Teil 24

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Sicht Bradley

Ich schnaube genervt, während Max mich mit großen Augen anstarrt, als hätte ich ihn gerade um einen Gefallen gebeten.
Br: "Was? Wirst du da jetzt die ganze Nacht stehen und glotzen, oder hast du auch was zu sagen?" frage ich, die Arme verschränkt, um meine Unsicherheit zu überspielen.

Max blinzelt ein paar Mal und zieht dann langsam die Stirn kraus.
M:"Was ist dein Problem, Bradley? Du platzierst hier eine Show und zerrst mich einfach raus, ohne irgendeinen Grund zu nennen."

"Mein Problem?" Ich lache abfällig und deute mit einer Hand in Richtung der Clubtür.
Br: "Mein Problem ist, dass du mit diesem Mick abhängst, der nicht mal ansatzweise in deiner Liga spielt. Der Typ hat doch 'Verlierer' auf die Stirn tätowiert, und du lässt dich von ihm um den Finger wickeln."

Max verengt die Augen und tritt einen Schritt auf mich zu.
M: "Lass Mick aus dem Spiel. Das hier hat doch gar nichts mit ihm zu tun, oder? Sag mir lieber, warum du wirklich so einen Aufstand machst."

Ich rolle mit den Augen und wende mich halb ab, um nicht zugeben zu müssen, dass er absolut recht hat.
Br: "Weißt du was? Mach doch, was du willst. Wenn du mit so einem wie Mick abhängen willst, dann bitte. Ist ja nicht so, als ob mich das interessiert."

M: "Interessiert es dich nicht?" Max' Stimme ist ruhig, fast zu ruhig, was mich nur noch mehr reizt.
M: "Dann erklär mir, warum du so ausrastest. Warum platzt du hier rein  und ziehst mich raus? Bradley, was ist dein Problem mit Mick?"

Ich trete auf ihn zu und starre ihn aus nächster Nähe an.
Br: "Mein Problem mit Mick ist, dass er dich nicht kennt. Er weiß nicht, wie du wirklich bist. Du denkst doch nicht ernsthaft, dass der Typ es gut mit dir meint, oder?"

Max hebt eine Augenbraue, offensichtlich nicht überzeugt von meinem Versuch, das Thema auf Mick zu schieben.
M:"Ach, das ist es? Du bist also der Retter, der mich vor bösen Jungs wie Mick beschützen will? Klingt für mich mehr nach Eifersucht, Bradley."

"Eifersucht?" Ich lache kalt und mache einen Schritt zurück, um ihn abschätzig zu mustern.
M: "Träum weiter, Max. Warum sollte ich eifersüchtig sein? Auf dich? Auf Mick? Bitte."

Er verschränkt die Arme vor der Brust und schaut mich durchdringend an.
M: "Wenn du nicht eifersüchtig bist, dann erklär mir, warum du gerade hier bist."

Seine Frage trifft mich wie ein Schlag, aber ich lasse mir nichts anmerken. Stattdessen zucke ich die Schultern und setze ein selbstgefälliges Grinsen auf.
Br: "Ich wollte nur sehen, wie du dich blamierst, wenn du mit Mick abhängst. Aber wenn dir das so wichtig ist, dann geh ruhig. Viel Spaß mit deinem neuen besten Freund."

Absolut Wut entbrannt sieht Max mich an und kommt mir immer näher.
M: „ Ich werde jetzt wieder reingehen und ich werde ganz viel Spaß haben. Mehr als ich mit dir je haben könnte!"

Seine Worte treffen mich härter, als sie sollten, aber ich lasse mir nichts anmerken. Ich marschiere davon, mein Herz pocht wie verrückt, doch ich lasse mir nichts anmerken.

Verdammt, was macht dieser Typ nur mit mir?

Ich bleibe stehen und sehe wie er wieder in den Club reingeht.
Toll das ganze hat also überhaupt nichts gebracht.

Sicht Max
Ich reiße die Tür zum Club auf und lasse sie mit einem Knall hinter mir zufallen. Mein Puls hämmert, mein Gesicht brennt – und nicht nur vor Wut. Peinlich. Das war einfach nur peinlich. Warum zum Teufel habe ich das gesagt? Eifersüchtig? Was ist denn bitte falsch mit mir?

Ich schiebe mich durch die Menge, die Musik dröhnt in meinen Ohren, aber sie schafft es nicht, das Chaos in meinem Kopf zu übertönen. Warum habe ich überhaupt auf seine Provokationen reagiert? Warum lasse ich mir von ihm jedes verdammte Mal die Kontrolle entziehen?

„Max! Da bist du ja!" Mick taucht neben mir auf, ein breites Lächeln im Gesicht, als wäre nichts passiert. „Ich dachte schon, du bist abgehauen."

„Nein, ich... ich musste nur kurz raus." Ich winke ab, bemühe mich, meine Stimme normal klingen zu lassen. Dabei brennt immer noch alles in mir. Warum? Wegen Bradley, natürlich. Wer sonst?

„Alles okay?" Mick mustert mich mit einem verwirrten Ausdruck, aber ich nicke hastig.

„Ja, klar. Lass uns tanzen." Ohne auf eine Antwort zu warten, ziehe ich ihn mit auf die Tanzfläche. Ich brauche Ablenkung, irgendwas, um dieses Gefühl loszuwerden, das Bradley in mir ausgelöst hat – dieses Durcheinander aus Wut, Verwirrung und... etwas anderem, das ich jetzt lieber nicht genauer benenne.

Doch selbst als die Musik lauter wird und Mick mich anlächelt, spüre ich Bradleys Blick. Natürlich ist er gar nicht hier, aber in meinem Kopf steht er immer noch direkt vor mir, seine Augen voller Stolz und Überheblichkeit, diese verdammte Arroganz, die mich so unglaublich wütend macht – und die gleichzeitig dafür sorgt, dass ich keinen klaren Gedanken mehr fassen kann.

Ich drehe mich von Mick weg und schließe kurz die Augen. Es war nur ein dummer Streit, sage ich mir. Bradley hat ein Talent dafür, Leute aus der Fassung zu bringen, das ist nichts Neues. Aber warum fühlt es sich dann so an, als hätte er mich nackt in der Kälte stehen lassen, als ich ihm „Eifersucht" an den Kopf geworfen habe?

Verdammt. Warum war das überhaupt das Erste, was mir eingefallen ist?

Mick tippt mir auf die Schulter. „Hey, bist du sicher, dass alles in Ordnung ist? Du wirkst so... abgelenkt."

„Ja, alles gut." Meine Stimme klingt nicht überzeugend, aber es ist das Beste, was ich zustande bringe. „Ich geh mal kurz was trinken."

Ich lasse Mick stehen und schlängle mich in Richtung Bar. Die Musik verblasst ein wenig, als ich mich an die Theke lehne und nach Luft schnappe. Mein Gesicht ist heiß, meine Hände zittern leicht.

Eifersüchtig. Natürlich glaubt Bradley jetzt, dass ich ihm irgendwas unterstellen wollte. Dabei... warum fühlt es sich überhaupt so an, als hätte ich einen Nerv getroffen? Ist er wirklich eifersüchtig? Oder bilde ich mir das nur ein, weil ich mir wünsche, dass er es ist?

Der Gedanke bringt mich aus dem Gleichgewicht, und ich kneife die Augen zu. Ich will das nicht. Ich will nicht, dass Bradley mir so wichtig ist. Aber das ist er. Und das ist das eigentliche Problem.
Ein Problem, das ich besser in den Griff bekomme, bevor es noch schlimmer wird.

Also bestelle ich mir einen Drink nach dem anderen.
Ich bekomme nur halb mit wie Mick mir Bescheid gibt das er jetzt wieder geht und das ich auch gehen sollte.
Doch ich will noch nicht gehen ich will nicht in diese kleine Zimmer, nicht zu Bradley...

Maxley Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt