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Belle Malik, wie klang das denn bitteschön. Ich hätte mich dafür schämen können. Doch Mam bestand darauf Yassers Nachnamen anzunehmen, weshalb ich auch dazu gezwungen wurde, mein Nachname zu ändern. Belle Malik. Passte nun wirklich nicht zusammen.

Seit ihrer Hochzeit vergingen mehrere Tage, weshalb Mam und ich damit beschäftigt waren umzuziehen. Zuerst war ich total dagegen und meinte, dass ich unser Haus und mein Zimmer behalten möchte. Das hatten sie mir aber auch weggenommen.

Nun packte ich meine ganzen Sachen in mehrere Umzugskartons. Denn Mam war der Meinung, dass unser neues Haus einfach größer war, somit war sie sofort dafür dahin zu ziehen.

Wir zogen in das fremde Haus. Mein Zimmer wurde neu gestrichen. Diesmal in einem schönen zartrosa! Mein Bett war ein Schlafsofa, dass man öffnen konnte und es hatte ein schönes Design. Über dem Schlafsofa waren mehrere Schubladen und Schränke, wo ich all meine Bücher und Sachen legen konnte und eine Musikanlage, um mein Handy anzuschließen und Musik zu hören. Der Boden war aus braunem Laminat, was elegant aussah. Alles im Ganzen war es ein Traum und Yasser gab sich echt Mühe, es mir hier gemütlich zu machen.

Doch trotzdem wollte ich diese ganzen Veränderungen nicht. Denn es gefiel mir nicht. Mein Gefühl war der Meinung es sei nicht richtig.

"Gefällt es dir?", Yasser versuchte mich mit all dem hier zu beeindrucken. Ich nickte und bejahte die Frage. Denn ich hätte nicht lügen können. Es war die Wahrheit, es gefiel mir unglaublich sehr. Das alles hier war ein Traum für jedes Mädchen.

Yasser lächelte fröhlich und ließ mich allein im Zimmer. Die Umzugskartons waren noch unten, nur eins stand hier, worin meine Bilder waren, die ich selbst fotografiert hatte und ich nahm mir vor, sie über den Schreibtisch zu hängen, bevor ich es vergesse. Den Rest der Sachen sortierte ich in die Schubladen und Schränke.

Mam kam herein und war beeindruckt. Sie sah dieses Zimmer zum ersten Mal, denn Yasser wollte ihr eine Überraschung machen. "Yasser, du bist der beste!", sie fiel ihm in die Arme und war dankbar für all das. Dann kam Zayn rein, was vermutlich oft der Fall sein wird, da er auch hier lebte, genau nebenan war sein Zimmer. Doch ich machte mir keine Mühe und schaute nicht mal hinein, denn ich wollte ihm aus dem Weg gehen, auch wenn ich wusste, dass es leichter gesagt als getan war.

"Nicht schlecht!", er zwinkerte mir zu. Doch ich beachtete es nicht mal und war froh, als die Tür klingelte und ich nicht mit Zayn sprechen musste.

Ich lief die Treppen hinunter, die elegant aussahen und aus Gold verziert waren. Es war kein echtes Gold, das war mir klar, doch es sah schön aus. Ich machte die Tür auf.

Harry stand da, den ich gebeten hatte mir zu helfen. Er kannte unsere neue Adresse mittlerweile, da ich ihm davon erzählt hatte. Das Gute an der ganzen Sache war, dass Harry nur paar Blocks weiter wohnte. Also ziemlich nah.

"Wow, das sieht hier ja schön aus!", Harry betrat das Haus und sah sich um. Dabei fielen ihm fast die Augen heraus. Denn er hätte niemals gedacht, dass das Haus so schön sein würde.

"Soll ich dir mal mein Zimmer zeigen?", lächelnd, zog ich ihm an seinem Handgelenk und führte ihn in meinem Zimmer, wenn Zayn nicht in die Quere kommen würde.

"Was machst du hier, Lockenschopf!", zischte er und sie schauten sich beide wütend an. Seufzend zog ich Harry weiter. "Geht dich doch nichts an!", antwortete ich wütend und schloss die Tür hinter mir zu, damit Zayn uns endlich in Ruhe lässt.

Dabei war Harrys Aufmerksamkeit auf mein Zimmer gerichtet. "Krass! Sieht das hier gut aus!", er war sehr beeindruckt und ich stimmte ihm zu. Denn es sah wirklich sehr gut aus. "Yasser gibt sich wirklich Mühe es mir hier gemütlich zu machen. Aber solange Zayn hier wohnt, werde ich es nie gemütlich haben!", sagte ich und saß mich auf mein Sofa neben Harry.

Harrys Augen waren an meiner Musikanlage gerichtet und er probierte es sofort aus. Er öffnete die Kappe und schloss sein Handy an. Die Lieder, die er gespeichert hatte, spielte er somit ab.

*Handy klingelt*, meine Augen richteten sich auf mein Handydisplay. Dad? Harry machte die Musikanlage wieder leiser, so dass ich heran gehen konnte. "Hey!", sagte ich, obwohl ich gekränkt war, dass er mir so eine blöde SMS geschrieben hatte, dass er wegzieht ohne sich zu verabschieden.

"BELLE!", rief er ans Telefon. Das machte mich nervös, da er sich beängstigt angehört hatte. "Du musst mir helfen!", seine Stimme wurde leiser. "Was ist denn, Dad?", als ich ihn fragte, beugte sich Harry zu mir, um mitzuhören. Denn er machte sich ebenso Sorgen.

"Jemand ist hinter mir her...mit einer Waffe!", in mir stieg die Panik und ich brachte fast keine Worte mehr raus. Er sprach immer schneller und schneller. "Ich weiß nicht wo ich bin. Ich bin geflüchtet. Ruf die Polizei. Die Adresse ist...", doch ich hörte nur Pieptöne, was darauf hindeutete, dass die Verbindung abbrach. Ich versuchte ihn hektisch anzurufen, doch keiner ging mehr ran.

Was war passiert? Was meinte er mit 'ich bin geflüchtet'? Ich wählte die Nummer der Polizei. "Hallo? Polizei? Mein Dad hat vorhin angerufen und er meinte, er sei in Lebensgefahr!", doch die Polizistin leitete mich nur weiter, was gefühlte 10 Minuten dauerte.

Bis jemand ran ging "Detektiv Connan, wie kann ich behilflich sein?", fragte mich eine warme Stimme. Ich erzählte ihm alles und meinte auch, dass ich die Adresse nicht mitbekommen hatte. Innerlich hoffte ich aber, dass er die Nachrichten mitverfolgen könnte. Doch die Hoffnung schien nicht in Erfüllung zu gehen. Denn um die Nachrichten mitverfolgen zu können, müsste Dad nochmal anrufen. Doch er würde alles tun, um mir irgendwie behilflich zu sein, was mir ein sicheres Gefühl gab.

Harry und ich liefen drei Blocks weiter zu ihm nach Hause und stiegen in seinen Wagen und fuhren irgendwohin, wo ich schon einmal war. Dads Haus, obwohl ich wusste, dass keiner da sein würde. Ich war schon mal da gewesen, als wir noch einen guten Kontakt hatten. Daher kannte ich die Straße noch aus dem Kopf, da es nicht weit vom Einkaufszentrum war, wo ich gerne shoppen ging.

"Harry, du muss nach links abbiegen!", ich beschrieb ihm die Straße und er fuhr schnell. Als wir fast da waren, meinte ich, er solle in der nächsten Kreuzung anhalten. Was er auch tat. Ich musterte jedes Haus genau, bis ich an eines der Häuser stehen blieb und genau wusste. 'Das ist es'. Ich ging näher heran und sah ein Schild da hängen. Dads Nachname. Doch das Haus sah bewohnt aus, was mich wunderte. Denn Dad meinte doch, er ziehe um.

Ich klingelte die ganze Zeit. Doch keiner ging ran und ich ging einmal um das Haus in den Garten und sah, dass die Terrassentür offen war.

"Harry, schau!", er bemerkte es ebenso und wir gingen herein. Alles stand an seinem Platz. Ein Sofa, eine Couch, Fernseher. Vor allem die Couch kannte ich gut genug. Denn sie war sicherlich sehr alt. Ich erinnerte mich daran, wie ich als Kind darauf sprang und Dad mich dazu aufforderte, damit aufzuhören.

"Das sind Dads Sachen. Aber er meinte, er ziehe um", ich verstand gar nichts mehr. "Irgendetwas stimmt nicht!", und Harry bemerkte ebenso, dass irgendetwas anderes dahinter stecke.

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Yeaah, Danke sehr, für die ganzen Reads :) Es freut mich wirklich sehr <3

Another Love #Wattys2016Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt