Teil 74 ENDE

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Bradley's Sicht

Wir saßen gemeinsam am Esstisch, und ich muss zugeben: Das Abendessen war einfach himmlisch. Goofy hatte Spieße gemacht, und jedes einzelne Stück Fleisch, Gemüse oder Pilz schmeckte wie Weihnachten in meinem Mund.

Am Anfang war ich noch ziemlich angespannt, konnte das kleine Kribbeln im Magen nicht abschalten. Max neben mir zu sehen half, aber es war immer noch nervöses Kribbeln – wir würden Goofy gleich alles sagen, und ich wusste nicht genau, wie er reagieren würde.

Während wir aßen, erzählte Goofy ein paar peinliche Kindheitsgeschichten von Max. Ich musste so oft lachen, dass mir die Tränen in die Augen stiegen. Das half unglaublich, die Anspannung ein Stück weit abzubauen. Max kicherte neben mir, und ich merkte, wie seine Hand leicht meine streifte. Ein kleiner, beruhigender Moment.

Nach dem Abendessen stand Goofy auf und sagte fröhlich: „So, jetzt müssen wir unbedingt noch einen alten, klassischen Weihnachtsfilm gucken – morgen ist ja schließlich schon Weihnachten! Ich such ihn mal gleich raus."

Ich sah Max an, und er wirkte plötzlich ernster. „Dad... wir müssen dir noch was sagen..." stotterte er ein bisschen.

Ich griff das Brot, das vor mir lag, und sagte ohne zu zögern: „Wir, Goofy... wir sind zusammen. Wir sind ein Paar. Wir sind nicht nur Freunde. Und ich liebe deinen Sohn. Ich liebe Max."

Max lächelte leicht, ein bisschen nervös, aber voller Hoffnung. „Ich hoffe, du kannst es akzeptieren."

Goofy sprang förmlich freudig in die Luft. „Natürlich, mein Sohn! Natürlich! Das ist die schönste Weihnachtsüberraschung! Mein Max hat endlich jemanden gefunden! Ich bin super glücklich! Ihr müsst mir sofort alles erzählen – wie ihr zusammengekommen seid, wie das alles passiert ist!"

Also fingen Max und ich an, unsere Geschichte zu erzählen. Erst waren wir Feinde, dann kamen Kanada, die Kaffeemaschine, all die kleinen Missgeschicke, die uns näherbrachten, und schließlich das große Chaos, das uns Herz über Kopf ineinander verliebt hatte.

Goofy hörte gebannt zu, völlig aufgeregt, hing an jedem Wort. Der Weihnachtsfilm, der eigentlich hätte laufen sollen, wurde plötzlich zur Nebensache. Alles, was zählte, war diese kleine, perfekte, völlig chaotische Liebesgeschichte, die gerade direkt vor seinen Augen erzählt wurde.

Und ich? Ich saß da, sah Max an, lächelte und fühlte, wie alles um uns herum plötzlich warm und richtig wurde. Weihnachten konnte jetzt kommen – wir hatten schon das perfekte Geschenk: uns.

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Nächster Morgen
Sicht Max

Ich wache auf, und das erste, was ich sehe, ist Bradley, der mich schon anstarrt. Sein Blick ist sanft, warm, und ich kann nicht anders, als zu lächeln. Ich habe noch nie glücklicher gefühlt als jetzt, in diesem Moment, mit ihm neben mir, das Licht vom Schnee, das durch die Vorhänge fällt, und dieses unglaubliche Gefühl von Zuhause.

Wir beugen uns voreinander, unsere Lippen treffen sich in einem langen, zärtlichen Kuss, der alles sagt, was Worte nicht können. Dann lächeln wir uns an, und Bradley flüstert: „Heute ist Weihnachten." Ich nicke, die Freude in mir springt hoch, und wir springen auf, um uns fertig zu machen.

Unten in der Küche duftet es schon nach Zimt. Goofy ist fleißig am Werk, Waffeln brutzeln, Plätzchen liegen auf dem Blech, und die ganze Küche wirkt wie ein kleines Weihnachtswunderland. Wir helfen, schnippeln Gemüse, rollen Spätzle, rühren die dunkle Soße, braten Hack und bereiten die Kartoffeln vor. Zwischendurch schlecken wir ein bisschen Teig von den Plätzchen – einfach, weil wir es können.

Rotkraut, Hackbraten, Spätzle, Kartoffeln, dunkle Soße – alles sieht perfekt aus. Zum Nachtisch gibt es Brownies mit Vanilleeis und heißen Himbeeren. Der Duft ist betörend, und jeder Moment fühlt sich gleichzeitig schnell und unendlich lang an.

Wir setzen uns gemeinsam an den Tisch. Goofy sitzt uns gegenüber und strahlt über das ganze Gesicht, aber eigentlich zählt gerade nur Bradley und ich. Wir sehen uns an, unsere Hände finden sich über dem Tisch, unsere Lippen treffen sich noch einmal in einem sanften Kuss.

Draußen fällt der Schnee, die Welt ist still und friedlich. Drinnen ist es warm, hell, und alles riecht nach Weihnachten, nach Liebe, nach Zuhause. Ich könnte mir keinen besseren Ort, keinen besseren Menschen vorstellen, mit dem ich dieses Weihnachten verbringen möchte.

Wir lachen, wir essen, wir genießen jeden Moment. Ich sehe Bradley an, und alles fühlt sich richtig an. Alles ist perfekt.

Und in diesem Moment weiß ich: So muss Weihnachten sein. Zusammen, glücklich, verliebt, unbeschwert. Ich drücke Bradley noch einmal an mich, und wir lächeln beide.

                                              Ende.

Maxley Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt