Z a y n - P. O. V.
Seufzend stürmte ich nach draußen, um mein Wagen zu erreichen. Es regnete, fast sogar stürmisch. Mein Regenschirm fing an daran kaputt zu gehen. Zum Glück war ich auch schon an meinem Wagen, in dem ich hinein stieg.
Meine Hände stütze ich an meinen Kopf. Es fiel mir furchtbar schwer Belle zu ignorieren. Ich wollte sie auf keinen Fall verlieren. Es ist alles meine Schuld.
Sie ist wütend auf mich, weil ich in ihr Leben eingetreten bin. Sie ist wütend, weil ich ihr weh getan habe. Ja, sie ist furchtbar wütend auf mich, weil ich zu blöd bin, um alles gerade hinzubiegen. Wäre sie mir nicht wichtig, würde ich sie nicht so anlügen. Ich erzähle ihr zu oft, dass ich sie nicht will. Das sie mir egal ist und die anderen auch, dabei belüge ich nicht nur sie an, sondern auch mich selbst.
Ich hörte ein leichtes Klopfen an der Fensterscheibe. Als ich meinen Kopf langsam hob, ohne wirklich es zu wollen, sah ich in die bekanntesten grünen Augen, die ich lieber mied. Harry. Sein Gesichtsausdruck blieb gleich. Er versuchte stark, hart und taff zu wirken, somit hatte er Falten zwischen den Augenbrauen auf der Stirn, die ihn nur noch älter machten. Seufzend kurbelte ich die Scheibe herunter.
Am liebsten würde er, laut seinem Ausdruck im Gesicht, mich aus dem Fenster ziehen und vermöbeln, was ich auch eigentlich verdiene. Aber er schien sich zu beherrschen, was mich erleichterte. Ich hatte nun wirklich keine Lust auf ihn einzuprügeln. Nicht, dass ich das schon gemacht hätte.
Harry stand ruhig da und versuchte den Blick mit mir stand zu halten, ohne mit der Wimper zu zucken. Das wäre jetzt gerade so ein Moment im Film, wo die Hauptfigur eine Pistole aus der Hose zieht und abdrückt. Ja, genauso fühlte es sich gerade an, aber ohne der Pistole in Harrys Händen. Aber dafür seine Worte.
"Verschwinde!", brach Harry die Stille. Ein Wort. Ich verstand nicht was er damit meinte, enträtseln konnte ich es auch nicht. "Ich wollte gerade wegfahren!", antwortete ich darauf.
"Verschwinde aus unserem Leben!"
Ich schluckte stark, versuchte mir nicht anmerken zu lassen, dass es mich etwas verletzte. "Ich gehe niergenswohin!"
"Wir haben dich beerdigt, Zayn. Dich gibt es in unserem Leben quasi nicht. Geh ganz. Für Belle!"
"Was hat Belle damit zu tun!", aus Wut, wollte ich auf die Autotür stürmen, sie öffnen und mich gefährlich Harry nähern. Ich versuchte aber mich zu beherrschen, wie Harry es auch mit aller Mühe versuchte.
"Sie ist seitdem du wieder da bist furchtbar traurig. Du tust ihr nicht gut!"
B e l l e .. P. O. V.
Zayn schien mich irgendwie nicht zu beachten. Ich bin wie Luft für ihn. Er meint es wohl viel zu ernst mit alldem, was er sagte. Es tut weh zu wissen, dass er fort ist, obwohl er doch so nah ist. Am liebsten möchte ich ihn jeden Tag ansprechen und ihm sagen, wie wichtig er mir ist. Es ist furchtbar ihn nicht da zu haben.
Ich wischte mir die Tränen aus den Augen, packte die Sachen und hoffte, dass mich keiner so weinend gesehen hat. Es war schon Schulende, die Schüler stürmten alle schon nach draußen, ich war noch im Lehrerzimmer und weinte in der Ecke wie eine Verrückte. Die Kollegen waren schon alle weg. Fast. Mrs. Bailey und Mr. Brown waren noch da. Aber sie schienen zu sehr damit beschäftigt zu sein, miteinander zu flirten.
Ich schnappte meine Unterlagen und eilte nach draußen. Die Gänge waren alle leer. Meine Klackerschuhe hallten im ganzen Flur, was die Aufmerksamkeit auf mich warf. Ich hatte schon zehn Minuten gezögert. Harry wartete sicher besorgt auf dem Autositz und blickte auf die Uhr. So war es schon oft gewesen, als ich mal wieder nicht so pünktlich war.
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Another Love #Wattys2016
FanfictionBelle ist zufrieden mit ihrem Leben. Denn sie hat alles, was sie glücklich macht. Einen besten Freund: Harry, der heimlich in sie verliebt ist, eine liebenswürdige Mutter, die nur das beste für sie will und ihre Freundinnen, die für sie da sind. Doc...
