Am Freitag mussten wir um 05.00 Uhr aufstehen, weil ich Frühdienst hatte.
Ich war sehr müde von der ganzen Woche und musste mich zwingen aufzustehen.
Bei der Arbeit hatten wir drei Todesfälle gehabt und viele von Personal waren krank.
Aber was mich so richtig geschlaucht hatte, war das Packen mit Tami. Sie hatte die ganze Zeit von dem neuen Haus geschwärmt und dabei das Packen vergessen! Nachdem ich die Hälfte alleine in die Umzugskartons gestopft hatte, musste ich sie zum Schweigen bringen und zum Packen zwingen.
Manchmal war sie echt anstrengend.
Miloš hatte genug Männer beauftragt um das ganze Zeug zu schleppen, doch um ihre Klamotten und den ganzen anderen Mist musste sie sich selbst kümmern. Doch das kotzte sie an, sie wollte lieber dabei zusehen.
Ganz die Diva eben!
Verschlafen torkelte ich ins Bad und liess mich auf die Toilette plumpsen.
Nur noch bis 16.00 Uhr, dann hast du ein freies Wochenende mit Sergej, dachte ich für mich, entleerte meine Blase schlurfte zum Waschbecken. Da kam auch Sergej mit mürrischem Gesichtsausdruck rein.
"Nina, kannst du nicht eine andere Ausbildung machen? Irgendetwas wo man erst um 12 Uhr Mittags anfängt? Oder fang ein Studium an mein Herz. Dann nimmst du nur die Vorlesungen am Nachmittag. Bitte, ich bezahle alles, nur um nicht so früh aufstehen zu müssen!" Quängelte er wie ein kleines Kind.
Niedlich!
"Mein Lieber, ich wollte nie studieren. Ich wollte immer Krankenschwester werden, tut mir leid. Bald ist ja mein Praktikum im Pflegeheim vorbei. Nach meinen Ferien muss ich dann für 3 Monate im Krankenhaus auf die Kinderstation und das ist nur 15 Minuten von hier!" sagte ich ihm enthusiastisch. Ich freute mich auf das Praktikum im Krankenhaus und auf die Kinder.
"Wie kannst du nur so fröhlich sein um diese Uhrzeit? Das ist doch nicht normal!" beschwerte sich mein Morgenmuffel gereizt.
"Ich muss zur Arbeit Sergej aber du musst mich nicht fahren wenn es dich so belastet. Ich kann den Bus nehmen oder Lazar fragen" schlug ich ihm nun auch etwas gereizt vor. Lazar stand immer um fünf Uhr auf und so müsste ich mir sein Genörgle nicht anhören. Er tat so als wollte ich ihn umbringen.
"Red keinen Unsinn, heute fahre ich dich und hole dich auch ab. Um 16:00 Uhr, richtig?" Er fing an sich die Zähne zu putzen. Ich nickte und tat das Gleiche.
Wir zogen uns an, tranken schnell einen Kaffee und fuhren dann los.
Ich grübelte vor mich hin und gähnte. Ich war so müde, und das andauernd.
"Über was denkst du so angestrengt nach mein Herz?"
War ja klar, dass er es bemerkte.
Seufzend sah ich zu ihm rüber und lächelte erschöpft.
"Über meinen Vater. Ich glaube, ich sollte mir einen Nebenjob besorgen. Vielleicht in einer Frittenbude oder so. Weisst du, er zahlt mein Zimmer und ich habe ein schlechtes Gewissen. Ich bin praktisch nie dort und bei dir wohne ich ja umsonst. Deshalb dachte ich, ich besorge.." Weiter kam ich nicht denn er bremste so heftig, dass ich vor Schreck aufschrie und ihn dann perplex ansah.
Was war los?
"Willst du mich verarschen Nina? Du willst, neben deiner sehr Zeitintensiven Ausbildung, auch noch einen Nebenjob? Wenn es dich stört dass dein Vater dieses Zimmer weiterhin zahlt, wieso sagst du es mir dann nicht? Verdammt noch mal ich habe genug Geld! Ich kann dieses scheiss Zimmer bezahlen! Denk dir irgendeine Geschichte für deinen Vater aus und lass mich dieses Zimmer bezahlen!" brüllte er und brachte meine Ohren fast zum Bluten.
"Ich will dein Geld nicht Sergej, das weisst du. Ich wohne doch schon in deinem wunderschönen Haus umsonst" versuchte ich ihn zu besänftigen mit ruhiger Stimme.
"Na und? Das ist doch egal! Du machst doch eh schon fast Ana's Job weil es dich stört, wenn jemand hinter dir sauber macht. Du wäscht deine Wäsche und zum grössten Teil auch meine, du machst den ganzen Abwasch, du hast sogar alle Badezimmer geputzt! Verdammt Nina! Lass mich doch dieses verfickte Zimmer einfach bezahlen oder zieh ganz zu mir! Wäre sowieso einfacher!" brüllte er weiter und ich wurde sauer.
"Fahr mich zur Arbeit Sergej, ich habe keine Lust auf Streit am Morgen" betonte ich sehr ruhig, dabei war ich sehr wütend. Ich riss mich gerade wahnsinnig zusammen.
"Nina wir sind doch andauernd zusammen! Lass uns deinen ganzen Kram einfach zu mir bringen. Mein Gott, du bringst mich noch um!" knurrte er und fuhr weiter.
Ich ihn?
Ha!
"Das ist doch nicht dein Ernst? Wie soll ich das mit uns meinem Vater erklären Sergej? Wenn ich das Zimmer aufgebe, wird er informiert werden. Ich bin noch Minderjährig du Idiot! Du weisst schon, dass mein Vater kein Trottel ist? Er braucht nur einen Blick auf dich... ach vergiss es! Und was ist wenn du mich satt hast? Was, wenn ich zu anstrengend werde oder zu zickig? Wo soll ich dann hin? Was wenn dein toller Onkel Milan mich aus deinem Haus wirft? Hast du mal daran gedacht?"
Ich war den Tränen nahe. Mein Kopf platzte fast von seinem Gebrüll.
"Nina das wird nie geschehen. Dieses Haus gehört nur mir und wenn du willst dir, verdammt ich liebe dich!" stiess er wütend hervor. Na seine Liebe war deutlich zu hören. Ich schwieg einfach und war froh, als wir ankamen.
"Bis heute Nachmittag Sergej" warf ich ihm ins Gesicht und stieg aus.
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My Destiny Mein Schicksal (Teil 1, Teil 2 heisst HOFFNUNG, HOPE, NADA)
Romance!!!Achtung!!! In dieser Geschichte gibt es detaillierte Gewalt und sehr detaillierte Sexszenen. Wen das stört, soll es nicht lesen. Erwachseneninhalt! Manchmal sollte man seinen Gefühlen nicht folgen. Manchmal sollte man, auch wenn man erst 17 ist...
