Was für ein Tag

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"Hab ich dich vermisst.", flüsterte ich gegen seine Brust und schloss ihn in meine Arme. "Ich weiß.", ich löste mich unfreiwillig. Rico war als nächster dran. "Na Dickerchen.", er hob mich kurz hoch und drückte einen Kuss auf meine Stirn. Skinny nahm mir meine Sachen ab und haute mir auf den Hintern. "Wir haben keine Zeit.", meinte er, doch ich umarmte ihn, während wir den Bahnsteig verließen. Ich begleitete die Jungs auf den restlichen Weg der Tour. "Gehst du zu Gzuz heute?", nickend sah ich zu Max, dessen Hand ich dann nahm. Ich brauchte seine Nähe denn es war alles zu viel. Vor meiner Abreise hatte Tua mir noch erzählt, dass sein Opa beerdigt wird. Wir stiegen in den Tourbus und fuhren zur Location. "Du bist jetzt richtig Straße, du hast 'ne Kugel abbekommen.", grinste Klimo, den ich herzlich begrüßte, wie den Rest auch. "Das war sie schon vorher.", lachte Max und setzte sich. "Weiß deine Mutter bescheid?", ich saß ihm im Backstage gegenüber. "Ja, ich telefonier wöchentlich mit ihr.", ich trank mein Wasser und aß einen Apfel. "Warum so gesund?" "Ich geh Gzuz besuchen und kann schlecht high und besoffen da ankommen.", der Unbekannte nickte verständnisvoll.

Es war komisch, wieder jemanden im Knast zu besuchen. Ich war nervös, auch wenn mir der Ablauf schon bekannt war. Ich musste meinen Armgurt bei der Kontrolle natürlich abnehmen, konnte ihn dann aber wieder anlegen. Endlich konnte ich rein, Gzuz saß schon an einem Tisch. "Hey, Großer.", ich umarmte ihn kurz. "Hey, was ist passiert?", fragte er besorgt. "Attentat in Kreuzberg. Ein Vollidiot hat in einer S-Bahn station um sich geschossen. Ich hab einen Schreifschuss und eine Kugel in meine Schulter bekommen.", erklärte ich. "Ugh, mies. Haben die den Idioten?" "Er hat sich da noch eine Kugel in den Schädel gejagt.", Gzuz verzog das Gesicht, wir sahen uns in die Augen. "Was ist mit Tarek?", brach Gzuz dann die Stille. "Ich trage noch immer den Pulli, den ich vergessen hab, ihm zurück zu geben.... Also nichts neues.", Gzuz grinste. Der Ort, an dem wir uns befanden, war mega unschön. Ich konnte mit der Situation nicht gut umgehen, immerhin war es schon wieder mein Gzuz. "Hast du Kontakt zu LX?", er zuckte mit den Schultern. "Er ist Freigänger, deswegen eher weniger.", ich nickte, Gzuz lächelte mich an.

"Der Abschied ist am schlimmsten.", Max nahm mich in den Arm. "Weiß ich doch.", mit flacher Hand, strich er mir über den Rücken. "Leg dich zu Rico, dann ist alles wieder gut.", grinste Max, denn Rico war hinterm Sofa eingepennt. "Ihr seid gemein.", behauptete ich. Als ich Rico an tippte sah er mich verwirrt an. "Süßer, komm mal hoch.", im Halbschlaf stand er auf, ich schob ihn in ein Zimmer nebenan und drückte ihn auf das Sofa. Mit mir halb auf sich drauf, schlief Rico dann wieder. Lange brauchte ich nicht, bis auch ich einschlief. Kurz vorm Auftritt wurden wir beide geweckt. Rico befreite sich aus meiner Umarmung und stand auf. "Lass das, lass sie schlafen.", flüsterte Rico, denn jemand tickte mich an. Ich konnte meine Jungs oft genug sehen und stolz war ich sowieso immer, deswegen war ich Rico dankbar. Ich war froh, wieder bei meinen Jungs zu sein, auch wenn es nur für 4 Tage war. Da ich dann doch wacher war als gedacht, richtete ich mich auf. "Schlaf ruhig weiter.", sagte Rico sanft. "Gleich. Ich muss meine Musik hören, dann kann ich wieder schlafen.", er grinste und ließ mich machen, während er weg ging.

Als ich mir Max seine Kopfhörer holte, klingelte mein Handy. Überrascht sah ich auf mein Display. "Tarek.", sagte ich, mein Handy am Ohr. "Jenn..", flüsterte er beinahe, ich vernahm ein Schluchzen. "Hey, alles ok?", ich setzte mich. "Nein.", antwortete er knapp. "Rede mit mir.", verlangte ich sanft. "Ich bin seit fast 36 Stunden wach...", fing er an. "Ich bin fertig mit der Welt. Ich liebe dich, aber du verdienst jemand besseres als mich. Ich mach alles kaputt.", schluchzte er. "Nichmal im Bunker und völlig drauf kann ich schlafen.", Tarek war verzweifelt, ich konnte das nicht mit anhören. "Kannst du nicht einfach herkommen?", ich atmetete durch. "Ich bin in Hamburg, bei Max auf Tour.", ich stoppte kurz. "Ruf bitte Maxim oder so an.", bat ich ihn. "Komm schon Süßer. Wenn du es nicht machst, mach ich es. Du solltest nicht alleine sein.", ich hatte Angst um ihm, er bedeutete mir noch immer alles. "Ja. Ich weiß. Ich möchte aber nur bei dir sein. Es tut mir leid.", er hatte Gefühlschaos, ich kannte das nur zu gut. "Ist okay, ich verzeih dir.", keiner von uns sagte etwas. Ich spielte mit dem Gedanken, nach Berlin zurück zu fahren. "Jenn?", Tarek wirkte panisch, wir hatten Ewig nichts gesagt. "Ich bleib dran, keine Sorge.", beruhigte ich ihn. Während ich Tarek noch dran hatte, schrieb ich die Berliner Leute an, Dorian und Felix versprachen mir, nach Tarek zu gucken. Skinny kam wieder in den Backstage. "Skinny!", rief ich ihn zu mir. "Ich muss wieder nach Berlin.", verwirrt sah er mich an. "Warum?" "Weil er mich braucht.", er verstand sofort. "Bei euch wieder alles ok?" "Es gibt Klärungsbedarf. Trotzdem muss ich zu ihm.", Skinny setze sich. "Dann ist das so, keiner wird dir böse sein.", er sah mich Hoffnungsvoll an. "Dorian, was machst du hier?", sagte Tarek verwirrt. "Leg auf, Jenn kommt bald.", sagte Dorian sanft, ich drehte meinen Kopf zur Seite. "Ist gut Tarek. Leg auf, ok?", es tutete, er hatte aufgelegt. Skinny nahm mich in den Arm. "Komm her. Wir gehen mal raus auf die Bühne.", Skinny zog mich auf meine Beine und zwang mich, raus zu gehen. Meine Jungs auf der Bühne performen zu sehen, erfüllte mich mit Stolz. Die Menschen waren zahlreich gekommen, Rico zog mich mit Skinny auf die Bühne. Paradies wurde angespielt, mein Lieblingstrack von dem Album...

Alles Endete Im BunkerGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt