Teil 73

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Sicht Max

Schon verrückt, wie schnell die Zeit vergeht. Zwischen Halloween und Weihnachten liegen gerade mal
fast zwei Monate – und trotzdem fühlt es sich an, als hätten wir schon ein ganzes Jahr zusammen erlebt. Jetzt sind es nur noch zwei Tage bis Weihnachten, und Bradley und ich fahren heute zu Goofy. Ich kann's kaum erwarten.

Die letzten Wochen waren... naja, sagen wir mal stressig. Geschenke besorgen, Plätzchen backen, Weihnachtsdeko aufhängen, Termine hier, Termine da – aber verdammt, es hat sich gelohnt. Alles, was wir gemacht haben, fühlte sich irgendwie besonders an. Jede Kleinigkeit mit ihm.

Ich erinnere mich daran, wie wir zusammen Eislaufen waren, wie er mich manchmal absichtlich leicht aus dem Gleichgewicht gebracht hat, nur um mich dann lachend aufzufangen. Wie wir in Cafés saßen, uns warme Schokolade teilten und ich immer wieder seinen Blick erwischt habe, dieses kleine Funkeln, das ich so sehr liebe.

Der Weihnachtsmarkt war der absolute Wahnsinn. Die Lichter, die Musik, der Duft von Glühwein und gebrannten Mandeln – und wir mitten drin, Hand in Hand, lachend, uns in den Menschenmassen verlierend. Und dann die kleinen Dates beim Geschenke-Shoppen – er, wie er mir jedes Mal die Sachen zeigt und grinst, wenn er meint, dass ich genau das Richtige gefunden habe.

Es war einfach... schön. Jeden einzelnen Tag. Und je näher Weihnachten rückt, desto mehr freue ich mich darauf. Nicht wegen der Geschenke, nicht wegen des Essens, sondern weil ich ihn dabei haben werde. Bradley. Mein verrückter, lächelnder Idiot.

Und während ich da sitze und darüber nachdenke, merke ich, wie sehr ich mich auf heute freue. Auf die Fahrt zu Goofy, auf die Wärme, auf die Gespräche, auf die Momente, die nur wir haben. Weihnachten kann kommen – und ich weiß genau, dass es mit ihm einfach perfekt wird.

Bradley's Sicht
Ich sitze im Zug neben Max, die Landschaft zieht vorbeirauschend vorbei, und ich kann nicht anders, als ständig nervös auf meine Hände zu schauen. Ich freue mich so sehr auf Weihnachten – auf die Lichter, den Duft, die ganzen kleinen Traditionen –, aber gleichzeitig kribbelt es in meinem Magen wie verrückt. Heute treffe ich Goofy, Max' Vater. Und nicht einfach so – Max hat sich extra gewünscht, dass ich ihm persönlich erzähle, dass wir zusammen sind.

Ich werfe Max einen kurzen Blick zu. Er sitzt entspannt da, lächelt ein bisschen, und sofort wird mir bewusst, wie sehr ich mich auf ihn verlasse, wie sehr seine Nähe mich beruhigt.

„Alles gut?", fragt Max plötzlich, als hätte er meine Gedanken gelesen.

„Ja... ja, schon", antworte ich, aber meine Stimme klingt nicht so überzeugt, wie ich es gerne hätte.

Er legt seine Hand leicht auf meine und drückt sie sanft. „Du siehst aber ziemlich angespannt aus."

Ich lache nervös. „Okay, ja... ich freu mich schon richtig. Aber... naja, ich bin auch ziemlich nervös."

Max sieht mich skeptisch an, die Stirn leicht gerunzelt. „Wenn was auf deinem Herzen liegt, solltest du es mir sagen."

Ich atme tief ein. „Also... ich bin nervös, weil ich deinem Vater gleich sagen muss, dass wir zusammen sind." Meine Stimme wird leiser, fast ein Flüstern.

Er lächelt mich beruhigend an. „Er wird es gut aufnehmen, wirklich. Ich glaube daran. Du musst dir keine Sorgen machen."

Ich spüre, wie sich meine Anspannung langsam löst. Max' Blick, seine Hand, seine Stimme – alles vermittelt mir Sicherheit.

„Wir werden ein richtig schönes Weihnachtsfest haben", sagt er noch leise. „Und ich glaube, ihr zwei werdet euch super verstehen."

Ich nicke, ein kleines Lächeln auf den Lippen. Plötzlich fühlt sich alles leichter an. Weihnachten kann kommen – und ich weiß, dass es mit Max einfach perfekt wird.

Max Sicht

Der Zug hielt quietschend, und wir stiegen hinaus in die kalte Winterluft. Schneeflocken tanzten um uns herum, landeten auf unseren Jacken und glitzerten im Schein der Straßenlaternen. Ich zog meine Jacke enger zu, während ich zu Bradley schaute. Er wirkte immer noch ein wenig nervös, seine Hände vergruben sich in den Taschen, er wippte leicht von einem Fuß auf den anderen. Ich musste lachen – so süß wirkte er dabei.

„Los, wir müssen zu Goofy!", sagte ich und zog ihn leicht am Arm, um uns schneller voranzubringen.

Da sahen wir ihn schon: Goofy stand da, winkte heftig mit beiden Armen. Mein Herz machte einen kleinen Sprung. Oh Mann, dachte ich kurz, peinlich, total peinlich. Doch dann sah ich, wie Bradley hektisch zurückwinkte, und das sah so ulkig aus, dass ich fast kichern musste. Es wirkte gleichzeitig süß und leicht tollpatschig – typisch Bradley eben.

Wir rannten also ein Stück, die Schneeflocken peitschten uns ins Gesicht, aber wir erreichten Goofy schließlich. Er zog uns beide sofort in eine warme, feste Umarmung. „Ich freu mich immer, neue Freunde von Max kennenzulernen!", rief er fröhlich. „Steigt ein, wir fahren gleich mal zum Einkaufsladen und holen noch ein paar leckere Sachen."

Bradley und ich lachten, stiegen ins Auto und setzten uns nebeneinander. Schon die Fahrt selbst war ein kleines Abenteuer: wir sahen die Stadt vorbeiziehen, die Lichter glitzerten auf dem Schnee, und Bradley lehnte sich leicht gegen mich, als wollte er sich daran festhalten.

In der Mall war sofort Weihnachtsstimmung pur. Goofy hatte bestimmt schon zwei Boxen voller Dekorationen zu Hause, aber er meinte lachend: „Man kann nie genug Weihnachtsschmuck haben!" Wir lachten alle, stöberten durch Lichterketten, Kugeln, künstlichen Schnee und ein bisschen kitschigen Glitzer.

Wir tranken heiße Schokolade, aßen ein paar Plätzchen, und für einen Moment schien die ganze Welt stillzustehen. Es war einfach... schön. So richtig, rundum schön. Ich sah zu Bradley rüber, und er lächelte – seine Nervosität schien langsam zu schwinden, ersetzt durch Vorfreude und ein kleines Funkeln in den Augen.

Als wir schließlich wieder bei Goofy zu Hause ankamen, blieb ich kurz stehen, sah zu Bradley und spürte die Wärme zwischen uns. „Weißt du was?", flüsterte ich, „nach dem Essen sollten wir es ihm sagen. Dass wir zusammen sind."

Bradley nickte, seine Hand fand meine, und wir wussten beide, dass dieser Moment kommen musste. Aber gerade jetzt, mitten im Schnee, bei Goofys herzlicher Begrüßung und der ganzen Weihnachtsstimmung, war alles andere egal. Wir hatten einander – und das war genug.

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Ich freu mich schon richtig auf Weihnachten. 🎅🏼

Maxley Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt