Sicht Bradley
Ich stoße mich noch einmal ab, diesmal etwas vorsichtiger, aber das Laken weigert sich standhaft, still zu bleiben. Die Sonnenbrille rutscht ständig, das Stoffteil hängt mir vor den Knien, und ich merke, wie ich jedes Mal, wenn ich einen kleinen Trick probiere, beinahe ins Wanken gerate.
„Uff... oh Mann", murmele ich, während ich auf dem Board balanciere und versuche, nicht auf die Nase zu fallen.
Max steht ein paar Meter entfernt, die Arme wieder verschränkt, aber dieses Mal grinst er breit. „Nicht so schnell, Bradley! Du fällst noch!"
„Ich hab alles unter Kontrolle!", rufe ich zurück, obwohl ich innerlich schon weiß, dass das nicht stimmt.
Kaum habe ich den Satz gesagt, rutscht mein vorderes Bein ein Stück weg, und ich schwanke bedrohlich. Instinktiv strecke ich die Arme aus – und direkt in Max' Richtung.
Er fängt meine Hände auf, fest, warm. „Pass auf!", sagt er leise, fast wie ein Flüstern, und ich spüre, wie mein Herz einen kleinen Sprung macht.
„Danke...", murmele ich, ein bisschen außer Atem, während ich mich wieder stabilisiere.
Max lacht leise, diese Mischung aus Freude und Nervenkitzel in seinen Augen. „Du siehst echt süß aus, wie du da drin versuchst, nicht hinzufallen."
Ich blinzle überrascht, versuche, cool zu wirken, aber mein Grinsen verrät mich. „Süß? Ich bin ein Geister-Skateboard-Profi!", sage ich, wobei ich beinahe wieder ins Wanken gerate.
Max tritt ein bisschen näher, seine Hand bleibt in meiner, und ich spüre, wie nah wir uns stehen. Es ist absurd, witzig und gleichzeitig irgendwie aufregend – ich kann nicht anders, als diese kleine Spannung zu genießen.
„Na dann... noch ein Trick?", frage ich, und er nickt, die Augen funkelnd.
Ich stoße mich ab, diesmal mit mehr Vorsicht, und versuche, ein kleines Drehmanöver zu machen. Natürlich stolpere ich fast wieder, aber Max ist sofort da, seine Hand greift nach meiner, lenkt mich sanft, und wir lachen beide.
„Du bist unmöglich", sagt er, halb lachend, halb ernst, während wir uns kurz ansehen.
Ich grinse nur, weil ich weiß, dass ich es liebe. Dieses Chaos, diese Nähe, diese kleinen Berührungen – alles zusammen macht mich schwindelig vor Freude.
Max' Sicht
Es ist schon spät geworden, die Sonne ist längst untergegangen, und ich merke, wie meine Beine leicht müde sind. Bradley hat sich erstaunlich schnell verbessert. Sein Gleichgewicht ist inzwischen fast perfekt, und er kann ziemlich gut fahren. Wenn wir morgen von Haus zu Haus düsen, sollte das kein Problem sein. Und auf der Party später... nun ja, da muss man eh nicht so viel Skateboard fahren.
„Okay, ich glaube, das reicht für heute", sage ich schließlich, während ich mich auf die Bank am Skateplatz setze und tief durchatme.
Bradley nickt, wischt sich den Schweiß von der Stirn. „Ja, du hast recht. Ich bin kaputt... aber hey, es läuft schon besser als am Anfang."
Ich grinse. „Auf jeden Fall. Und außerdem müssen wir noch ein Laken und eine schwarze Sonnenbrille für dich besorgen. Du hast ja gerade mein Kostüm an, also fehlt noch dein eigenes."
Er schaut mich an, die Augen leicht amüsiert. „Ah, stimmt. Na dann, los!"
Wir packen unsere Sachen zusammen und machen uns auf den Weg zurück. Bradley zieht das Laken wieder aus, und ich kann nicht anders, als kurz zu lächeln, wie er da steht – zerzaust, ein bisschen verschwitzt, aber irgendwie... unwiderstehlich.
Hand in Hand laufen wir durch die Straßen, die Lampen werfen warme Lichtkegel auf den Gehweg. Die Stadt ist abends ruhig, nur ein paar Passanten hasten vorbei, und wir schlendern eher langsam. Es fühlt sich... gut an, so zu zweit unterwegs zu sein.
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Maxley
Fiksyen PeminatNach den Finals feiern alle eine riesige Party doch etwas geht schief und jemand wird verletzt. Währenddessen nervt Bradley Max extrem und sie bekommen nicht mit wie die Polizei auftaucht. Sie werden erwischt und müssen als Strafe die ganzen Ferien...
