Alan war mitten in der Nacht von einem lauten Geräusch geweckt worden. Normalerweise wäre er ja im Bett geblieben, in dem alten Haus klapperte es öfters mal, doch aus Angst um seinen jungen Gast, hatte er sich schlaftrunken auf die Suche nach der nächtlichen Ruhestörung begeben.
Ein ungutes Gefühl hatte ihn beschlichen, als er die düsteren Flure durchquerte. Dunkle Schatten hatten sich zu gruseligen Gestalten geformt.
Ein starker Windzug war ihm entgegen gekommen. Doch er hatte sich nicht daran erinnern können, ein Fenster offen gelassen zu haben.
Vorsichtig war er dem tosen des Windes gefolgt. Es hatte ihn auf die Galerie geführt.
Ausgerechnet in jenen bedeutungsvollen Raum, der Alan damals wieder Aufschwung bereitet hatte. Er hätte eigentlich verschlossen sein sollen.
Kalte Luft war auf ihn zu geströmt. Alan hatte gezögert.
Instinktiv hatte er gewusst, dass das ganze etwas mit dem zurückhaltenden Danny zu tun hatte. Zum ersten Mal, hatte er an der Entscheidung gezweifelt, den Jungen bei sich aufgenommen zu haben. Es war nicht seine Pflicht ihm zu helfen. Er war doch schon mit seinem eigenen Leben vollkommen überfordert.
Im Türrahmen war er hilflos stehen geblieben. Die Situation hatte ihn erstmal verunsichert.
Eines der großen, bis zum Boden reichenden Fenster, war komplett zerbrochen. Das Fensterglas war in tausend kleinen Splittern, auf dem Boden zerstreut gewesen, die wie Diamanten im Blitzlicht aufgeleuchtet hatten. Darin, hatte eine ihm fremde, offenbar leblose Gestalt gelegen.
Mitten im Saal, war ausserdem ein ein verkrümmtes, erbärmlich zitterndes Geschöpf gekauert, dessen Atem rasselnd ging.
Dieses Bild, hatte schließlich den Ausschlag gegeben. Bestimmt hatte Alan sich in Bewegung gesetzt. Er war neben das armselige Geschöpf niedergekniet und hatte es behutsam hochgehoben. Nachdem er Danny ins Bett zurück gebracht hatte, war er zurückgekommen.
Der doch nicht so leblose Junge, hatte aufgestöhnt, als er ihn ebenfalls hochgehoben hatte. Sein Arm war gebrochen. Außerdem hatte er überall Schürfungen und Prellungen. Er war klitschnass gewesen. Alan hatte beschlossen, mit verarzten bis zum nächsten Tag zu warten. Also hatte er ihm bloß ein Schmerz-und Schlafmittel gegeben. Davor, hatte er ihm die durchnässte Hose und den triefenden Pulli ausgezogen. Noch lange war er an seinem Bett gesessen und hatte seine Hand gehalten. Bis das leise wimmern schließlich abgeflaut war und die Medikamente angefangen hatten zu wirken.
Jetzt, war er wieder bei Danny im Bett. Der Junge zitterte immer noch, doch sein Atem hatte sich beruhigt, als Alan sich zu ihm gelegt hatte. Fest umklammerte der Kleine seine Hand. Er schien einfach die Gewissheit zu brauchen, dass jemand da war.
Irgendwann ging sein Atem regelmäßig, das Zittern ebbte ab. Alles war wieder gut.
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Bloody Legend - Coldblood
FantasyDanny, der intelligente Junge mit den Eisblauen Augen. Toby, der Junge der fliegen könnte, wenn er wollte. Ilan, der mit jedem Pinselstrich vergangenes verarbeitet. Ihre Begegnung wird alles verändern. Der neunjährige Danny wächst abgeschottet von d...
