Teil 57

79 3 4
                                        

Max' Sicht — der Moment danach

Ich höre ihn atmen.
Tief. Schwer. Warm an meinem Hals.

Bradleys Brust liegt noch auf meiner. Seine Haut ist leicht verschwitzt, sein Atem streift meine Wange.
Seine Hand ruht auf meinem Bauch – locker, aber er zieht sie nicht weg.
Ich spüre noch, wie mein Körper zuckt.
Nicht weil mir kalt ist, sondern weil mein Kopf nicht nachkommt.

Was gerade passiert ist, fühlt sich wie ein Traum an.
Aber ich bin wach.
Wacher als je zuvor.

Ich öffne langsam die Augen und sehe zur Seite.
Da ist er.
Seine Stirn an meiner, seine Lider halb geschlossen.
Und dann –
dieser Blick.

Als würde er nicht wegsehen wollen.
Nicht jetzt. Nicht mehr.

„Hey...", flüstere ich.
Meine Stimme ist heiser. Ich habe mich selbst kaum reden hören währenddessen.

Er lächelt nur leicht. Hebt eine Braue.
„Hey."

Seine Hand streicht langsam über meinen Arm, sanft, wie ein Nachglühen.
Er sagt nichts. Und das ist okay.
Weil alles in seinem Blick liegt.
Er sieht mich an, als hätte ich ihm irgendwas gegeben, was er nicht mehr verlieren will.

Ich kann nicht anders, als zu grinsen. Müde. Zärtlich.

„Du bist voll rot im Gesicht", murmele ich, einfach, weil ich irgendwas sagen muss, bevor ich durchdrehe.

„Ach ja?" Er blinzelt, dann lacht er leise. „Und du bist total zerzaust."

Ich lache mit. Es ist leise. Echt.
Sein Lachen klingt tiefer als sonst, wie ein Nachklang von allem, was zwischen uns passiert ist.

Dann wird er wieder still.
Zieht mich enger an sich.
Unsere Beine sind ineinander verschlungen.
Ich merke, wie sein Daumen kleine Kreise über meine Hüfte zieht. Fast unmerklich.

Ich schließe die Augen.
Nicht, weil ich schlafen will.
Nur, weil ich will, dass dieser Moment bleibt.

„Ich..."
Ich zögere.
Aber dann kommt es raus.
„Ich hab noch nie so... ich weiß nicht. Ich hab mich noch nie so richtig gefühlt."

Er antwortet nicht sofort.
Aber dann dreht er mein Kinn zu sich.
Sein Blick ist ernst.
Warm. Offen.

„Weißt du, was ich gedacht hab, als du unter mir gelegen hast?"
Seine Stimme ist leise, aber bestimmt.

Ich schüttle den Kopf.

„Dass du meiner bist. Und dass ich das nie wieder loslassen will."

Ich schlucke hart.
Sein Blick bohrt sich in meinen.
Keine Zweifel. Kein Spiel.
Nur Ehrlichkeit.

Ich nicke.
„Ich will auch nicht mehr zurück."

Er zieht mich näher.
Drückt einen Kuss auf meine Stirn.
Langsam. Fest.

Und dann liegt er einfach nur da. Hält mich.
Und ich weiß:
Das hier war nicht einfach nur etwas zwischen unseren Körpern.

Es war alles.


Hoffe es gefällt euch. 💖

Maxley Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt