihn, blicke auf meine Klamotten und zwinge mich zur Ruhe.
Okay. Schlafanzug. Ich brauche einen Schlafanzug.
Ich ziehe mir selbst ein frisches Shirt und eine Jogginghose raus, dann halte ich inne.
Er hat nichts zum Schlafen.
Meine Finger gleiten über den Stoff meiner alten T-Shirts. Ich nehme eins raus, das ich mag – weich, angenehm, bisschen zu groß. Dazu eine lockere Hose, die ihm hoffentlich passt. Ich halte beides in der Hand und blicke kurz zur Badtür. Mein Herz schlägt wieder schneller.
Ich weiß nicht, warum ich es tue. Aber ich lächle.
Leicht. Nervös. Und mit diesem kleinen, zarten Funken Vorfreude.
Danke fürs lesen.
Eine kurz Frage wollt ihr etwas spicy zwischen den beiden?
Also ich hab das noch nie geschrieben ich könnte es aber versuchen, falls ihr euch das wünscht dann einfach 💓 kommentieren.
DU LIEST GERADE
Maxley
FanficNach den Finals feiern alle eine riesige Party doch etwas geht schief und jemand wird verletzt. Währenddessen nervt Bradley Max extrem und sie bekommen nicht mit wie die Polizei auftaucht. Sie werden erwischt und müssen als Strafe die ganzen Ferien...
