Harry P.O.V
Es ist alles meine Schuld. Ich hätte nicht so schnell fahren sollen, obwohl der Detektiv uns folgte. Dann wäre das hier nicht passiert. Belle lag immer noch da und rührte sich nicht. Nur ihren Herzschlag konnte man auf dem Monitor sehen. Es war schrecklich sich das alles hier anzusehen.
Ich fühlte mich verloren. So als hätte man mein Herz herausgerissen. Es schmerzte. So sehr. So sehr, so dass ich keine Luft mehr bekam. Mit jedem Herzschlag, den ich hören konnte, verstummte ich. Ich hatte schreckliche Angst. Angst Belle zu verlieren und das für immer. Das durfte nicht geschehen!
Ihr Gesicht war blass, aber doch so wunderschön. Ihre Haare lagen gelockt seitlich neben ihrem Kopf. Sie war umhüllt in einer weißen Decke!
"Belle!", flüsterte ich vor mich hin. Gefühlte Stunden flüsterte ich es immer und immer wieder. Der Hoffnung, sie würde es hören und endlich aufwachen. Sie wachte nicht auf. Sie lag weiterhin da. Es verging eine Woche. Noch immer lag sie hier. Ich wünschte mir sehr, dass es genau anders herum wäre. Ich sollte eigentlich da liegen. Nicht Belle.
Meine Tränen kullerten über meine Wangen. Ich bekam fast keine Luft mehr in diesem Raum, da ich an das alles dachte. Da ich daran dachte, dass ich schuld war. Da ich an sie dachte. Da ich an das meiste nicht denken wollte. Nicht daran denken wollte, dass sie vielleicht nicht mehr aufwacht. Das versetzte mich in einem Schockzustand.
Jemand öffnete die Tür. Es war der Arzt, der das Zimmer betrat. Er warf einen Blick auf mich, doch ich schaute nicht auf ihm. Sondern war wie erstarrt und stand wie eine Statue vor Belle. Der Arzt hatte eine kleine Taschenlampe bei sich, um sie zu untersuchen. Bis er das Schweigen brach: "Ich hab einen Spender gefunden für Miss Malik!", ich richtete jetzt meine Augen auf dem Arzt, der das eben gesagt hatte. Ich wollte etwas sagen, mir kamen keine Worte. Ich konnte nicht mehr reden. Ich freute mich. Vielleicht hatte Belle ja doch eine Chance und würde überleben.
Immer öfter öffnete ich meine Lippen, um etwas zu sagen. Doch ich fand keine Worte und verschloss sie wieder. "Wir operieren sie heute!", sagte der Arzt und nahm seine Unterlagen und verließ das Zimmer. Ich bekam mit, wie er es Belles Mutter berichtet hatte. Wie sie sich freute. Sie wollte sich kurz einen Becher Kaffee holen und jetzt hatte sie eine freudige Nachricht.
Ich konnte es immer noch nicht fassen und war total aufgewühlt. Ich hatte Angst, zugleich war ich aber echt froh. "Du wirst wieder gesund!", flüsterte ich, hoffte Belle hätte es gehört. "Bleib bite stark, Belle!" Ich ging auf sie los und saß mich auf die Bettkante. Dort überreichte ich ihr meine Hand und nahm ihre Hand in meine. Tränen kullerten über meine Wangen und fielen. Sie trafen ihre Hand.
"Wir müssen sie fertig für die OP machen!", forderte eine Krankenschwester mich auf, die ich nicht bemerkt hatte. Ich nickte und ließ Belles Hand wieder los. "Alles wird gut!", flüsterte ich noch einmal, bevor ich aufstand und aus dem Zimmer ging.
Belles Mutter saß hier nun alleine auf einer Bank. Zayn und Yasser waren nicht da. Diesmal nicht. Ich saß mich zu ihr und nahm mir vor ihr alles zu erzählen. Denn sie sah fertig aus. Fertig von alldem. Sie weinte nur noch tagelang und bekam kein Auge zu.
"Mrs Malik", flüsterte ich. "Harry. Du kannst mich auch einfach nur Elenne nennen!", dabei schaute sie auf den Boden. "Elenne!", es fühlte sich komisch an, sie zum ersten Mal so zu nennen.
Sie schaute zu mir rüber und wartete darauf, bis ich anfing zu reden. "Das mit Belle. Es ist so...", ich wusste nicht wo ich anfangen sollte, also spulte ich die Geschehnisse in meinem Kopf soweit zurück, bis ich etwas fand.
"Ihr Vater..", als ich das sagte, zuckte Elenne zusammen. "Yasser?", fragte sie, obwohl sie gemerkt hatte, dass ich nicht ihn meinte. "Nein!", ich konnte ihr nicht mal in die Augen schauen. Sie war still und lauschte nur. "Belle hatte Kontakt zu ihm!", fing ich an. "Noch vor deiner Hochzeit rief sie ihn an. Er schrieb nur eine SMS, dass er nach Amerika gezogen sei. Belle machte sich nichts draus. Schließlich kannte sie ihren Vater nur zu gut und wusste, dass er gut darin war abzuhauen."
Elenne nickte. "Dann hast du Yasser geheiratet und...alles ging drunter und drüber. Belles Vater rief an und meinte, sie solle die Polizei rufen, da jemand hinter ihm her sei. Da rief sie auch die Polizei an und wurde an Detektiv Connan weiter geleitet. Dann gingen wir zu der Wohnung von Belles Dad. Dort bemerkten wir, dass alles an seinem Platz lag und sie wahrscheinlich nicht weg gezogen waren. Kurz gesagt. Er wurde entführt. Sowohl auch die Kinder und die Mutter von den Kindern"
Elenne's Augen weiteten sich. Sie sah erschrocken aus. "Was dann?", flüsterte sie.
"Dann wurden eine Frau und zwei Kinder gefunden. Man hat herausgefunden, dass das die Kinder und die Ehefrau von Belles Dad waren. Dann wurde er auch gefunden. Es stellte sich raus, dass der Detektiv hinter allem steckt. Sowohl auch Yasser", als ich das sagte, schaute Elenne mich noch schockierter an. "WAS UNTERSTELLST DU IHM SO ETWAS? DU HAST DOCH KEINE AHNUNG!", sie rastete aus, was ich nicht erwartet hatte. "Aber Elenne!", doch unterbrach sie mich. "NEIN!" und ging wütend weg.
Na toll, sie glaubte uns nicht. Ich wurde immer verzweifelter und verzweifelter. Belle lag im Koma und hatte heute eine OP. Elenne glaubte mir kein Wort. Yasser lief frei herum und alles wurde immer komplizierter.
"Hey!", sprach mich jemand an. Ein Kerl mit hellbraunen Haaren und braunen Augen stand gegenüber mir. Irgendwie kam er mir bekannt vor. "Hey?, ich wunderte mich. Doch noch mehr wunderte ich mich, als er mir eine Frage stellte. "Wie geht es Belle?"
Woher kannte er sie? Wer war er? Ich müsste das doch eigentlich wissen. "Wer bist du?", stellte ich die Frage. "Liam!", doch das half mir nicht weiter. "Woher kennst du Belle?", fragte ich als nächstes. Er gab erstmal keine Antwort. Da sah ich Elenne, die wieder zurück gekehrt war, mit einem Becher Kaffee in der Hand. Sie schaute diesen Liam entsetzt an. "WAS MACHST DU HIER?", schrie sie etwas wütend. Was mich wunderte. Wer war dieser Kerl?
"Ich darf doch meine Schwester besuchen kommen!", war seine Antwort. Ich blieb erstarrt stehen und begutachtete sein Gesicht nochmal. Das könnte hinkommen. Wieso wusste ich nichts davon? Seit wann hatte Belle einen Bruder? Ich verstand gar nichts mehr und guckte die ganze Zeit hin und her. Einmal zu Elenne, dann zu Liam.
"Sie ist nicht deine Schwester!", zischte Elenne wütend. "Dad hat mich hergeschickt", noch mehr rastete sie aus, als sie das hörte. "LASST BELLE IN RUHE! ALLE BEIDE!", und hatte einen Wutausbruch.
"Ich weiß, Mrs Smith, dass sie...", er wollte seinen Satz beenden, doch Elenne unterbrach ihn. "Mrs. Malik, neuerdings!"
"Mrs Malik, ich weiß sie sind wütend auf meine Mam und auch auf meine kleinen Geschwister und auch auf Dad! Doch können sie nicht verleugnen, dass Belle meine Schwester ist und wenn sie auch nur meine Halbschwester ist", als er das sagte, verstummte Elenne und brach in Tränen aus.
"Deine Mam ist eine Betrügerin. Dein DAD sowieso! Sofort wurde sie schwanger von dir. Ich habe extra nichts von dir erzählt. Damit sie dich nicht kennen lernt!", zischte sie.
"Ich weiß. Die Wut ist groß. Aber ich mache mir wirklich Sorgen. Schließlich ist Mam seit einer Woche verstorben. Dad ist mit meinen Geschwistern irgendwo untergebracht und meine Halbschwester liegt im Koma. Ich bin deshalb extra hergereist."
Elenne weinte und fiel auf ihre Knie. Ich wollte ihr helfen, doch sie streckte ihre Hand so aus, dass sie mir damit einen Zeichen gab, ihr nicht zu helfen.
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Ich möchte mich bei einer Freundin, Anna, bedanken, weil sie einfach die Beste ist und mich inspiriert. Danke! :) <3
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Another Love #Wattys2016
FanfictionBelle ist zufrieden mit ihrem Leben. Denn sie hat alles, was sie glücklich macht. Einen besten Freund: Harry, der heimlich in sie verliebt ist, eine liebenswürdige Mutter, die nur das beste für sie will und ihre Freundinnen, die für sie da sind. Doc...
