Die Nacht war überraschend entspannt und ruhig verlaufen. Luca hatte fest durch geschlafen und obwohl sich Michelle und er darauf geeinigt hatten immer abwechselnd mal genauer zu gucken, ob auch wirklich alles in Ordnung war und er nicht gerade im Schlaf an seinem eigenen Erbrochenen erstickte. Zum Glück war dies natürlich nicht der Fall, aber sicher war nunmal sicher, vor allem wenn man sich noch so wenig kannte und entsprechend auch noch nicht wusste, wie gut wer was verkraftete.
,,bist du schon wach?", Michelle drehte sich zu Julian herüber. ,,Ja!", Julian lächelte leicht und drehte sich auch etwas weiter zu ihr. ,,Das ist schön!", sie grinste leicht: ,,ich hab echt verdammt Hunger, du nicht?" ,,Doch klar!", auch Julian lächelte leicht und sah kurz zum nach wie vor fest schlafenden Luca herüber: ,,Bis der aufwacht sind wir verhungert oder?" ,,Aufjedenfall!", sie lachte leise: ,,Ich geh unten mal gucken, was du noch so alles da hast, dann mach ich schonmal was zu Essen. Du kannst ja dann später nachkommen, dann habt ihr noch etwas romantische Zweisamkeit!" ,,Okay!", Julian lachte leise, während Michelle ihn noch kurz mit den Augenbrauen wackelnd ansah und sich dann in seinem Shirt auf den Weg nach unten machte. Ruhig drehte sich Julian nochmal auf die andere Seite und betrachtete den schlafenden Luca neben sich. Er war einfach nur unglaublich schön! Gut, er brachte auch einiges an Ärger, aber mit ihm war ein Leben bestimmt auch nie langweilig, zumindest wusste Julian nicht, wann sein Leben je mehr Schwung gehabt hatte, als seit Luca bei ihm eingezogen war. Vorsichtig streckte Julian seine Hand aus und strich ihm eine der Stränen aus dem Gesicht, von seiner sonst so gestylten Frisur war jetzt gerade echt wenig übrig. Sanft strich er ihm über die feine Narbe über den Lippen, ehe er flüchtig über seine Lippen strich. Es wäre jetzt gerade so verdammt einfach für ihn Luca zu küssen... Er müsste doch einfach nur noch diese fünf Zentimeter überbrücken... Julian seufzte leise, wahrscheinlich wollte Luca soetwas auch überhaupt gar nicht und er wollte auch nicht derjenige sein, der sich ihm so aufzwang. Erstens war das moralisch und auch in wahrscheinlich sonst allen Hinsichten nicht korrekt und zweitens passte es auch überhaupt nicht mit seinem Charakter zusammen. Wenn zwischen ihnen jemals irgendetwas sein würde, ginge es nur mit Lucas Einverständnis und auch wirklich nur dann!
Julian entschied Luca noch etwas weiter schlafen zu lassen und schonmal runter zu Michelle zu gehen, es machte ihn ja schließlich auch nicht glücklicher, wenn er ihn noch länger so sehnsüchtig anstarrte. Er erhob sich, schlüpfte in Shirt und Jogginghose und machte sich auf den Weg nach unten, wo Michelle gerade schon dabei war Spiegelei zu machen. ,,Uhi!", er grinste, sein Magen knurrte hörbar und das übliche Rot schlich sich wieder auf seine Wangen. ,,Bitteschön!", sie reichte ihm grinsend schonmal eines der Eier: ,,Also du hast ja jetzt erstmal noch Zeit oder? So in der Winterpause?" Julian nickte leicht: ,,Jap, blad ghet es aber auch schon wieder los, Michelle nickte. ,,Also ziehen wir den Plan am besten so schnell wie möglich durch oder?", meinte sie: ,,Also würde ich vorschlagen, dass wir es so machen: Ich gehe heute und morgen früh mal in verschiedenen Läden gucken, was wir noch so brauchen und dann kommst du morgen Nachmittag zu mir und wir unternehmen den Rest!" Julian nickte leicht: ,,Na gut!", irgendwie hatten Michelles Ideen auch echt immer irgendetwas aufregendes. Wie krass er sich jedoch verkleiden musste, um sich unentdeckt unter die Leute mischen zu können, wusste er auch noch nicht so wirklich, aber gespannt war er schon, wie wohl das Endergebnis aussah und vor allem, was da nach noch so alles passieren würde.
,,Hey!", Luca betrat die Küche und fuhr sich mit der Hand durchs Gesicht, er sah so schon deutlich besser aus, wirkte aber dennoch ziemlich mitgenommen. ,,Hey, wieder unter den Lebenden?", Michelle lachte leise und mussterte ihn, während sie ein weiteren Teller befüllte. ,,Boar mir ging es noch nie so scheiße wie heute!", Luca ließ sich auf einen der Stühle plumpsen und stützte den Kopf auf die Hände. ,,Du hast auch absolut maßlos übertrieben, weißt du überhaupt wie du nach Hause gekommen bist?", Julian verschränkte die Arme leicht vor der Brust. ,,Keinen Plan!", Luca schmunzelte leicht: ,,Aber die Stimmung war auch echt gut... glaube ich." ,,Ich fasse es nicht! Du bist echt unmöglich, weißt du das?", brummte Julian, der überhaupt gar nicht erst auf die Ide kam sich in der Öffentlichkeit so derartig gehen zu lassen. ,,Och entspann dich, war doch alles ganz entspannt!", meinte Luca und nahm seinen Teller entgegen. ,,Also ich gehe selbst unglaublich gerne feiern, aber so zu übertreiben ist wirklich nicht gut, gerade in deiner Position. Du weißt das Fußballspieler nicht unbedingt ein solches Bild von sich präsentieren sollten oder? Das ist enorm rufschädigend und dann auch nicht nur für dich ein Problem, sondern kommt auch auf den Verein zurück und der versteht da für gewöhnlich meißt keinen Spaß. Und außerdem wärest du um ein Haar auch nicht sicher wieder nach Hause gekommen, hättest du nicht so Glück mit dem Taxifahrer gehabt. Du hättest nur einmal blöd fallen müssen und vielleicht wäre es das eine Mal zu viel gewesen. Also nimm dich etwas mehr zusammen, hör auf Julian und trink nicht mehr so viel!", meinte Michelle ernst und man merkte, wie den Jüngeren diese endlich erreichte. Es war definitiv gut, dass Luca dies mal nicht nur von Julian, sondern auch von einer weiteren Person zu hören bekam. Julian reichte ihm ein Glas Wasser und eine tablette: ,,Wir meinen es ja echt nicht böse, aber wir machen uns einfach Sorgen um dich! Du hast gestern absolut gar nichts mehr mitbekommen und dir hätte so verdammt viel passieren können! Du musst ja auch bedenken, dass ich immer noch die Verantwortung für dich trage und die verliere ich ganz bestimmt, wenn sowas raus kommt!" ,,Ist ja gut, ich versuch ein bisschen besser auf mich aufzupassen!", seufzte Luca leise, schluckte die Tablette und leerte das Glas: ,,Kommt nicht wieder vor, versprochen!"
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Unknown Friend
FanfictionFuck fake friends, we don't need'em only thing they're good for is leaving... Julian hatte die Nase voll. Er wollte einfach nicht mehr nur lediglich für andere interessant sein weil er berühmt war, sondern weil er er selbst war. In der Hoffnung end...
