Donnerstag, 21. Juli
Schnellen Schrittes ging Linus den Bürgersteig entlang und bog in die Einfahrt ein. Es dauerte einige Sekunden, bis er den Mut aufbrachte zu klingeln. Er hörte Schritte und atmete tief durch. Er hoffte, dass Ruben ihm öffnen würde, doch es war dessen Mutter, welche ihn strahlend empfing.
„Was machst du denn schon hier? Du siehst gut aus! Komm doch rein", bat sie freundlich. Linus lächelte nervös und trat durch die Tür.
„Du möchtest noch ein wenig Zeit mit Ruben verbringen, habe ich Recht?"
Linus nickte schüchtern.
„Du kannst hoch gehen, er ist in seinem Zimmer", lächelte sie. „Aber die Tür bleibt offen!", forderte sie. Mit geröteten Wangen sprintete er die Treppen hinauf und lief durch den Gang. Er musterte die Zimmertür, welche er schon so oft gesehen hatte. Er hatte einmal gefragt, was dort drin war und Ruben hatte ihm gesagt, es sei das Büro seines Vaters. Sofort hatte Linus gemerkt, dass sein Freund gelogen hatte.
Linus klopfte leicht an Rubens Zimmertür, als er ankam und öffnete die Tür. Er fand seinen Freund auf dem Bett, wo er ein Buch las. Es war allerdings kein normales Buch – es sah aus wie ein Tagebuch oder Ähnliches.
„Hey", sagte der Ältere leise. Ruben blickte kurz auf, dann wieder ins Buch.
„Was machst du denn schon hier?", fragte er und blickte dann wieder hoch. Seine Augen waren riesengroß und er stand auf.
„Wow", stieß er aus.
„Was?" Der Andere zupfte sich nervös am schwarzen Hemd herum. „Zu viel? Ich kann mich auch umziehen!" Er begann, das Hemd aufzuknüpfen, doch Ruben hielt ihn schnell davon ab.
„Du siehst perfekt aus!", rief er. „Jetzt muss ich mir auch etwas ordentliches anziehen."
Schüchtern lächelte Linus.
„Bist du schon aufgeregt?", fragte Ruben grinsend.
Linus hob seine Hand in die Höhe, sodass sein Freund sehen konnte, wie sehr sie zitterte.
„Gar nicht", scherzte er. Der Grünäugige drückte ihm einen Kuss auf und schlang seine Arme um Linus' Schultern.
„Machst du die Tür zu?" Ruben lief zurück zum Bett und legte das Buch in eine Schublade.
„Nein", meinte Linus verlegen. „Deine Mum hat gesagt, sie soll offen bleiben."
Skeptisch zog Ruben die Augenbrauen nach oben, stieß belustigt die Luft aus und kickte die Tür dann genervt zu.
„Die kann mich mal. Wir können auch mit offener Tür ficken."
Als der Grünäugige den Blick seines Freundes sah, prustete er los.
„Nur. Ein. Scherz!", lachte er und winkte den Anderen zu sich. Linus lief langsam zum Bett und ließ sich neben den Jüngeren fallen. „Aber ich würde es machen", grinste Ruben dann.
„Ruben!", ermahnte Linus peinlich berührt.
Dann lagen die zwei eine Weile nur stumm auf dem Bett. Ruben hatte sich an Linus gekuschelt, während dieser seinen Arm um den Jüngeren gelegt hatte.
„Linus ... ich muss dir was sagen", murmelte Ruben irgendwann. Schon einige Male hatte Linus ihn gefragt, ob alles okay war. „Ich habe dich ... irgendwie angelogen."
„Inwiefern?", fragte der Angesprochene verängstigt.
„Du hast mich doch mal gefragt, ob ich Geschwister habe, richtig? Und ich habe gesagt, dass ich keine habe, aber..."
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UPSIDE DOWN :(:
أدب المراهقينWird überarbeitet ~ And suddenly life flips you upside down, and you find out that this is the right way ~ Linus ist dabei, die zwölfte Klasse zum zweiten Mal zu versauen und somit sein Abitur zu verspielen. Dass seine besten Freunde den Abschluss...
