Linus drückte auf die Klingel. Bereits nach wenigen Sekunden wurde die Tür geöffnet. Eine hübsche Frau öffnete ihm die Tür und lächelte ihn sanft an.
„Ist Ruben da?", fragte Linus direkt. „Oh, äh, hallo erstmal." Der junge Mann streckte der Frau die Hand entgegen. „Ich bin Linus, ein Kumpel von Ruben."
Der Gesichtsausdruck der Frau hellte sich abermals auf, sodass sie nun ein strahlendes Lächeln auf den Lippen hatte. Ihre Augen strahlten.
„Hellena, Rubens Mutter. Er wird sich sicher freuen, dich zu sehen. Du kannst einfach hoch gehen und klopfen. Sein Zimmer ist das letzte rechts."
Linus bedankte sich lächelnd. Hellena war ihm sehr symphatisch. Linus schleppte sich müde die Treppen nach oben und wollte an die letzte Tür rechts klopfen, als er ein leises Stöhnen hörte und wie jemand sich wohl aufs Bett fallen ließ.
„Aua, pass doch auf", hörte er Ruben kichern, dann war ein lautes Ausatmen zu hören, gefolgt von einem leisen Lachen. Linus drehte um und lief die Treppen wieder hinunter. Er überlegte, einfach zu warten, doch dann dachte er daran, wie seltsam das wäre. Also lief er zur Haustür.
„Gehst du schon?"
„Oh, nein, ich wollte- Also ... Ruben hat gerade Besuch."
„Sicher nicht. Das wüsste ich."
„Aber..."
Hellena seufzte und deutete Linus ihr zu folgen, während sie die Treppe hinauf lief.
Oh shit, dachte Linus nervös. Jetzt bin ich der Grund, dass Ruben von seiner Mutter beim Sex erwischt wird.
Er hatte ein schlechtes Gewissen, musste sich aber dennoch ein Grinsen unterdrücken. Oben angekommen drückte Hellena ihr Ohr an die Tür.
„Man, ich steh echt nicht drauf, wenn du mich beißt, also kannst du BITTE damit aufhören?", lachte Ruben von der anderen Seite der Tür.
Hellena drehte sich zu Linus, lachend.
„Klopf' und geh' einfach rein, keine Sorge."
„Aber..."
Hellena verdrehte seufzend die Augen, lächelte aber trotzdem sanft.
„Ruben, du hast Besuch!" Sie öffnete die Tür einen kleinen Spalt und lief zurück zur Treppe. Linus blieb vor der angelehnten Tür stehen.
„Hallo? Du kannst reinkommen", rief Ruben. Zögerlich stieß Linus die Tür auf. Als er den Hund auf dem Bett in Rubens Schoß sah, fühlte Linus sich dumm, aber er überspielte es.
Ruben sah überrascht aus und Linus fragte sich warum. Denn Ruben war heute offensichtlich ziemlich aufgelöst gewesen und Linus wäre ein schlechter Freund, wenn er sich nicht sofort darum kümmern würde – er hatte noch eine Schulaufgabe in der ersten Stunde schreiben müssen, doch er war direkt danach hierher gekommen.
Schließlich waren die zwei Freunde.
Linus war überrascht, wie glücklich Ruben aussah. Als hätte er nur eine schlechte Note bekommen. Doch Linus hatte heute nicht nur einmal Rubens Namen fallen hören. Ruben starrte Linus noch immer in die Augen.
„Alles okay?" Das charmante Lächeln lag auf Linus' Lippen. Der Hund interessierte sich gar nicht für Linus. Nun senkte Ruben den Blick und sah augenblicklich wieder traurig aus.
Doch dann hob Ruben den Blick wieder, denn er merkte, dass Linus nichts von dem Video wusste. Ruben wusste nicht, woher er es wusste, aber er wusste es.
Also lächelte Ruben und sagte:
„Schön, dass du da bist."
Auch Linus lächelte nun.
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UPSIDE DOWN :(:
Teen FictionWird überarbeitet ~ And suddenly life flips you upside down, and you find out that this is the right way ~ Linus ist dabei, die zwölfte Klasse zum zweiten Mal zu versauen und somit sein Abitur zu verspielen. Dass seine besten Freunde den Abschluss...
