Freitag, 2. Juli
Ruben saß nervös auf Linus' Bett, während Linus unten an der Tür war und seinen Freunden öffnete. Er begrüßte Leo und Timo mit einem glücklichen Lächeln und einer festen Umarmung. Anschließend rannte er die Treppen hoch zurück in sein Zimmer. Aufgeregt sprang er zu Ruben aufs Bett und drückte ihm einen Kuss auf.
„Sie kommen!", rief er und küsste seinen Freund wieder. „Sie wissen überhaupt nicht, dass du da bist."
„Wissen sie eigentlich von uns?", harkte Ruben nach.
Linus schüttelte angespannt den Kopf.
„Nein, deshalb will ich dich jetzt auch noch solange küssen, bis sie da sind."
Ruben schüttelte lachend den Kopf und zog den Älteren am Stoff seines Shirts näher zu sich. Er schloss die Augen und genoss das Gefühl seiner Lippen auf Linus'.
„Ich weiß nicht, wie sie reagieren werden. Wo bleiben die eigentlich?"
„Wissen sie nicht, dass du ... schwul bist?", fragte Ruben zögerlich. Linus schluckte.
„Mehr oder weniger." Der Braunhaarige küsste seinen Freund stürmisch, um ihn von weiteren Fragen abzuhalten. Sie hörten Schritte im Gang und die Stimmen seiner Freunde. Die Herzen der Jungs rasten vor Anspannung. Ruben krallte sich noch immer in das Shirt seines Kumpels.
Dann hörten sie, wie die Türklinke heruntergedrückt wurde und entfernten sich blitzschnell voneinander. Grinsend stand Linus auf und deutete in einer aufwendigen Pose auf Ruben. Er verharrte so, bis Leo und Timo eingetreten waren und ihn sahen.
„Hey!", rief Leo überrascht. Timo fuhr sich augenblicklich durch die Haare und zupfte an seinem Shirt herum.
„Ruben!", lächelte der Braunäugige glücklich. Der Angesprochene stand auf und umarmte seine Freunde.
„Wow!" Leo musterte Linus' Hals, welcher voller Knutschflecken war. „Bei euch geht's aber ab."
„Was?", quiekte Linus und musste sich beherrschen seinen Kopf nicht zu Ruben zu drehen.
„Das heißt, es hat dir gefallen mit Chanelle?" Neugierig musterte Leo seinen Freund.
„Oh ähm ... naja", stotterte der Braunhaarige.
„Und du warst gestern bei deiner Freundin?" Leo grinste Ruben an, denn auch sein Hals war voller Flecken.
„Ich habe keine Freundin", sagte Ruben.
„Ja, er meinte letztens, er muss einer Freundin beim Streichen helfen, nicht seiner", erklärte Linus hastig.
„Ach so. Und wer war das dann?"
„Ähm...", stotterte Ruben. „Das war..."
„Lass ihn doch in Ruhe, Leo", lachte Linus, um seinem Freund zu helfen.
Eine seltsame Stille entstand, in welcher sie sich stumm anblickten.
„Okay..." Linus klatschte in die Hände und lief zum Schrank.
„Was wollt ihr machen?"
Leo und Timo zuckten unschlüssig mit den Schultern.
„Schwimmen, grillen, Film, Kino..."
„Das machen wir doch immer", stöhnte Linus laut.
„Wie wär's mit Monopoly?"
Alle Blicke lagen nun auf Ruben. Sie schauten ihn an, als wolle er eine Bank ausrauben.
„Oder auch nicht", murmelte Ruben und senkte den Blick. Linus sprang hyperaktiv zu seinem Freund, schlang seine Arme um ihn und hob ihn hoch.
„Geile Idee! Das machen wir!" Er drückte sich noch einen Moment dicht an den Grünäugigen, bevor er ihm unauffällig einen Kuss auf den Hals drückte und ihn wieder hinunter ließ. Ruben bekam Gänsehaut und versuchte es zu verstecken.
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UPSIDE DOWN :(:
Teen FictionWird überarbeitet ~ And suddenly life flips you upside down, and you find out that this is the right way ~ Linus ist dabei, die zwölfte Klasse zum zweiten Mal zu versauen und somit sein Abitur zu verspielen. Dass seine besten Freunde den Abschluss...
