Kapitel 14

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Luan Blackstone
By LuanaWhite

Und wieder hatten sich die Krieger des Lichts Verstärkung geholt. Meine Spione hatten mir gerade verraten dass es zwei neue Mädchen auf der Akademie gab. Ständig waren sie uns einen Schritt voraus. Aber das lag einzig und allein an dieser Samara. Wir mussten es irgendwie schaffen diese Frau in die Finger zu bekommen um ihre Visionen für uns nutzen zu können.

Ich hatte zwar unendlich viele Fähigkeiten, aber Visionen um durch die Zeit zu blicken, diese fehlte uns noch. Doch Maxwell versteckte seine Partnerin unglaublich gut und sie verließ die Akademie so gut wie nie. Das war wirklich ein Problem.

Wütend ging ich in meinen Arbeitszimmer auf und ab und begann zu überlegen. Irgendwie mussten wir es schaffen noch mehr Lichtkrieger auf unsere Seite zu ziehen, und dafür brauchten wir einen guten Plan. Francesca, Mutter und meine kleine Schwester waren ebenfalls bei mir. Meine kleine Schwester schwieg wie immer, sie war wirklich keine große Hilfe und das machte mich noch wütender.

"Liebster, du solltest dich etwas entspannen. Ich bin mir sicher, du wirst neue Leute finden. Ist nicht bald diese alljährliche Lagerfeuerfeier die sie veranstalten? Vielleicht hast du da Erfolg." schlug dann meine Gefährtin Francesca vor.

"Egal, was du tust, mein geliebter Sohn, wir stehen hinter dir. Du triffst die richtige Entscheidung." bestärkte mich auch Mutter.

Ich nickte den beiden zu, doch behielt dabei weiter meine Schwester Anastasia im Auge. Schließlich war Vaters Vermächtnis auch das Ihre. Vater war in der Schlacht gefallen, er war der beste Herrscher aller Zeiten gewesen, das musste ihr doch was bedeuten.

"Was schlägst du vor dass wir machen sollen, Anastasia. Wir brauchen dringend mehr Krieger der Finsternis, damit wir unseren Feinden nicht mehr unterlegen sind." forderte ich nun meine Schwester auf zu sprechen.

Anastasia sah mich mit großen Augen an, und ich wartete auf ihre Antwort. Ebenso ruhten die Blicke von Mutter und Francesca auf ihr.

"Ich ähm also, ich weißt nicht." begann sie vor sich hin zu stottern was mehr als nervig war. Sie sollte als Schwester des Herrschers mehr Selbstbewusstsein haben.

"Wenn dir dein Bruder eine Frage stellt, hast du ihm ordentlich zu antworten, Anastasia." wies auch Mutter sie zurecht. Zumindest auf sie konnte ich mich immer verlassen und auf meine geliebte Francesca. Aber dann sah ich, wie Ana tatsächlich die Tränen kamen. Wirklich jetzt?

"Ihr wisst genau, dass ich diesen Krieg schrecklich finde." sagte sie dann etwas kleinlaut. Immer die selbe alte Leier. Anastasia wusste genau, dass dieser Krieg nötig war. Maxwell und seine Leute würden uns töten ohne mit der Wimper zu zucken, also mussten wir stärker und mächtiger als sie werden.

"Vater hätte sich mehr von dir erwartet, Anastasia. Wenn du zu unserer Sache nichts beisteuern möchtest, dann geh." wies ich sie an. Ich liebte sie wirklich, aber mit dieser märchenhaften Vorstellung von Frieden brachte sie nicht nur sich selbst in Gefahr, sondern unsere gesamte Art. Hier ging es ums töten, oder getötet werden, und sie sollte auf der Seite ihrer Familie sein. Familie war das Wichtigste. Und wir hatten Verantwortung unserer Krieger gegenüber. Wieso sah sie das nicht?

"Wenn ich so eine Enttäuschung bin, dann gehe ich." sagte sie eingeschnappt und ging. Ich ballte meine Hände zu Fäuste bei dieser zickigen Bemerkung. Sowas ließ ich für gewöhnlich nicht durchgehen, denn erstens schuldete sie mir als ihren Herrscher Respekt, und zweitens ging es mir ebenso auch um ihre Sicherheit. Das war ihr wohl nicht klar. Oder dass die Krieger des Lichts ein Druckmittel gegen mich in der Hand hätten, wenn sie Ana in die Finger bekämen.

Aber dafür hatte ich gerade wirklich keinen Nerv. Es musste gehandelt werden. Gut dass jetzt der Krieger Hudson in mein Arbeitszimmer kam. Durch ihn hatte ich wenigstens einen kleinen Hoffnungsschimmer. Als er und seine Eltern sich dazu entschieden hatten sich uns anzuschließen, war das ein großer Gewinn für uns gewesen. Nur sein Bruder spielte immer noch im gegenerischen Team.

"Hudson. Ich habe einen Auftrag für dich." erklärte ich ihm und grinste ihn erfolgssicher an.

"Ja klar. Um was geht's, Luan?" entgegnete Hudson sofort. Mir gefiel es wie er immer jeden meiner Befehle ausführte und auch nicht nach dem Wie oder warum fragte. Ein guter Soldat. So wie es sich gehörte. Anastasia könnte sich von ihm eine Scheibe abschneiden, obwohl er und seine Eltern erst zwei Jahre bei uns waren. Aber sie hatten sich wirklich gut eingefügt.

Ich lehnte mich mit den Rücken gegen den Schreibtisch und sah Hudson dabei ernst an.
"Die Krieger des Lichts haben schon wieder Zuwachs bekommen und deshalb müssen wir handeln.

Du wirst deinen Bruder besuchen und ihm überzeugen sich uns anzuschließen und am besten wäre es, die zwei neuen Mädchen dort auch. Verführe sie von mir aus, mir egal wie du es anstellst. Sie gehören auf unsere Seite." erklärte ich ihm und natürlich stellte er meinen Befehl nicht in Frage.

Im Gegenteil, er grinste leicht und schien Gefallen daran zu finden. Er kam schließlich bei dem weiblichen Geschlecht sehr gut an, und bestimmt würde er Erfolg haben, hoffentlich bei seinem Bruder genauso. Die Familie Theodore musste wieder vereint werden.

"Wird gemacht, Luan. Mein Vorschlag wäre das bei der alljährlichen Lagerfeuerparty zu machen. Dort sind alle anwesend und man kann leichter dort auftauchen, wenn es für dich ok ist, Luan." fragte mich Hudson.

"Natürlich. Hauptsache es passiert schnell." antwortete ich ihm, welcher ein weiteres Mal nickte und dann mein Arbeitszimmer verließ. Dann verabschiedete ich auch Mutter erstmal, damit ich jetzt mit meiner Francesca allein sein konnte. Sie hatte vorhin recht gehabt und ich musste mich etwas entspannen. Und meine wunderschöne Kriegerin konnte mir dabei am besten helfen.

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