Thanksgiving. Die Zeit des Jahres, an dem Freunde und Familien zusammenkommen, um Truthahn zu essen, das große Spiel zu sehen und für all das, was sie haben dankbar zu sein. Aber für Archie ging es in diesem Jahr um das, was er verloren hatte. Es war das erste Thanksgiving ohne seinen Vater und die Leere, die Fred Andrews hinterlassen hatte, war so kalt wie der Wind, der durch die Stadt fegte. Und während sich Archie überlegte, wie er etwas zurückgeben konnte, nahm sich Riverdales neuer Bürgermeister so viel er konnte. Hiram Lodgte hatte sich ohne Gegenkandidaten zur Wahl gestellt. Dadurch konnte er quasi über Nacht die Macht ergreifen. Währenddessen kam auf der anderen Seite der Stadt, dem Riverdale General Hospital, eine andere Familie zusammen. Für den Dickensen Verbrecherclan stand nur Rache auf der Thanksgiving Speisekarte. Die Meteorologen sagten einen gewaltigen Eissturm voraus und man konnte förmlich spüren, wie die Temperaturen fielen. "Auch wenn der Sturm die meisten Leute fernhält, ist es gut, dass du das hier machst, Archie. Wo sollen sie denn sonst hin?", fragte ich den Rotschopf, während ich ein paar Teller auf den Tischen im Gemeindezentrum verteilte. Archie beschloss Thanksgiving hier zu feiern, um den Kids einen Ort zu geben, wo sie an diesem Tag nicht allein waren. Und Veronica und ich unterstützten ihn dabei. Sogar meine Mutter war da, was mich sehr freute. "Keine Ahnung. Ich denke, wir sollten das Zentrum über Nacht vielleicht offen lassen. Niemand sollte bei dem Wetter draußen sein.", entgegnete er mir.
"Du bist zu gut für diese Welt, Archie.", seufzte ich und lächelte ihn an. "Hey, alles okay bei dir?", fragte ich dann und blickte ihn besorgt an. Immerhin war es das erste Thanksgiving ohne seinen Vater. Außerdem hatte ich ein schlechtes Gewissen, weil ich in letzter Zeit sehr mit mir selbst beschäftigt war.
"Ja klar, wieso?"
"Ich wollte nur sicher gehen, dass es dir gut geht."
"Geht's mir, Sierra.", versicherte Archie mir. "Es ist nur irgendwie... Fühlt sich das an wie ein Traum."
"Ja. Du weißt, ich bin für dich da.", sagte ich und umarmte ihn einmal. Archie erwiderte die Umarmung, ehe er nach vorne ging. Eine Frau und zwei weitere Männer betraten das Gemeindezentrum.
"Hey, Leute, kommt doch rein. Wilkommen bei uns.", lud Archie sie ein.
"Und wer bist du?", fragte die Frau, klang jedoch nicht gerade freundlich.
"Ich bin Archie. Ich leite das Zentrum mit meinem Freund, Monroe. Schön, dass ihr da seid."
"Du bist ja selbst noch ein Kind.", stellte die Frau amüsiert fest.
"Hey, Archie. Da ist was ausgelaufen. Ich weiß nicht, wo Eimer und Wischlappen sind.", kam es von Mrs Andrews.
"Ich kümmer mich darum, Mum.", sagte Archie und blickte zu den dreien. "Tut mir leid, Leute. Nehmt euch einfach schon mal was zu trinken. Essen ist bald fertig."
Mit diesen Worten drehte er sich um und machte sich daran die Pfütze aufzuwischen.
"Ich finds toll, dass du hier bist, Mum.", meinte ich und reichte meiner Mutter ein Glas Limonade. Meine Mutter lächelte sanft und nahm das Glas dankend an. "Ich find es toll, was Archie hier macht. Diese Kinder verdienen ein schönes Thanksgiving. Außerdem hatte ich die Wahl zwischen allein im Motel hocken oder hier mit allen gemeinsam zu essen. Ersteres kam ja wohl nicht in Frage."
"Willst du wirklich ewig in diesem Motel rumhängen?", fragte ich seufzend und nahm löffelte in meiner Suppe.
"Hab ich denn eine andere Wahl? Ich such ja schon nach einer Wohnung. Aber das ist nicht so einfach, Sierra. Ich denke allerdings, dass es nur eine Frage der Zeit ist bis ich was passendes finde.", erklärte sie mir ruhig. So gelassen und zuversichtlich hatte ich sie noch nie gesehen.
Wenige Minuten später ging Archie an unserem Tisch vorbei auf die seltsame Frau und den Typen zu, die sie mitgebracht hatte. Zunächst sprachen sie nur miteinander, doch als die Frau eine Waffe zückte, wich Archie zurück. Meine Augen weiteten sich automatisch. "Wir suchen den Mann, der unseren Dodger umbringen wollte. Und ich hab das Gefühl, das bist du.", sagte sie bedrohlich. "Oder einer deiner Freunde."
"Ich schwöre dir, niemand hier hat Dodger was getan.", versicherte Archie der fremden Frau.
"Irgendjemand schon.", warf einer der Typen ein. "Und wer es auch ist, er hat was für diesen komischen Laden übrig."
"Wir denken, wenn wir hier lange genug abhängen, taucht er schon auf.", sprach der andere Typ.
"In der Zwischenzeit", begann die Frau mit einem Grinsen, "wie wär's mit etwas von dem köstlichen Essen? Ich sterbe vor Hunger."
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Riverdale
FanfictionRiverdale scheint auf den ersten Blick ein ruhiges, friedliches Städtchen zu sein, doch der Schein trügt. Seit dem tragischen Tod von Jason Blossom ist nichts mehr wie es mal war. Ein Mörder weilt unter den Menschen in Riverdale. Außerdem mischt die...
