Freitag, 25. Juni
Linus hatte keine Lust auf Chanelles Party, aber andererseits wusste er, dass es ihn womöglich auf andere Gedanken bringen würde. Er hatte nicht den Mut gehabt, heute die Schule zu betreten und Ruben zu begegnen. Er hatte keine Ahnung, wie er ihm gegenübertreten sollte. Waren sie überhaupt noch Freunde? Oder besser gesagt; Könnten sie noch Freunde sein? Seine Freundin zog ihn schon seit Stunden durch die Gegend und ließ nicht zu, dass er sie alleine ließ. Als es später wurde kamen auch die Gäste. Linus kannte keinen von ihnen, weshalb er schön brav wie ein Hund an der Gastgeberin klebte und bei Gesprächen zuhörte, die ihn nicht interessierten. Er hatte nicht vor sich mit jemanden von diesen Menschen anzufreunden. Er hatte nicht einmal vor mit einem dieser Menschen auch nur ein Wort zu wechseln. Menschen kennenzulernen bedeutete für Linus nichts weiter als sie ins Herz zu schließen, nur um sie später wieder zu verlieren. Diesen Schmerz konnte er sich auch sparen. Alles in allem war der Abend okay, denn es gab gutes Essen und gute Musik. Bis zwei Dinge geschahen. Das erste, was gegen zehn Uhr vermehrt passierte, war Chanelle, welche schon leicht angetrunken war und ihre zierlichen Finger einfach nicht von Linus lassen konnte. Die andere, weitaus beschissenere, Sache war Ruben, welcher mit gesenktem Kopf den Raum betrat. Linus spürte den Kloß, der sich in seinem Hals bildete. Seine Brust schmerzte so stark, dass er sich an die Wand anlehnen musste. Er wollte den Blick abwenden – als ob das den Schmerz verringern würde, - doch er konnte nicht, denn ... Ruben sah verdammt gut aus heute. Er sieht immer gut aus, aber heute ... wow.
Ruben war von seiner Mutter gezwungen worden hierher zu kommen, denn seit dem gestrigen Vorfall war er nicht wirklich in der Stimmung zu feiern. Vor allem hatte er keine Lust darauf, Linus den ganzen Abend mit seiner Freundin schmusen zu sehen. Der Grünäugige war die ganze Nacht wachgelegen, hatte Musik gehört und nachgedacht. Er war zu einem Entschluss gekommen. Zu dem Entschluss, Marcel endlich hinter sich zu lassen. Das war natürlich einfacher gesagt, als getan, aber er wollte es um jeden Preis versuchen. Ruben ging Linus aus dem Weg, andersherum war es genauso. Die Blicke der Jungs hatten sich für einen kurzen Moment getroffen, als Ruben den Raum betreten hatte. Ruben kannte hier niemanden, er fühlte sich Fehl am Platz. Und zu den Personen, die er kannte, konnte er nicht gehen. Er entschloss sich dazu, sich in eine Ecke zu setzen und dem Paar beim Rummachen zuzusehen. Besser gesagt; Er entschied sich dazu, sich selbst zu quälen. Das gestern war ihm einfach zu schnell gegangen. Er war zu unsicher gewesen und es war so unerwartet gekommen. So plötzlich. Ruben hatte Angst gehabt, dass Linus ihn nur verarschen würde. Dass er von John bezahlt worden war. Außerdem war Linus vergeben.
Als Chanelle Linus ins Ohr flüsterte, ob er mit ihr in ihr Zimmer verschwinden wollte, da begann sein Herz erneut zu rasen. Überfordert nickte der junge Mann. Er hatte sie schon zu lange warten lassen und außerdem hatten sie darüber bereits gesprochen. Er hatte ihr gesagt, dass er bereit war, doch Linus' Blick sagte etwas ganz anderes. Er ließ seinen Blick durch den vollen Raum schweifen. Die Rothaarige zog ihn weiter durch den Gang zu ihrem Zimmer. Auf der Tür war ein Schild, auf welchem groß und kursiv Chanelle stand. Die zwei jungen Erwachsenen traten ein. Chanelle drückte ihn sanft gegen die Wand und presste ihre Lippen gegen Linus', sobald die Tür ins Schloss gefallen war. Sie verwickelte ihn in einen stürmischen Zungenkuss, welchen der Achtzehnjährige überfordert erwiderte. Linus' Gedanken drehten sich im Kreis.
Ich kann das nicht. Wie soll ich das schaffen? Was, wenn ich was falsch mache? Was, wenn sie mich auslacht? Was, wenn ich schlecht bin? Was, wenn ich keinen hochbekomme? Ich kann das nicht. Ich kann das nicht. ICH. KANN. DAS. VERDAMMT. NOCHMAL. NICHT.
Aber das konnte er ihr nicht sagen. Er konnte ihr nichts davon sagen, denn es war verdammt nochmal der Geburtstagswunsch seiner Freundin, entjungvert zu werden, bevor sie achtzehn wurde. Er hatte es sowieso schon so lange wie möglich herausgezögert. Ihm blieb noch eine Stunde Zeit, bevor sie achtzehn war. Also versuchte er seine Zweifel auszublenden und sich darauf einzulassen. Es zumindest seine Freundin genießen zu lassen. Er fuhr unter ihr Shirt und berührte ihre nackte, erhitzte Haut. Linus ließ seine Hände an der Taille der Rothaarigen ruhen, während er begann ihren Hals zu küssen. Doch Chanelle ging das alles zu langsam, was lustig war, denn Linus ging es viel zu schnell. Das Mädchen griff nach Linus' Händen und führte sie weiter nach oben zu ihren Brüsten.
„Mach meinen BH auf", hauchte sie erregt gegen sein Schlüsselbein.
Linus tat, wie ihm befohlen und war selbst erstaunt darüber, wie gut er es hinbekommen hatte. Der BH landete am Boden. Kurz darauf auch Chanelles Shirt. Sie presste sich gegen ihn, während sie seine Hose öffnete. Sie küsste ihn, brachte wieder etwas mehr Abstand zwischen sich und den Jungen und legte Linus' Hände an ihren Hosenstall.
„Mach auf", flüsterte sie. Langsam, so langsam es ihm möglich war, öffnete Linus den Knopf und Reißverschluss der eng anliegenden Hotpants. Chanelle sah heute perfekt aus. Andere Jungs hätten gesagt, sie sähe heiß aus. Das tat sie auch, das wusste Linus. Aber es ließ ihn trotz allem kalt. Und das stresste ihn enorm, denn bald würde ihn kein Stoff mehr bedecken, der diesen Fakt versteckte. Sie zupfte an seinem Shirt, also zog er es aus. Sein Herz raste wie verrückt. Sie drückte ihn zum Bett. Er bekam kurz Panik, doch er überspielte es. Es sollte schön sein, ich sollte erregt sein, ich sollte das wollen. Fuck.
Chanelle spürte Linus' schnellen Herzschlag und hielt kurz inne.
„Alles okay?"
Der Junge nickte.
„Alles gut, ich bin nur aufgeregt." Sie lächelte daraufhin nur. Und stieß ihn sanft aufs Bett. Die Rothaarige setzte sich auf den Schoß ihres Freundes.
Linus tat das Einzige, was ihm einfiel, um sich zu helfen. Er dachte an jemand anderen. Aber er war dazu gezwungen, denn wie sollte er seiner Freundin das geben, was sie wollte, wenn genau dieses das nicht einsatzbereit war? Er stellte sich Dinge vor, schmutzige Dinge, die er mit einer anderen Person tat. Er stellte sich vor, wie die grünen Augen nach oben schielten und mit dem Blick nach Lob bettelten. Er stellte sich vor, wie er in Rubens Haar griff und ihn näher an seinen Körper drückte, während dieser vor ihm kniete. Und es klappte, doch es hielt nicht lange an. Chanelle merkte die Änderung in Linus' Temperament und grinste. Sie deutete ihm, dass er ihre Hose ausziehen sollte und er tat es mit zitternden Fingern. Er war froh, dass die Hose bereits offen war, denn er war sich sicher, dass er es zu diesem Zeitpunkt nicht mehr schaffen würde. Erst die Hotpants- ganz langsam. Dann die rosa Unterhose – noch langsamer. Und dann war es wieder vorbei, denn jetzt hatte er nicht mehr genug Vorstellungskraft, um dieses Bild in ein komplett anderes zu verändern. Er schluckte schwer, als er weiter hinunter rutschte, damit seine Freundin nicht in seine Hose greifen konnte, was sie soeben versucht hatte. Also küsste er ihre Lippen, dann ihren Hals. Er fuhr ihr mit den schweißnassen Fingern durch die Haare und küsste sich ihr Schlüsselbein hinunter. Massierte ihre Brüste und küsste auch diese. Bis er immer weiter hinunter kam. Und immer nervöser wurde.
Immer wieder das Selbe denkend. FuckFuckFuckFuckFuckFuckFuck...
:(:
DIESER MOMENT, WENN DU PONY VON GINUWINE IN DAUERSCHLEIFE ANHÖREN MUSST, DAMIT DU DIESES KAPITEL ÜBERHAUPT SCHREIBEN KANNST xD
Welcher Part gefällt euch am Besten? Also mir ja der, in dem er sich was vorstellt :D
1256 Wörter
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UPSIDE DOWN :(:
Novela JuvenilWird überarbeitet ~ And suddenly life flips you upside down, and you find out that this is the right way ~ Linus ist dabei, die zwölfte Klasse zum zweiten Mal zu versauen und somit sein Abitur zu verspielen. Dass seine besten Freunde den Abschluss...
