Alan fühlte sich um Jahre zurückversetzt, als er jetzt dem schmächtigen Jungen in die Augen blickte. Doch statt wie damals in ihren Tiefen zu versinken, war es ihm eher, als würde er den Himmel berühren. Dies war jedoch so ziemlich der einzige Unterschied den er ausmachen konnte.
Seine Haare waren vom gleichen Weissblond und die aufgeweichte Kleidung, war ihm ebenfalls viel zu groß.
Für einen kurzen Moment überlegte Alan den Jungen hinaus zu bitten. Wollte er wirklich wieder an alles von damals erinnert werden? Er würde sich damit nur unnötig in Gefahr begeben. Dabei hatte er doch mit alldem abgeschlossen. Doch die Versuchung war einfach zu groß.
"Kommt ganz darauf an, wie die Frage lautet."
Der Junge schaute ihn durchdringend an, was manch einem unangenehm vorkam, doch Alan war dies gewohnt.
"Für was stehen die verschiedenen Augen, außen an ihrer Fassade?", kam die direkte Frage.
Unwillkürlich breitete sich ein kleines Lächeln auf Alans Gesicht aus. Er hatte keine Ahnung woher der Junge auf einmal kam, doch in seinem Gesicht standen Fragen geschrieben und Alan wollte ihm nur allzu gerne helfen.
"Die Antwort auf diese Frage ist lang und kompliziert. Vielleicht möchtest du dich vorher abtrocknen und ich mache uns währenddessen einen Tee?"
Gespannt wartete Alan die die Reaktion ab. Der Junge strich seelenruhig über den Rahmen des Bildes. Es stellte den Wald in herbstlicher Stimmung dar und war eines, von Alans liebsten.
"Haben Sie all die Bilder gemalt?"
Er stellte ihm eine Gegenfrage statt gleich zu antworten, genau wie Alan erwartet hatte:" Nein. Diese hier, sind nicht von mir."
Der Junge nickte bloß geistesabwesend, starrte weiter auf das Bild.
"Gefallen sie dir. Schau nur wie echt das ganze aussieht. Jedes noch so kleine Detail wurde vom Maler genau erfasst. Dinge, die man von bloßem Auge beinahe nicht sehen kann. Die Farben gehen perfekt ineinander über", er hatte sich etwas zu dem Jungen runtergebeugt. Aus den Augenwinkeln sah er, dass der Kleine gebannt an seinen Lippen hing. Er schmunzelte;" Wusstest du, dass jedes Bild eine Seele besitzt?"
" Eine Seele?"
" Ja eine ganz eigene Seele", er richtete sich wieder auf;"Denn sowohl Maler, als auch Modell, geben ein Stück von sich für das Werk."
Ein Lächeln breitete sich auf dem Gesicht des Jungen aus. Jetzt wurde sich Alan des Unterschieds noch bewusster. Mattys Lachen war immer ganz anders gewesen. Dieses Lächeln war kleiner, sanfter. Mattys jedoch, war ihm breit und überschwänglich in Erinnerung. Doch trotzdem besaßen beide das gleiche ansteckende Strahlen, welches in ihren blauen Augen ein wahres Feuerwerk auslöste.
" Ich will sie wirklich nicht unnötig belästigen. Aber ich hätte sehr gerne einen Tee", ein Teil der Zurückhaltung, war nun aus seinem Blick gewichen.
" Du belästigst mich nicht, im Gegenteil, ich wollte mir gerade eine Kanne aufsetzten und bin um etwas Gesellschaft mehr als froh. Komm, ich zeige dir das Badezimmer", mit einer Handbewegung, wies er dem Jungen die Richtung und schloss anschließend, die immer noch angelehnte Tür nach draußen. Er verspürte ein aufgedrehtes Kribbeln im Bauch, dass er sonst nur empfand, wenn er ein spannendes Buch las. Es kam ihm vor, als hätte er so viel verpasst in letzter Zeit, allein, verbarrikadiert mit seinen Büchern. Er kannte die Gefahren sich mit Blauaugen einzulassen. Aber dieser Junge schien komplett ahnungslos. Alan hätte es nicht übers Herz gebracht, ihn abzuweisen. Dazu war er außerdem viel zu neugierig. Aufgeregt, folgte er dem Jungen nach.
Pfeifend machte die Teekanne auf sich aufmerksam. Alan schenkte den Tee in zwei Tassen. Die Kanne war schon ziemlich alt, sowie beinahe alles in dem großen Haus. Aber das war es eigentlich auch, was Alan daran so mochte. Jedes Staubkorn, war für ihn eine Rarität. Benutze Teller und Besteck standen auf der Ablage, weil Alan die Zeit lieber zum lesen nutzte, als zum Abwaschen. Bücher waren auch hier in jeder Ecke vertreten. Außerdem, hing an jeder Wand mindestens ein selbst gemaltes Bild.
" Vom wem sind die Bilder dann, wenn nicht von Ihnen?"
Ohne Vorwarnung war der kleine Junge ins Zimmer getreten.
Alan drehte sich mit den Tassen im der Hand zu ihm um. Ihm gefiel die Art wie der Junge ohne große umschweife Fragen stellte. Matty hatte dass immer genauso gemacht.
"Meiner Mutter", er stellte die Tassen auf den meterlangen Tisch;" Sie war unglaublich begabt."
Der Junge besah sich jedes einzelne Bild im Raum genau:" Sie hat sehr oft Landschaften gemalt", bemerkte er.
" Ja, das war ihre Spezialität. Sie hatte das Talent, die Schönheit der Natur zur Geltung zu bringen. Manchmal, sass sie stundenlang irgendwo und hat gemalt. Oft kam sie tagelang nicht nach Hause und selbst hier, hatte sie immer einen Pinsel in der Hand", er beobachtete den Jungen aufmerksam.
"Sie muss eine tolle Mutter gewesen sein", bedauernd, blieb sein Blick an einem Foto über dem Küchenschrank hängen. Es war ein altes Familienfoto, das Alan mit seinen beiden Schwestern und seinen Eltern zeigte;" eure Familie sieht sehr fröhlich aus."
Akan fühlte einen Stich im Herzen:" Das waren wir auch. Bei uns gab es immer etwas zu lachen. Dafür hat mein Vater schon gesorgt. Durch das Geschäft war das Haus immer voll und Abends, kamen auch noch immer Leute. Unsere Tür stand allen offen", er lächelte tapfer.
" Welches Geschäft?", der Junge stellte seine Fragen immer sehr behutsam, als wollte er niemanden zur Antwort zwingen. Seine sanfte Stimme war angenehm zum zuhören.
" Den Buchladen. Meine Eltern haben ihn gemeinsam geführt. Du wirst bei uns keinen einzigen Raum ohne Bücher finden, glaub mir", lachend setzte er sich auf einen wackeligen Stuhl.
Der Junge nickte nachdenklich und setzte sich ihm gegenüber auf die Bank.
" Hier sind Milch und Zucker. Nimm dir einfach was du brauchst", er schob Zuckerdose und Milchkanne zu ihm hin.
Alan wusste dass er der Höflichkeitshalber, hätte wegblicken sollen. Doch es viel ihm schwer. Die Ausstrahlung des Jungen fesselte ihn. Wie er sich bemühte seriös zu wirken, aufrecht zu sitzen. Seine feine Hand, die die Tasse fest umklammert hielt, wie einen Anker, oder seine Beine, die unter dem Tisch kaum merklich begonnen hatten hin und her zu Wippen. Seine Augen waren kalt, eine Mauer aus Eis. Doch Alan wusste, dass sich dahinter so viel mehr verbarg.
"Danny", kam es plötzlich von dem Jungen.
"Wie bitte?", Alan blinzelte verwirrt.
"Danny. Mein Name. Den wollen sie doch bestimmt wissen."
Alan fiel auf, dass er den Jungen insgeheim immer Matty genannt hatte. Er war der Meinung gewesen nur dieser Name, konnte zu diesen blauen Augen passen. Genauso wie er gedacht hatte ihre Augen wären alle dieselben, doch das stimmte nicht, sogar innerhalb der Rassen, gab es Unterschiede.
Er lächelte:" Der Name passt gut zu dir."
"Und ihr Name. Passt der auch zu Ihnen?"
Er stellte ihm diese Frage ganz selbstverständlich. Solche Fragen ohne Hemmungen zu stellen, war etwas, dass er an Matty immer geschätzt hatte.
"Ich weiß nicht. Findest du Alan passend für mich?", amüsiert zog er die Augenbrauen hoch.
Danny musterte ihn eingehend. Dann nickte er bestimmt:" Ja, Sie sind definitiv ein Alan."
Daraufhin muss Alan, zum ersten Mal seit langer Zeit, herzhaft lachen:" Na da bin ich aber erleichtert."
Der Junge lächelte ebenfalls. Er schien zufrieden:" Sie sollten öfters Lachen. Dann sieht man Ihre Grübchen."
Verlegen schob sich Alan die Brille zurecht. Die Augen des Jungen blickten offen und ehrlich. Er mochte ihn, obwohl er ihn gar nicht richtig kannte. Schließlich räusperte er sich:" Von wo aus der Stadt kommst du, Danny?"
"Oh, ich wohne nicht in der Stadt. Ich bin zum ersten Mal hier", vorsichtig nippte er an dem immer noch dampfenden Tee.
Alan runzelte die Stirn:" Also warst du vorher noch nie in Larea? "
"Nein, aber bis jetzt gefällt es mir sehr gut."
Das erstaunte Alan nun doch ein bisschen. Danny musste noch viel ahnungsloser sein als er dachte.
" Wo sind denn Ihre Bilder?"
"Meine Bilder?", er kratzte sich ertappt am Kopf;" Das sind nicht so viele. Die lohnt es sich nicht aufzuhängen."
"Kann ich sie trotzdem sehen?"
Verwundert schaute Alan auf. Danny schien sie wirklich gern sehen zu wollen. Bittend sah er ihn an. Alan lächelte. Er hatte die Bilder, die er seit er hier war gemalt hatte, für sich gezeichnet. Er hatte nicht vorgehabt, sie je irgendwem zu zeigen. Doch Danny war jemand, bei dem es ihm nichts ausmachte.
"Ja, warum nicht. Komm mit, sie sind einen Stock weiter unten. Ach und duz mich ruhig. So viel älter als du bin ich nun auch nicht", aufgedreht zwinkerte er ihm zu.
Bereitwillig folgte Danny ihm.
In ihrem großen Haus konnte man sich leicht verlaufen. Es gab so viele geheime Gänge und Treppen. Ins Bad zum Beispiel, stieg man von oben durch eine Leiter ein und in eins der vielen Zimmer, kam man durch den Kleiderschrank hereinspaziert. Alan selbst hatte bestimmt noch nicht jeden einzelnen Winkel gesehen, obwohl er hier seine Kindheit verbracht hatte.
Ihm fiel auf, wie Danny sich aufmerksam umblickte, die Umgebung in in sich aufsaugte.
Schließlich kamen sie auf der Galerie zu stehen. Zwei Türen führten in zwei unterschiedliche Räume. Alan zögerte. Dann im letzten Moment überlegte er es sich anders und öffnete die Rechte. Das Zimmer dahinter lag dunkel da. Durch die großen, bis zum Boden reichenden Fenster, die zum Hof hinausführten, schien bereits der Mond. An die Wände gelehnt, standen Bilderrahmen. Weitere Staffeleien versperrten den Platz.
Alan zündete das Licht an und wies auf die Bilder an der Wand:" Das sind sie. Schau sie dir ruhig an."
Das tat Danny dann auch. Er schaute sich jedes an, bis auf das letzte. Doch er schien nicht zufrieden. So als habe er etwas anderes erwartet. Die Bilder waren nicht besonders kunstvoll. Es waren bloße Skizzen. Ein Sternenhimmel, ineinander übergreifende Hände, Formen und Zeichen, die keinen Sinn ergaben. Dinge ohne Bedeutung.
"Sind das alle?", fragt er höflich.
Alan zögerte. Dann nickte er.
Dannys Blick durchbohrte ihn förmlich. Alan wusste dass er ein schlechter Lügner war. Er hatte die Bilder zwar gezeichnet, jedoch war er damals noch ein Kind gewesen. Doch der Junge sagte nichts mehr dazu und schaute stattdessen aus dem Fenster.
Das Gewitter hatte inzwischen wieder eingesetzt. Stärker als zuvor. Der Regen trommelte gegen die Fensterscheibe.
Alan fing den Gesichtsausdruck des Jungen auf. Die geweiteten Augen.
"Alles in Ordnung?"
Danny hatte sich sofort wieder unter Kontrolle:" Ja. Es ist nur, wissen Sie...ich bin nicht alleine nach Larea gekommen. Aber mein Freund und ich wir...haben uns sozusagen verloren", er stockte. Kniff die Lippen zusammen.
" Das tut mir leid. Wo habt ihr euch denn verloren. Vielleicht kann ich helfen?"
"Nein, nein. Nicht so verloren wie Sie meinen. Es ist eher so, dass er...entführt wurde", das letzte Wort brach förmlich aus ihm heraus.
Alan wurde hellhörig:" Entführt?"
Doch der Junge hatte sich zum Fenster gedreht, starrte hinaus. Die dünnen Arme um den Körper geschlungen.
Mitfühlend legte ihm Alan die Hand auf die Schulter: "Weißt du, bei Dunkelheit wirkt alles noch mal viel schlimmer. Was hältst du von etwas Schlaf. Du kannst gerne hierbleiben. Morgen werden wir deinen Freund ganz sicher finden."
Dannys dankbarer Blick erwärmte sein Herz. Erst jetzt wurde ihm richtig klar, wie verletzlich der Junge war.
Alan war froh, dass Danny zu ihm gefunden hatte. Aber gleichzeitig, war er sich nicht sicher ob er schon bereit dazu war. Ihm eine Hilfe sein konnte. Sein Blick blieb, als sie das Zimmer verließen, für eine Sekunde an der Tür des Raumes nebenan hängen. Sein gut gehütetes Geheimnis. Hinter verschlossenen Türen.
Alan klopfte sachte an die geöffnete Holztür. Das Zimmer, welches er Danny zugewiesen hatte, war mit einer Bordüren Tapete versehen. Hier stand nichts weiter, als ein riesengroßes Himmelbett. Man sah ihm an dass es schon einige Jahre hinter sich hatte. Ein dunkelblauer Samtbaldachin thronte auf dem Gestell. Tausende Kissen stapelten sich auf der weich gepolsterten Liegefläche. Man bekam sofort dass Bedürfnis, sich in die urgemütliche Koje zu kuscheln. Das war mitunter ein Grund, warum er Danny hier einquartiert hatte. Der Junge sollte sich zu Hause fühlen. Ein anderer war die verspiegelte Dachschräge durch die man in den Sternenhimmel sehen konnte.
Und auch wenn die Einrichtung alt war und ziemlich verstaubt, hatte Alan dieses Zimmer als Kind geliebt. Sie hatten es als Gästezimmer benutzt. Oft aber hatte er sich in der Nacht heimlich in die anschmiegsame rosa Bettwäsche gekuschelt.
Die Dielen quietschten unter seinen Füßen als er eintrat. Danny hatte sich gerade dass karierte Pyjamaoberteil über den Kopf gezogen. Er lächelte schüchtern.
"Bist du im Bad schon fertig. Brauchst du noch irgendwas. Möchtest du noch etwas trinken, einen Tee vielleicht?", Alan wollte unbedingt das Wohlwollen des Jungen sichern.
"Nein, danke sehr. Das ist wirklich sehr freundlich.", unsicher blickte er zum Bett;" Ist es Ihnen ganz sicher recht, wenn ich hier schlafe?"
Alan lachte:" Nur wenn du endlich anfängst du zu sagen, ich bekomme sonst noch graue Haare."
Danny vergewisserte sich erst, ob er dass ernst meine, dann wurde sein Lächeln breiter. Er nickte. Die Dankbarkeit in seinen Augen erwärmte Alans Herz.
"Na dann", er legte Danny behutsam die Hand auf den Rücken;" Ab ins Bett würde ich sagen."
Folgsam folgte Danny seiner Aufforderung. Alan half ihm die Decke anzuheben und Danny kraxelte ins Bett.
Kurz zögerte Alan, dann deckte er den zierlichen Jungen schonend zu.
Als er sich bereits zum gehen gewandt hatte, hielt Danny ihn zurück.
" Glaubst du wirklich dass wir ihn finden?", es war nicht mehr als ein Flüstern. Man hätte es auch leicht überhören können.
Alan hielt mitten in der Bewegung inne. Er seufzte, dann drehte er sich entschlossen um und setzte sich zu auf die Bettkante:" Ja Danny. Da bin ich mir sicher. Ich verspreche dir, dass ich alles tun werde damit dir und deinem Freund kein Leid zustößt", er meinte dies aufrichtig und ehrlich.
Danny lächelte bloß mechanisch. Im Mondlicht schien er noch bleicher als vorher.
Alan fragte sich, von was für einem Freund er da redete. Etwa noch ein Blauauge? Besaß Danny überhaupt so etwas wie eine Familie.
" Was ist mit deinen Eltern Danny?", er hatte jetzt selbst begonnen zu flüstern, war ganz ernst geworden.
Der Junge schaute zu ihm auf:" Das würde ich auch gerne wissen."
Für einen Moment schauten sie einander an. Sich der merkwürdigen Verbindung durchaus bewusst.
Alan glaubte zu wissen was mit Dannys Eltern passiert war. Doch er ließ Danny lieber im Dunkeln. Manchmal war die Wahrheit schmerzhafter, als die Ungewissheit.
Stadtessen versuchte er sich an einem Lächeln:" Soll ich dir ein Geheimnis verraten Danny. Dieses Bett, ist nicht nur ein einfaches Bett, sondern ein magisches Bett?"
Echt?", jetzt strahlten seine Augen wieder, wenn auch nicht so wie zuvor.
" Ja. Es kann nämlich etwas ganz tolles. Es vertreibt schlechte Träume."
" Wirklich wahr?"
" Natürlich. Leute die von fürchterlichen Albträumen geplagt wurden, hab hier drin geschlafen wie ein Stein."
" Das ist toll", jetzt konnte er wieder lächeln;" Aber ich brauche so etwas nicht. Ich hatte noch nie in meinem Leben einen Traum."
Alan blinzelte verwirrte:" Wirklich noch nie? Bist du ganz sicher?"
Danny nickte voller Überzeugung.
Das verwunderte Alan doch ein bisschen. Aber er fragte nicht nach. Er merkte wie schwer es Danny fiel, die Augen offen zu halten.
"Dann wirst du ganz bestimmt gut schlafen".
Dannys Kopf sank auf das übergroße Kissen. Seine Lieder klappten sogleich zu. Das Gewitter wurde immer lauter. Sanft Strich Alan ihm über den Kopf. Er hatte das Bedürfnis ihn zu beschützen. Vor allem was da draußen lauerte.
"Gute Nacht, Danny", er erhob sich vorsichtig.
"Danke", kam es als leise Antwort. Doch die Dankbarkeit darin war war unermesslich.
Als Alan Danny schließlich alleine lies, blieb er einen Moment baff, vor der geschlossenen Zimmertür stehen. Der Junge war ihm ein Rätsel. Woher kam er, was wusste er, warum war er überhaupt noch am Leben. Blauaugen spazierten normalerweise nicht einfach durch die Stadt und fragten Leute nach ihren Hausfassaden. Sie taten nichts dergleichen. Sie existierten nicht. Er hatte in seinen dreiundzwanzig Lebensjahren nur ein einziges Blauauge getroffen und war der Meinung gewesen, das würde auch so bleiben. Doch nun war Danny in sein Leben getreten und hatte eine Tür geöffnet, die Alan lange verschlossen glaubte.
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Bloody Legend - Coldblood
FantasiDanny, der intelligente Junge mit den Eisblauen Augen. Toby, der Junge der fliegen könnte, wenn er wollte. Ilan, der mit jedem Pinselstrich vergangenes verarbeitet. Ihre Begegnung wird alles verändern. Der neunjährige Danny wächst abgeschottet von d...
