Fortsetzung:
Harry P.O.V
Ich war festgebunden und fühlte mich wie ein Elend. Es war so still hier, so dass ich ab und zu dachte taub zu sein. Es war so dunkel hier, so dass ich das Gefühl hatte nichts mehr sehen zu können. Es roch alt und nicht so sonderlich gut.
Wo war ich hier nur? Jetzt war ich alleine mit meinen Gedanken. Nur ich und diese verdammte Gedanken, die mich wahnsinnig machten. Ich trällerte mir einen Song vor, doch das machte die Lage nicht besser. Das machte das alles hier nicht mehr besser.
Meine beiden Handgelenke schmerzten fürchterlich doll. Derjenige, wer es auch immer war, hatte die Seile zu fest gebunden. So fest, so dass ich dachte, dass kein Blut mehr hindurch strömte. Wer war derjenige, der mich hier einsperrte? Es kamen mir nur zwei Personen in den Sinn. Entweder der Detektiv oder Yasser.
In meinem Kopf spielte sich das Szenario von heute Morgen ab. Als mich jemand schnappte. Jemand den ich nicht wieder erkannt hatte, da er ein Tuch um das Gesicht hatte, bis auf die Augen, die nicht bedeckt waren. Zu aller erst schlich sich jemand hinter mich, als ich das Handy in der Hand hatte und die Straßen entlang schlenderte.
Er versuchte ein Tuch an meinem Mund zu drücken. Doch ich ließ es nicht zu und wehrte mich. So gut sogar, dass ich ihm in die fremde Augen gucken konnte. Dann erschlug er mich mit etwas, was er in der anderen Hand hatte und an das Folgende erinnerte ich mich nicht mehr. Ich fand mich hier wieder. Als ich die Augen öffnete.
Zayn P.O.V.
Ich habe Belle eine Niere gespendet. Ein Leben geschenkt, weil sie mir echt etwas bedeutet. Ich habe ihr zwar weh getan und ihr Leben durcheinander gebracht. Doch das war wirklich nicht meine Absicht. Ich habe meine Schuld beglichen. Trotzdem schenkte sie mir eben keine Beachtung. Woher sollte sie das auch wissen, dass ich der Spender war? Ist doch klar. Sie wusste es nicht. Doch wenn sie es wüsste, würde sie mich beachten? Oder würde sie sich nicht trauen, etwas zu sagen.
Meine Wunde tat höllisch weh, aber ich versuchte nicht an diesen Schmerz zu denken. Sondern daran, weshalb es schmerzte. Es schmerzte. So sehr. Nicht weil ich eine Operation hinter mir hatte. Nein. Es schmerzte, weil ich so ein schlechter Junge war. Weil ich Belle zum Weinen gebracht hatte. Weil ich Mam nicht retten konnte. Weil ich Dad nicht aufhielt. Weshalb hielt ich ihn nicht auf?
Er war bisher der Einzige, der mir blieb. Mam starb. Geschwister hatte ich keine. Niall, mein Cousin, war zu beschäftigt und wusste doch eh nichts von alldem! Nur Dad war da, obwohl er nicht gerade die Person war, die ich bei mir haben wollte. Denn er tat mir nicht gut. Er tat Mam nicht gut. Er tat niemandem gut.
Jetzt fing er sogar an, Belle zu schaden. Er fing an Elenne zu schaden. Er fing von vorne an und im Endeffekt würde ich wieder alleine mit Dad übrig bleiben und mich fragen, wo meine Familie geblieben war. Doch Belle ist etwas Besonderes. Sie ist die einzige Schwester, die ich nie hatte, auch wenn sie nur eine Stiefschwester ist. Ich werde sie für mein Leben lang beschützen. Nicht mal Dad, kann ihr was antun. Dafür werde ich sorgen.
Ich lag auf meinem Bett und war längst entlassen worden vom Krankenhaus. Endlich war ich also wieder zu Hause und mir ging es schon viel besser, bis auf die Schmerzen. Elenne klopfte an der Tür und kam mit einem Teller herein. Sie brachte mir eine Suppe und versicherte mir, dass mir das gut tun würde.
Sie wusste nichts von der Spende und dachte nur, dass ich mich mit irgendwem geprügelt hatte und einen Messerstich ab bekam. Dabei verklickerte ich ihr, dass das bei Jugendlichen halt vorkommen kann. Doch das war wohl nicht glaubhaft genug. Aber sie beließ es zum Glück dabei.
Aber Harry fragte mich zig mal, was wirklich geschah. Er hatte irgendwie Verdacht geschöpft und genau das war ein Problem. Ich ließ mich nicht darauf ein und ignoriere die ganzen Fragen gekonnt.
Belle P.O.V.
Ich bemerkte die Schmerzen an meinem Oberkörper und bemerkte auch erst jetzt, dass ich zu viel gerannt war heute, obwohl der Arzt mich beauftragt hatte mich zu verschonen.
„BELLE, du blutest!", zeigte Liam auf mein Shirt, dass schon einen Blutsfleck hatte. Genau da, wo mein Verband drum war. Ich schob das T-Shirt etwas hoch und sah, dass mein Verband auch knallrot war. Die Wunde war aufgeplatzt. Kein Wunder. So viel wie ich gelaufen war. Außerdem kam noch hinzu, dass ich mir Sorgen machte um Harry.
„Warte eben!", Liam nahm seinen Schal ab, den er um seinen Hals gebunden hatte und bat mich, dass um mein Verband drum herum fest zu binden, um die Blutung etwas zu stoppen. „Spring!", er befahl mir auf seinen Rücken zu springen, damit er mich tragen konnte. „Sei aber vorsichtig!" , warnte er mich. Er bückte sich und wartete darauf, dass ich meine Beine um seinen Rücken schlang. Er nahm mich also Huckepack und trug mich die Straßen entlang.
Ich versuchte die Schmerzen zu ignorieren, doch sie waren höllisch. Liam gab sein bestes und versuchte irgend ein Auto anzuhalten, vergeblich. Sie fuhren einfach weiter. Er gab nicht auf, bis eines der Autos stehen blieb. Es war irgend so eine alte Frau, die uns bat einzusteigen. Was wir auch taten. Sie fuhr uns also direkt ins Krankenhaus.
„Oh, kleine. Was ist denn passiert?", fragte sie die ganze Zeit aus Neugier. "Ich hatte eine Operation und die Wunde ist aufgeplatzt!", beantwortete ich ihre Frage und hoffte, sie würde aufhören damit. Trotz alldem schien sie aber eine sehr nette Frau zu sein und war auch dankbar, dass sie uns fuhr.
„So, sind da!", blieb sie stehen. Dankend stiegen wir aus. Zumindest versuchte Liam mich aus dem Wagen zu kriegen und nahm mich wieder Huckepack und trug mich in das Krankenhaus. Die Krankenschwester, die vorne standen wurden aufmerksam und rannten auf mich zu. Eines der Krankenschwester brachte eine Liege und sie trugen mich weg. Während Liam mit einem blutverschmierten Shirt dort stehen blieb und nicht in den Saal rein durfte.
„Danke, Liam!" , flüsterte ich und mir wurde allmählich übel. Ich sah alles verschwommen und konnte aufgrund der weißen Farbe die Krankenschwester und anschließend den Arzt erkennen. Dann wurde ich bewusstlos (...)
DU LIEST GERADE
Another Love #Wattys2016
FanfictionBelle ist zufrieden mit ihrem Leben. Denn sie hat alles, was sie glücklich macht. Einen besten Freund: Harry, der heimlich in sie verliebt ist, eine liebenswürdige Mutter, die nur das beste für sie will und ihre Freundinnen, die für sie da sind. Doc...
