“Woher weiß ich, dass das echt ist?“, fragte ich unsicher.
“Ich schlage das nächste mal da zu, wo alles begann.“, sagte die Stimme.
“Waren Sie da? Ich mein, im Rathaus.“, fragte ich ihn
“Oh ja.“
“Sie haben niemanden verletzt.“, bemerkte ich und hoffte, dass meine Eltern mich nicht hörten.
“Heute Nacht ging's nur um dich.“
“Was wollen Sie?“ Ich stand vom Bett auf und ging nervös im Raum auf und ab.
“Dasselbe wie du. Riverdale wieder auf den rechten Weg bringen. Es von den Sündern reinigen. Das willst du doch auch.“ Ich ging zu meinem Schreibtisch und schnappte mir Zettel und Stift. Ich schrieb mit, was er sagte. Vielleicht konnte ich es später noch gebrauchen.
“Aber nicht durch das Töten von Menschen.“, widersprach ich leise.
“Nur die, die es verdienen. Menschen wie Bettys Schwester. Ich weiß alles über die Sünde, die sie im Unterleib trägt. Ich weiß auch, dass sie auf einer Farm ist, zwei Stunden nördlich von hier. Wenn du versuchst deine Freundin und ihre Schwester zu warnen, erfahre ich das. Wenn du der Polizei von diesem Gespräch erzählst oder sonst jemandem von deinen Detektiv-Freunden, höhle ich sie aus wie einen Halloweenkürbis.“
“Bitte tun Sie ihnen nichts, hören Sie?“, bettelte ich unter Tränen.
“Mit wem redest du noch so spät?“, fragte meine Mutter, als sie ins Zimmer kam und die frisch gewaschene Wäsche auf meinem Tisch ablegte.
“Weis mich nicht zurück, Sierra.“, sagte Black Hood noch und legte dann auf.
“Das war Betty, nicht wahr?“, fragte meine Mutter. Ich nickte und wischte mir die Tränen aus meinem Gesicht.
“Ja.“, sagte ich.
“Hat sie dich dazu angestiftet? Zu der Sache im Rathaus?“
“Ich wusste nicht, was ich machen sollte. Wegen dem Brief von Black Hood.“, antwortete ich und legte mich wieder ins Bett.
“Wenn er es war. Sheriff Keller sagt, es ist irgendwie komisch. Er lässt ihn analysieren, zusammen mit dem, den Mrs Cooper bekommen hat. Und bis dahin, wirst du nach Hause kommen, wenn die Schule zu ende ist. Ist das klar?“ Genervt verdrehte ich die Augen.
“Ja“, sagte ich, “Alles klar.“
Am nächsten Morgen schrieb ich Archie, ob er mich zur Schule begleiten würde. Also holte er mich bei mir zu Hause ab und schlenderte neben mir her. “Ich muss dir was sagen, Archie, aber du darfst es niemandem erzählen.“, begann ich dann, “Nicht Veronica, nicht Jughead, nicht deinem Dad. Niemandem. Versprichst du es mir?“ Erwartungsvoll sah ich den Rotschopf an. Archie nickte verwirrt.
“Ja, klar. Versprochen.“, erwiderte er.
“Dieser Black Hood hat mich angerufen.“, sprach ich es dann aus.
Archie blieb stehen und sah mich schockiert an.
“Was?“, fragte er entsetzt. Unsicher sah ich mich um.
“Geh schon weiter.“, wies ich an, was er dann auch tat. Vielleicht beobachtete Black Hood uns ja gerade. “Warte. Black Hood hat dich angerufen?“, fragte Archie nochmal nach.
“Ja. Ich darf dir gar nicht davon erzählen, aber wir sind Freunde, also wenn wir zusammen zur Schule laufen, sieht das für jeden normal aus, auch für ihn.“, erklärte ich.
“Denkst du, er beobachtet uns?“
“Keine Ahnung, kann sein. Ich weiß, es klingt verrückt, aber er war's.“
“Dann sag's der Polizei, selbst wenn er es nicht war.“, meinte Archie sofort. Nebenbei blickte er sich um.
“Er war es. Er hat gesagt, wenn ich zur Polizei gehe oder es jemandem anders sage... Oh Gott, er weiß, wo Polly ist, Archie. Betty dreht durch. Wenn er wieder anruft, dann muss ich rangehen.“, sagte ich.
“Ich lass dich das nicht alleine durchmachen.“, entgegnete Archie und sah mich ernst an. Ich atmete einmal durch und nickte dann. Auf Archie konnte man immer zählen.
Als ich mit Archie in den Aufenthaltsraum der Schule kam, erzählte Veronica gerade von Nick, einem Typen, der die Lodges besuchen würde. Scheinbar waren die beiden befreundet. “Wir sind um die Häuser gezogen, haben Party gemacht, von Club zu Club, haben die Nächte durchgemacht.“ Meine Tasche stellte ich neben das Sofa. Dann setzte ich mich auf die Armlehne und hörte Veronica zu. Archie sah eher weniger begeistert aus. “Und wer ist das?“, fragte er und legte seinen Rucksack ab, um sich dann auch zu setzen.
“Oh, Archielein, nicht eifersüchtig sein. Nur ein Geist meiner bösen Mädchenvergangenheit. Er kommt zum Tag der offenen Tür her. Du musst dir keine Sorgen machen.“, versuchte Veronica ihn zu beruhigen und lehnte sich dann zurück. Archie sah kurz zu mir, bekam aber nur ein kleines Lächeln zurück. Für einen Moment wollte ich einfach vergessen, dass Black Hood mich angerufen hatte.
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Riverdale
FanfictionRiverdale scheint auf den ersten Blick ein ruhiges, friedliches Städtchen zu sein, doch der Schein trügt. Seit dem tragischen Tod von Jason Blossom ist nichts mehr wie es mal war. Ein Mörder weilt unter den Menschen in Riverdale. Außerdem mischt die...
