Den ganzen Tag über hatte Linus geschlafen, trotzdem war ihm speiübel. Er brummte erschöpft. Er hörte ein Lachen, dann wie jemand wohl geschlagen wurde und sich daraufhin beschwerte. Eine zweite Person lachte. Linus öffnete die Augen, nur um seine besten Freunde vor sich aufs Bett springen zu sehen. Es war bereits später Abend und die Sonne war bereits vor einigen Stunden untergegangen.
„Du lebst ja wieder!" Das Gehüpfe seiner Freunde machte alles nur noch schlimmer, denn nun kamen auch noch Kopfschmerzen zu seinen Bauchschmerzen.
„Ich wünschte ich würde es nicht", grummelte Linus genervt. Er versuchte sich die Decke über den Kopf zu ziehen, doch die beiden Jungen knieten noch immer darauf, weshalb die Decke sich keinen Millimeter weiter bewegte, als Timo und Leo es zuließen.
„Fickt euch!", fauchte der Achtzehnjährige gereizt.
„Fick Chanelle."
Linus hielt die Luft an. Mit weit aufgerissenen Augen starrte er seine Freunde an, während diese in schallendes Gelächter ausbrachen.
„Wir haben ihr geschrieben", beantwortete Leo die unausgesprochene Frage, die Linus mit seinen Augen stellte.
„Wieso?", fragte dieser sauer und richtete sich hastig auf, weshalb die Kopfschmerzen schlimmer wurden, doch er ignorierte es.
„Weil wir wussten, dass du es sonst versauen würdest. Sie dachte schon du würdest ihr niemals schreiben, weil du so geschockt reagiert hast, als sie dich abgeknutscht hat", lachte Timo.
„Ich werde ihr auch nicht schreiben", meinte Linus und rieb sich die Schläfe.
„Das hast du schon", grinste Linus' bester Freund und wedelte mit dem Handy umher.
„Ihr habt", stellte Linus klar und deutete auf die anderen.
Timo lachte, dann schüttelte er den Kopf.
„Du kannst sie nicht abservieren, du hast ihr schließlich schon gesagt, dass du sie unbedingt wiedersehen willst. Ihr trefft euch am Freitag. Gerngeschehen." Timo schnalzte mit der Zunge und wendete sich von seinem Kumpel ab.
„Kannst du vergessen!", erwiderte Linus vollkommen überfordert. Er konnte nicht glauben, dass seine besten Freunde ihm das tatsächlich antaten. Sein Herzschlag verschnellerte sich bei dem Gedanken, auf ein Date mit Chanelle zu gehen.
„Linus Joel Schütz, du wirst dich morgen mit diesem Mädchen treffen, dich verlieben, sie heiraten, Kinder mit ihr kriegen und ein schönes Leben mit ihr führen. Und du wirst uns jeden Tag danken, weil wir einst diejenigen waren, die dir das alles ermöglicht haben", säuselte Leo mit erhobenem Kinn völlig ernst. Schlussendlich konnte er sich ein Grinsen jedoch nicht mehr verkneifen. Auch Linus musste schmunzeln.
„Wieso tut ihr mir das an?", fragte er halbwegs ernst. Timo wendete sich wieder seinen Freunden zu, als er die Frage hörte und beendete die Inspektion des Schreibtischs. Er stieß sich davon ab und rollte mit dem Stuhl zum Bett. Der Dunkelhaarige beäugte seinen besten Freund mit einem belustigten, doch zugleich genervten Blick.
„Erstens; Wir sind bald wieder weg und deshalb brauchen wir unbedingt jemanden, der uns Up-To-Date hält und dich mit raus schleift und zweitens; Du hast doch gesagt, dass du dir eine Freundin suchen willst, weil du-"
„Ist ja schon gut, ich habe es verstanden! Aber ihr könnt mir nicht irgendjemanden raussuchen, den ich nicht einmal mag!"
„Du magst sie!", grinste Leo dann und wackelte mit den Augenbrauen. Linus verdrehte die Augen.
„Du hast sie angetanzt. Und du hast mit ihr zu einem langsamen Song getanzt. Und du hast-"
„Ich hab's kapiert!", fuhr Linus genervt dazwischen. Jetzt weiß ich wenigstens, dass ich das alles gestartet habe, schoss es dem Jungen durch den Kopf. Er war nicht erfreut über die Tatsache, dass er das alles hätte vermeiden können – aber andererseits entfachte es einen kleinen Funken Hoffnung in ihm.
DU LIEST GERADE
UPSIDE DOWN :(:
Teen FictionWird überarbeitet ~ And suddenly life flips you upside down, and you find out that this is the right way ~ Linus ist dabei, die zwölfte Klasse zum zweiten Mal zu versauen und somit sein Abitur zu verspielen. Dass seine besten Freunde den Abschluss...
